Als Holstein Kiel deutscher Meister wurde
Holstein Kiel feierte am 26. Mai 1912 die deutsche Fußball-Meisterschaft. mehr
Die neue Nummer eins bei Holstein Kiel: Niklas Jakusch.
Der Aufstieg in die Dritte Liga ist erst seit Sonntagnachmittag perfekt, doch die Planung für die neue Saison musste Holstein Kiel notgedrungen schon viel früher in Angriff nehmen. "Ich durfte zweigleisig planen", sagte Sportdirektor Andreas Bornemann NDR.de und fügte hinzu: "Hätte ich eingleisig planen müssen, hätten wir ja unser Saisonziel frühzeitig verfehlt gehabt." Der 41-Jährige hat bereits ganze Arbeit geleistet: Alle Stamm-Feldspieler hatten schon vor den Aufstiegsspielen Verträge für die kommende Saison unterschrieben - unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Nachdem zuletzt die Leistungsträger Fabian Wetter, Patrick Herrmann und Tim Siedschlag verlängert hatten, zog nach dem Aufstieg auch der neue Stammtorhüter Niklas Jakusch nach.
Der 23-Jährige hat seinen auslaufenden Vertrag bei der KSV um zwei Jahre verlängert. "Niklas Jakusch ist schon seit langem im Verein, besitzt eine hohe Identifikation mit der KSV Holstein und hat zu jeder Zeit unter Beweis gestellt, dass auf ihn Verlass ist. Wir freuen uns, dass er seinen Weg bei uns weitergehen möchte", meinte Bornemann. Damit hat der Manager zumindest schon ein wenig Planungssicherheit. Was aus Jakuschs Vertreter Daniel Strähle wird, ist noch offen, Jensen verlässt die Kieler. Ihre Verträge enden am 30. Juni. Der 26-jährige Jensen startete als Stammtorwart in die Saison und absolvierte 23 Spiele. Im Saisonendspurt fiel er jedoch aus - und musste danach mit der Ersatzbank vorlieb nehmen. Jakusch überzeugte das Team um Trainer Thorsten Gutzeit nachhaltig.
KSV-Manager Andreas Bornemann bleibt der KSV auch nach dem Aufstieg erhalten.
Im Kader für die Saison 2013/2014 sollen 18 Feldspieler, drei Keeper und drei Perspektivspieler stehen. Neuzugänge können erst jetzt, nachdem der Aufstieg feststeht, dingfest gemacht werden. "Da haben wir natürlich bereits Vorarbeit geleistet. Aber wir mussten auch schon mitansehen, dass Spieler nicht so lange warten wollten", so Bornemann. An einen eigenen Abgang denkt der Sportchef nicht. Dass sein ehemaliger Verein, der SC Freiburg, gerade wieder auf Manager-Suche ist, tangiert Bornemann nicht: "Es ist sicher, dass ich auch in der kommenden Saison in Kiel bin."
Die Fahne von Holstein Kiel weht künftig in der Dritten Liga.
Während in der jüngst zu Ende gegangenen Drittliga-Saison kaum eine Woche ohne Kritik der Vereinsverantwortlichen an der finanziellen Situation in der Liga verstrich, schrecken die großen Probleme beim VfL Osnabrück, Hansa Rostock, Kickers Offenbach oder bei Alemannia Aachen die Kieler nicht ab. "Allein weil die Liga bundesweit ist, ist sie natürlich deutlich attraktiver. Auch für Sponsoren und Fans", sagt Bornemann, der im Laufe der Drittligasaison 2009/2010, die für Kiel mit dem Abstieg endete, nach Schleswig-Holstein kam. Der Manager weiß, dass es eine "wirtschaftlich schwierige Liga ist. Aber es gibt ja keine Überraschungen. Es gibt keine internationalen Töpfe, die man anbohren kann, die Mannschaft muss mal im Hotel übernachten und braucht auch eine warme Mahlzeit." Es gebe zwar auch unverschuldete finanzielle Probleme, "aber ich kann es nicht nachvollziehen, wenn Vereine schon in der Hinrunde in Schieflage geraten".