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Rostocks Emil Rilke (l.) im Duell mit Wiesbadens Daniel Doeringer.
Die Talfahrt von Hansa Rostock in der Dritten Liga geht ungebremst weiter. Das Team von Trainer Marc Fascher verlor am Freitagabend beim SV Wehen Wiesbaden mit 1:2 (1:1), musste damit bereits die fünfte Niederlage in Serie einstecken und holte aus den vergangenen acht Partien lediglich einen Punkt. Nachdem die drei jüngsten Drittliga-Begegnungen der Mecklenburger allesamt aufgrund der widrigen Wetterbedingungen abgesagt wurden, war den Rostockern die fehlende Spielpraxis durch diese unfreiwillige "Winterpause" deutlich anzumerken. Vor allem die Hintermannschaft der Hanseaten wirkte alles andere als sattelfest. "Eine ganz bittere Niederlage. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt, vielleicht sogar mehr", bedauerte der Trainer.
Tore: 1:0 Vunguidica (24.), 1:1 Plat (37.), 2:1 Janjic (80.)
Zuschauer: 2.500
Wiesbaden: Gurski - Schimmel, Wiemann, Herzig, Döringer - Mann - Ivana (65. Zieba), Janjic, Mintzel (71. Röser, 72. Stroh-Engel), Christ - Vunguidica
Rostock: Kevin Müller - Rilke (76. Weilandt), Humbert, Holst, Pelzer - Grupe, Michael Blum - Quaner, Haas (83. Adamyan), Nico Zimmermann - Plat
Die Gastgeber, die vom ehemaligen Hansa-Coach Peter Vollmann trainiert werden, sorgten immer wieder über die Außenpositionen für Gefahr und gingen in der 24. Minute verdient in Führung: Wehens Alf Mintzel setzte sich auf links schön durch, flankte scharf in die Mitte, wo José Pierre Vunguidica den Ball ins Tor spitzelte - 1:0. Hansa wirkte geschockt und hätte sich auch nicht über einen schnellen, nächsten Gegentreffer beschweren dürfen. Aber Keeper Kevin Müller hielt die Hanseaten mit einer Glanzparade bei einem Kopfball des Torschützen Vunguidica im Spiel (29.). Doch plötzlich ging ein Ruck durchs Team und die Fascher-Elf übernahm das Kommando. Collin Quaner, Emil Rilke und Nico Zimmermann kamen fast im Minutentakt zu guten Chancen, ehe Johan Plat in der 37. Minute schließlich der Ausgleich gelang: Nach einer schönen Flanke von Zimmermann stieg der Holländer am höchsten und köpfte zum 1:1 ein. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause.
Wehens Zlatko Janjic (l.) markierte den Siegtreffer.
Den Schwung aus den Schlussminuten der ersten Hälfte nahmen die Rostocker auch in den zweiten Durchgang mit und drängten auf die Führung. Ernsthaft geprüft wurde Wehen-Schlussmann Michael Gurski allerdings nur von einem Kopfball seines eignenen Verteidigers Michael Wiemann, den der Torwart gerade noch um den Pfosten lenken konnte (49.). Dies blieb für lange Zeit die letzte nennenswerte Gelegenheit. Zwar zeigten die Mecklenburger die reifere Spielanlage, doch der finale Pass geriet fast immer zu ungenau. Von Wehen kam dagegen kaum noch Konstruktives nach vorne. Dennoch markierten die Gastgeber unter tatkräftiger Mithilfe der Hansa-Verteidigung in der 80. Minute das 2:1. Nachdem gleich mehrere Klärungsversuche der Hanseaten scheiterten, konnte Zlatko Janjic aus kurzer Distanz einnetzen. Hansa holte nun die Brechstange raus, aber letztlich mussten sich die Rostocker in die Niederlage fügen.