Hannover 96: Auf und Ab für Traditionsclub
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Die Enttäuschung sitzt bei den Hannoveranern nach dem verschossenen Elfmeter tief.
Für Hannover 96 ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Mainz 05 Endstation gewesen. Nach einem über weite Strecken der regulären Spielzeit schwachen Auftritt der Elf von Trainer Mirko Slomka ging es in die Verlängerung. Und da waren keine drei Minuten gespielt, als der Mainzer Zdenek Pospech in aller Seelenruhe von der rechten Seite flanken konnte. In der Mitte ließ 96-Kapitän Steven Cherundolo den eingewechselten Andreas Ivanschitz laufen und der schloss per Dropkick platziert zum 1:0 ab. Der Treffer bedeutete das Aus für den Bundesliga-Vierten. Dabei hatte Didier Ya Konan in der Schlusssekunde noch die große Chance zum Ausgleich. Nach Foul von Malik Fathi an Lars Stindl gab es Elfmeter. Doch der Ivorer scheiterte am Mainzer Schlussmann Christian Wetklo. "Ich war platt, Didi ist zu mir gekommen und hat gesagt, dass er sich sicher fühlt", sagte der eigentliche Elfmeterschütze Mohammed Abdellaoue. "Es ist bitter, dass er verschossen hat, aber er wird gestärkt aus dieser Situation hervorgehen."
Hannovers Konstantin Rausch (M.) und Eric-Maxim Choupo-Moting kämpfen um den Ball.
Obwohl es bereits das vierte Spiel binnen zehn Tagen für die Niedersachsen war, verzichtete Slomka im Vergleich zum 2:1 (1:0)-Sieg gegen die Bayern auf Rotation. Lediglich Konstantin Rausch kam für Christian Schulz. Aber die Hannoveraner wirkten nicht frisch. In der ersten Halbzeit gaben sie gerade einmal zwei Torschüsse ab. Jan Schlaudraff und Lars Stindl prüften Wetklo aber nicht ernsthaft (22.). In einer ganz schwachen Partie gehörten die guten Torchancen den Mainzern, die zumindest ab und an Nadelstiche setzten. Eric-Maxim Choupo-Moting (ehemals Hamburger SV) spielte Yunus Malli am Fünfmeterraum frei. Der Startelf-Debütant zeigte allerdings Nerven - Torhüter Ron-Robert Zieler hatte keine Probleme (8.). Malli setzte wenig später Marco Caligiuri schön in Szene. Der Mittelfeldspieler ließ Christian Pander aussteigen und schlenzte an Zieler aber auch knapp am langen Eck vorbei (24.). Nach einer Ecke von Malli kam Jan Kirchhoff zum Kopfball, verfehlte das Tor aber auch (41.).
Tore: 0:1 Ivanschitz (98.)
Bes. Vork.: Ya Konan scheitert mit Foulelfmeter an Wetklo (120.+3)
Zuschauer: 30.000
Hannover: Zieler - Cherundolo, Haggui, Pogatetz, Pander - Schmiedebach (46. Stoppelkamp), Pinto - Stindl, Rausch (100. Schulz) - Schlaudraff (70. Ya Konan), Abdellaoue
Mainz: Wetklo - Pospech, Bungert, Noveski, Fathi - Kirchhoff - Caligiuri (72. Risse), Soto - Malli (104. Baumgartlinger) - Ujah (76. Ivanschitz), Choupo-Moting
Wenig überraschend reagierte Slomka nach der Pause und brachte für Manuel Schmiedebach Moritz Stoppelkamp, der in der ersten Runde beim 6:0 in Wismar einen Doppelpack geschnürt hatte. Und plötzlich war Leben im Spiel - es ging hin und her. Nach einem Fehler von Karim Haggui verfehlte Anthony Ujah das 96-Tor nur knapp (48.). Zieler hatte Glück gegen Choupo-Moting, der am Schlussmann schon vorbei war, aber stolperte (57.). Auf der anderen Seite traf Stoppelkamp freistehend im Mainzer Strafraum den Ball nicht richtig (50.). Auch Abdellaoues Abschluss war nicht optimal (58.). Sehr wuchtig war dafür der Schuss von Lars Stindl, doch Wetklo konnte parieren (62.). Beim Latten-Knaller von Christian Pander wäre der Keeper aber machtlos gewesen (69.). Danach verfielen die Teams wieder in die Lethargie der ersten Hälfte - und es ging in die Verlängerung. Doch auch in den 30 Extra-Minuten enttäuschten die Hannoveraner, selbst ein Elfmeter half ihnen nicht. Die gesamte Partie zum Nachlesen im NDR Live-Ticker.