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HSV scheitert an Cacau und Ulreich

von Bernd Schlüter, NDR.de

Stuttgarts Torwart Sven Ulreich (r.) pariert einen Schuss von Hamburgs Robert Tesche. © Fishing4 Fotograf: Fishing4 Detailansicht des Bildes Stuttgarts Torwart Sven Ulreich (r.) pariert einen Schuss von Hamburgs Robert Tesche. Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat den Einzug in das Viertelfinale um den DFB-Pokal verpasst. Die Hanseaten verloren am Mittwochabend mit 1:2 (0:1) beim VfB Stuttgart und sind damit im Achtelfinale ausgeschieden. Gefeierte Helden der Schwaben waren Doppeltorschütze Cacau und Torhüter Sven Ulreich, der die Hanseaten nach dem Seitenwechsel mit seinen Paraden zur Verzweiflung trieb. "Diese Niederlage ist sehr ärgerlich. Der VfB hat unsere Fehler eiskalt mit den Toren ausgenutzt", sagte Hamburgs Mittelfeldspieler Marcell Jansen. Für seinen Trainer Thorsten Fink war es die erste Pflichtspiel-Niederlage, seitdem er den Job auf der HSV-Bank übernommen hatte. "Stuttgart hat einen überragenden Torwart. Ich kann meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Sie hat viele Chancen herausgespielt. Was wir verbessern müssen, sind die Defensive und der Torabschluss", resümierte Hamburgs Coach. Die ganze Partie zum Nachlesen hier im NDR Liveticker.

Rincons Ballverlust wird bitter bestraft

Stuttgart - Hamburg 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Cacau (23.), 1:1 Kvist (54., Eigentor), 2:1 Cacau (62.)
Zuschauer:
38.600
Stuttgart:
Ulreich - Boka, Tasci, Maza, Molinaro - Kvist, Kuzmanovic - Harnik (77. Gebhart), Okazaki (90.+1 Niedermeier), Gentner - Cacau (76. Schieber)
Hamburg: Drobny - Diekmeier, Bruma, Westermann, Aogo - Kacar (69. Tesche), Rincon - Töre (80. Son), Jansen (46. Petric) - Ilicevic - Guerrero

Nach vorsichtigem Beginn beider Teams kam zunächst der HSV besser in die Partie. Bei Marcell Jansens Kopfball nach Vorlage von Dennis Diekmeier musste sich Ulreich mächtig strecken (11.). Kurz darauf war der Stuttgarter Schlussmann gegen Paolo Guerrero auf dem Posten (12.). Und noch einmal wurde es nach einer Diekmeier-Flanke gefährlich, als sämtliche HSV-Angreifer im Strafraum den Ball verpassten (18.). Die Gäste hatten in dieser Phase klar die Spielkontrolle - und luden Stuttgart dann mit einem Fehler im Aufbau zum Führungstreffer ein. Tomas Rincon spielte VfB-Akteur Cristian Molinaro die Kugel vor die Füße, der umgehend Cacau in Szene setzte. Und der Nationalstürmer ließ sich diese Chance nicht entgehen, überwand Jaroslav Drobny im HSV-Kasten souverän zum 1:0 (23.).

Kvist-Eigentor bringt Hamburg zurück ins Spiel

Hamburgs Paolo Guerrero (l.) ärgert sich © dapd Fotograf: Daniel Kopatsch Detailansicht des Bildes Hamburgs Paolo Guerrero (l.) ärgert sich. Danach lief bei den Norddeutschen nicht mehr viel zusammen. Stuttgart hatte hingegen die Gelegenheit, gegen verunsicherte Hamburger noch vor der Pause zu erhöhen. Aber William Kvist scheiterte an Drobny (30.) und Molinaro zielte zu hoch (33.). Fink reagierte auf die Schockstarre seiner Mannschaft und brachte mit Mladen Petric zur Pause einen weiteren Stürmer ins Spiel. Und das sollte sich lohnen. Der erste Versuch nach dem Seitenwechsel durch Ivo Ilicevic ging noch deutlich vorbei (50.). Vier Minuten später aber durften die mitgereisten HSV-Fans das 1:1 bejubeln, als Kvist den Ball nach einem schönen Angriff über Petric und Guerrero ins eigene Netz spitzelte.     

Wieder flankt Molinaro, wieder trifft Cacau 

Stuttgarts Cacau (r.) trifft gegen den HSV. © Fishing4 Fotograf: Fishing4 Detailansicht des Bildes Da ist es passiert: Stuttgarts Torschütze Cacau (r.) dreht nach seinem Treffer jubelnd ab. Insgesamt aber blieben die Stuttgarter das überlegene Team - und gingen prompt wieder in Führung. Christian Gentner zirkelte den Ball noch knapp vorbei (57.). Cacau aber hatte keine Mühe, die Kugel nach Flanke von Molinaro zum 2:1 über die Linie zu drücken (62.). Die Hamburger hatten sich im zentralen  Mittelfeld viel zu passiv verhalten, sodass Zdravko Kuzmanovic den Treffer mit einem Traumpass auf Molinaro einleiten konnte. Anschließend standen auch die Stuttgarter Spalier - als Hamburgs Robert Tesche mit dem Ball am Fuß in den Strafraum marschierte. Aber Ulreich war wieder zur Stelle und verhinderte den erneuten Ausgleich (70.). Das war wie ein Startsignal für die Hanseaten, die Stuttgart fortan unter Dauerdruck setzten. Aber der VfB-Keeper wurde zum Hamburger Schreckgespenst, parierte auch gegen Guerrero (75.) und Petric (78.) in Weltklasse-Manier. In der 87. Minute hatte Petric dann die letzte HSV-Chance, aber Ulreich war einfach nicht noch einmal zu überwinden.

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