Alles zu Hansa Rostock
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War im Angriff oft allein auf weiter Flur und von Gegnern umzingelt: Lucas Albrecht (M.).
Es geht abwärts statt voran: Der FC Hansa Rostock hat in der Dritten Liga die zweite Niederlage nacheinander hinnehmen müssen und damit den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. Die Mannschaft von Trainer Marc Fascher verlor am Sonnabend das Absteiger-Duell gegen den Karlsruher SC mit 0:3 (0:0). Jan Mauersberger (54. Minute), Dennis Kempe (77.) und Elia Soriano (83.) nutzten die einzigen Chancen für die Badener und besiegelten die zweite Heimniederlage der zum Schluss aufopferungsvoll kämpfenden Hanseaten. In einer Partie auf spielerisch schwachem Niveau fiel die endgültige Entscheidung nach einer Gelb-Roten Karte gegen Ken Leemans (65.). "Aufstehen und weiter geht's", gab Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer sofort nach dem Schlusspfiff als Parole aus: "Wir brauchen uns nicht lange grämen, wir müssen das Spiel aufarbeiten und abhaken, und dann geht's weiter."
Tore: 0:1 Mauersberger (54.), 0:2 Kempe (77.), 0:3 Soriano (83.)
Zuschauer: 10.000
Gelb-Rote Karte: Leemans (65.)
Rostock: Kevin Müller - Mendy, Holst, Pelzer, Marcos (46. Quaschner) - Leemans, Leonhard Haas (85. Humbert) - Weilandt, Michael Blum, Berger - Albrecht (81. Zolinski)
Karlsruhe: Orlishausen - Klingmann, Akpoguma, Mauersberger, Kempe - Alibaz (76. Danny Blum), Peitz, Varnhagen - Calhanoglu - Hennings (85. Dulleck), van der Biezen (63. Soriano)
Hansa litt gegen den KSC vor allem in der Offensive an akuter Personalnot. Neben dem gelbgesperrten Ondrej Smetana musste Fascher auch Johan Plat ersetzen, der sich beim 1:2 in Offenbach eine hartnäckige Wadenzerrung zugezogen hatte. Damit fehlten die beiden besten Torschützen der Rostocker. Und das machte sich schnell bemerkbar. Zwar standen die Hanseaten in der Abwehr sicher und ließen in der ersten Halbzeit kaum Möglichkeiten für die Gäste zu. Doch im Spielaufbau lief gegen die beste Defensive der Liga nicht viel zusammen, boten sich kaum Anspielstationen. Ansehnliche Spielzüge waren auf beiden Seiten Mangelware. Die beste - und einzige gute - Möglichkeit vor dem Pausenpfiff resultierte aus einer Einzelaktion von Denis Berger. Der Österreicher zog aus 25 Metern ab. Der etwa unsicher wirkende KSC-Schlussmann Dirk Orlishausen griff daneben, und der Ball klatschte an den Pfosten (34.). Im Rostocker Strafraum war nur zweimal Gefahr im Verzug, als der quirlige Selcuk Alibaz frei zum Zug kam, doch Pelzer blockte beide Schussversuche ab (23., 37.). Und so musste Hansa-Torhüter Kevin Müller in Halbzeit eins nicht einmal ernsthaft eingreifen.
Der frühere Osnabrücker Jan Mauersberger (M.) jubelt über seinen Führungstreffer.
Fascher war nicht begeistert von den ersten 45 Minuten und stellte in der Pause ordentlich um. Für Linksverteidiger Ronny Marcos kam Nils Quaschner, der nun neben Lucas Albrecht stürmte. Michael Blum rückte dafür in die Abwehrreihe. Hansa entwickelte tatsächlich sofort mehr Druck, und Alexandre Mendy ließ einen Warnschuss auf das KSC-Tor los (49.). Doch dann kamen die Badener zu ihrer ersten Großchance und nutzten sie. Der 18 Jahre alte Mittelfeldregisseur Hakan Calhanoglu, ab der kommenden Saison beim Hamburger SV unter Vertrag, zirkelte einen Freistoß vor das Hansa-Tor, Kempe verlängerte, der bis dahin nicht geforderte Müller ließ den Ball abklatschen, und Innenverteidiger Mauersberger musste nur noch einnicken. Es war das erste Saisontor für den früheren Osnabrücker.
Für die Rostocker kam es kurze Zeit später noch schlimmer. Zehn Minuten nach dem Gegentor beging Leemans ein taktisches Foul im Mittelfeld und regte sich danach noch über den Pfiff des Schiedsrichters auf. Die Folge: Doppel-Gelb für den Belgier, der damit schon die zweite Ampelkarte in dieser Saison kassierte. Die Hanseaten waren nun zwar nur noch zu zehnt, machten diesen Nachteil aber mit großem Einsatz wett und waren näher am Ausgleich als Karlsruhe am zweiten Tor. Doch mitten in die Angriffsbemühungen platzierte der KSC den endgültigen Knockout für die Gastgeber. Kempe drückte per Kopf einen abgeblockten Schuss von Rouwen Hennings hinter die Linie. Der eingewechselte Soriano besorgte den 3:0-Endstand (83.). Bemitleidenswert war an diesem verkorksten Nachmittag vor allem Hansa-Torwart Müller, der eigentlich nur bei den Gegentoren im Fokus stand und den Ball dreimal aus dem Netz holen musste.
Sinnfrei
Auf sinnfreie Kommentare zu antworten entbehrt sich von selbst. Zuerst also mal überlgen: was wollte ich überhaupt sagen und dann, wie kann ich es sagen. [mehr]
AnRö
Moin,Moin wenn du es so siehst dann gibt es jeden Tag und dies in ganz Deutschland einen bzw. mehrere Skandale.Hast du dazu auch etwas in Petto ??? Erst... [mehr]
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Der FCH ist nur noch auf "Steuer-Kurs" - ein einmaliger Skandal in Deutschland: ein heruntergewirtschafteter drittklassiger Fußballklub mit chaotischen Fans aus einer strukturschwachen Region wird aus... [mehr]
Hier in Rostock hat mir jetzt gefallen.....! ^^ Wahrscheinlich kennen sie die Stadt nicht mal! Alles ist bei Ihnen wie immer! [mehr]
Und wie intellegent von den Beamten aus Bad Bramstedt, in Schwerin trafen sie ALLE wieder aufeinander!! Nur so konnte es passieren, das ein Hansafan niedergestochen wurde - es wagt sich medial... [mehr]