Eintracht Braunschweig: Fast vergessene Erfolge
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Münchner Spieler jubeln und Braunschweiger Spieler sind enttäuscht.
Der Traum von der Sensation war für die Fußball-Profis von Eintracht Braunschweig bereits nach 45 Minuten geplatzt. Zu souverän der große Favorit FC Bayern München, zu ungefährlich der Außenseiter aus Niedersachsen: So gelang dem Bundesligisten am Montagabend in der ersten Runde des Wettbewerbs um den DFB-Pokal schon in der ersten Halbzeit mit zwei Treffern die Vorentscheidung. Am Ende setzte sich der Champions-League-Teilnehmer gegen den Zweitliga-Aufsteiger mit 3:0 (2:0) durch und musste dabei nicht einmal an die Leistungsgrenze gehen. "Wir brauchen da nicht groß drumherum reden: Wir haben heute die Grenzen aufgezeigt bekommen. Die Bayern waren mindestens eine Klasse besser als wir", sagte Eintracht-Kapitän Dennis Kruppke.
Braunschweig: Petkovic - Bohl (73. Kessel), Henn, Correia, Reichel - Theuerkauf - Zimmermann (70. Fetsch), Kruppke, Vrancic (61. Pfitzner), Boland - Kumbela
Bayern: Neuer - Rafinha, Boateng (90.+1 van Buyten), Badstuber, Lahm - Schweinsteiger, Luiz Gustavo - Thomas Müller, Kroos (88. Pranjic), Alaba (81. Timoschtschuk) - Gomez
Tore: 0:1 Gomez (9., Foulelfmeter), 0:2 Schweinsteiger (39., Foulelfmeter), 0:3 Thomas Müller (83.)
Zuschauer: 23.645 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Auch ohne ihre Stamm-Flügelzange Arjen Robben und Franck Ribery (beide verletzt) hatten die Münchner das Geschehen jederzeit im Griff. Und Braunschweig? Im Mittelfeld zu harmlos, im eigenen Strafraum zweimal zu bissig gegen Bayerns Thomas Müller: So gingen die "Löwen" im ersten Durchgang vor - und verursachten gleich zwei Foulelfmeter. Zunächst ging der Nationalspieler nach einem Duell mit Ken Reichel zu Boden, Mario Gomez verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:0 (9.). Dann ging Boland ungestüm zu Werke, wieder deutete Schiedsrichter Felix Zwayer zum Punkt und diesmal schob Bastian Schweinsteiger den Ball ins Eintracht-Tor (39.).
Münchens Mario Gomez beim Elfmeter gegen Braunschweigs Marjan Petkovic.
Die Gastgeber waren bemüht, fanden aber nie richtig Zugang zur Partie. Die Rolle des tief stehenden, auf Konter lauernden Außenseiters schien den in Ligaspielen meist dominanten Eintracht-Kickern nicht zu liegen. Es gelang ihnen aber auch nicht, die Räume eng zu machen und das Bayern-Kombinationsspiel entscheidend zu stören. So generierten die Niedersachsen kaum eigene Chancen. Nur einmal wurde es gefährlich vor dem Kasten von Manuel Neuer, als Braunschweigs Kruppke nach Freistoß-Flanke von Nico Zimmermann knapp vorbeiköpfte (27.).
Nach dem Seitenwechsel schalteten die Süddeutschen einen Gang herunter und verwalteten den Vorsprung souverän. Die Braunschweiger erarbeiteten sich einige Standardsituationen, brachten ihre Kontrahenten aber nicht ernsthaft in Bedrängnis. Da konnten die Eintracht-Fans unter den 23.645 Zuschauern noch so viel Stimmung machen und ihr Team aufopferungsvoll anfeuern, die Bayern blieben cool, spielten die Zeit herunter und erzielten in der Schlussphase sogar noch einen Treffer durch Müller (83.).