VfL Wolfsburg: Erfolgreiche Spätstarter
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Nicht bissig genug: Die "Wölfe" verlieren bei RB Leipzig.
Der VfL Wolfsburg ist sensationell schon in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Der deutsche Meister von 2009 verlor am Freitagabend beim Viertligisten RB Leipzig mit 2:3 (2:3). Matchwinner für den Außenseiter war Daniel Frahn, der alle drei Treffer erzielte. "Wir hatten eine katastrophale erste Hälfte", ärgerte sich Wolfsburgs Kapitän Marcel Schäfer: "Leipzig hat heute verdient gewonnen." Auch VfL-Coach Felix Magath war enttäuscht. "Wir haben unser erstes Ziel früh nicht erreicht. Wir wollten ins Pokalendspiel", sagte Magath und kritisierte seine Defensive: "Ich habe keine Abwehr gesehen."
Tore: 1:0 Frahn (6.), 2:0 Frahn (17.), 2:1 Lakic (25.), 2:2 Salihamidzic (28.), 3:2 Frahn (45.)
Zuschauer: 31.212
Leipzig: Borel - Franke, Ernst, Müller, Kocin - Lagerblom, Rost (80. Rosin) - Röttger (90. Kutschke), Rockenbach, Heidinger (87. Kammlott) - Frahn
Wolfsburg: Benaglio - Ochs, Kjaer, Russ, Marcel Schäfer - Josue (31. Sanli, 62. Helmes) - Träsch, Salihamidzic (46. Dejagah) - Hasebe - Lakic, Mandzukic
Fünf Neuzugänge hatte Magath in die Startelf gestellt. Die neuformierten Niedersachsen wurden sofort in die Defensive gedrängt. Schon in der ersten Minute hätte der Außenseiter in Führung gehen können, Frahn vergab jedoch aus kurzer Distanz. Nur fünf Minuten später jubelte der Viertligist zum ersten Mal. Frahn kam nach einem zunächst abgewehrten Eckball frei zum Schuss und behielt dieses Mal die Nerven. Wolfsburg war defensiv schlecht organisiert, hatte zu große Lücken und ließ sich immer wieder über Außen ausspielen. In der 17. Minute bediente Timo Röttger Frahn, der überlegt einschob.
Die Entscheidung: Frahn trifft zum 3:2 für Leipzig.
Erst nach diesem zweiten Schock fand der Bundesligist besser ins Spiel und kam binnen drei Minuten zum Ausgleich. Erst nutzte Srdjan Lakic einen Stellungsfehler der Leipziger Abwehr (25.), dann spitzelte Hasan Salihamidzic (28.) aus kurzer Distanz den Ball über die Linie. Die "Wölfe" waren nun am Drücker und hatten bei einem Lattenkopfball von Lakic Pech (34.). Doch als sich die Partie zu drehen schien, war wieder Frahn zur Stelle. Sekunden vor dem Seitenwechsel köpfte der Stürmer seinen dritten Treffer der Partie. Obwohl die Niedersachsen nach der Pause fast ständig in Ballbesitz waren, fehlten ihnen die Ideen. Mandzukic mit einem Kopfball (54.), Lakic (57.) und Hasebe (62.) vergaben die besten Gelegenheiten. In der Schlussphase hätte Frahn mit einem spektakulären Fallrückzieher fast sein viertes Tor erzielt (89.).