Fußball-Tippspiel: Kommende Saison geht's weiter!
Der NDR sucht in der Saison 2012/13 wieder den Fußball-Experten im Norden. mehr
Gunnar Hitscher (l.), Denis Kovacevic (2.v.r.) und Simon-Reza Yücel kämpften verbissen, konnte die deutliche Niederlage für den ETV aber nicht verhindern.
Für den Hamburger Sechstligisten Eimsbütteler TV (ETV) war die Herkules-Aufgabe in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals ein paar Nummern zu groß: Der Landesligist unterlag am Sonntagnachmittag dem Zweitligisten Greuther Fürth klar und deutlich mit 0:10 (0:3). Unzufriedene Gesichter gab es bei den Hamburgern aber nicht. "Wir haben gut gekämpft und eine gute Leistung abgeliefert. Ich fand es klasse, wie sich die ganze Mannschaft reingehängt hat", sagte Trainer Harald Wenzig nach dem Schlusspfiff. Eimsbüttel, das sich durch den Hamburger Pokalgewinn am 1. Juni gegen Vorwärts-Wacker Billstedt zum ersten Mal für den DFB-Pokal qualifiziert hatte, trat mit einer verstärkten A-Jugend an. Grund dafür: Die eigentlichen Pokalhelden und ihr Trainer waren nach einem Streit um die Verteilung der Pokaleinnahmen aus dem Verein ausgetreten.
Tore: 0:1 Mavraj (17.), 0:2 Sararer (19.), 0:3 Sararer (25.), 0:4 Tyrala (54.), 0:5 Nehrig (66./Foulelfmeter), 0:6 Tyrala (70.), 0:7 Sararer (76.), 0:8 Nöthe (80.), 0:9 Sararer (85.), 0:10 Rahn (88.)
Zuschauer: 2.086
Eimsbüttel: Struckmann - Rosmanith, Hitscher, Novotny, Hanstein - Ceesay (72. Umurhan), Kovacevic - Bartold, Wenzing (82. Steinwärder), Yücel (39. Osmanov) - Kilic
Greuther Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal (46. Rahn) - Fürstner, Prib - Klaus (60. Pektürk), Tyrala - Sararer, Occean (65. Nöthe)
In der Anfangsviertelstunde leistete das neuformierte ETV-Team, in dem mit Gunnar Hitscher nur einer der Pokalhelden aus dem Frühjahr stand, dem Favoriten aus Franken erfolgreich Widerstand. Mittelfeldspieler Sascha Bartold hatte in der sechsten Minute sogar die erste Torchance des Spiels, er drosch einen Freistoß vom linken Strafraumeck aber in die Gäste-Mauer. Danach wurde der Unterschied zwischen einem Zweit- und einem Landesligisten dann mehr und mehr deutlich. Das 1:0 für die Gäste durch Mergim Mavraj (17.) fiel nach einem Eckball, bei den beiden ersten Treffern von Sercan Sararer (19., 25.) kombinierte Greuther Fürth dann mühelos im gegnerischen Strafraum.
ETV-Torhüter Jonas Struckmann (M.) verhinderte mit mehreren guten Paraden weitere Gegentreffer für sein Team.
Nach dem Seitenwechsel schwanden bei den jungen Eimsbüttelern gegen einen der Aufstiegsaspiranten der Zweiten Liga dann die Kräfte immer mehr. Und so hatten Sebastian Tyrala (54., 70.), Bernd Nehrig vom Elfmeterpunkt (66.), Sararer mit seinen Treffern drei und vier (76., 85.), Christopher Nöthe (80.) und Christian Rahn (88.) keine Mühe, das Ergebnis noch ordentlich in die Höhe zu schrauben. Kurz vor Schluss hatte Ahmed Osmanov die Chance zum Ehrentreffer, doch sein Abschluss mit der Hacke verfehlte das Tor der Gäste knapp. Alles in allem dürften die Eimsbütteler aber froh gewesen sein, als das Spiel endlich vorbei war - auch wenn das Ziel, eine zweistellige Niederlage zu verhindern, nicht erreicht wurde. "Das ärgert mich nicht. Ob einstellig oder zweistellig, das ist doch egal", bilanzierte Kapitän und Torhüter Jonas Struckmann den einzigartigen Pokalauftritt seiner Mannschaft.