DFB-Pokal im Norden
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Attraktives Los für Schwarz-Weiß Rehden: Die Bayern kommen.
Jubel in Niedersachsen: In Schwarz-Weiß Rehden und dem SV Wilhelmshaven haben zwei unterklassige Clubs das große Los gezogen. Der 1.850-Einwohner-Ort Rehden empfängt in der ersten Runde des DFB-Pokals (2. bis 5. August) den Titelverteidiger und Rekordpokalsieger FC Bayern München, der SVW spielt gegen Borussia Dortmund. Das ergab die Auslosung am Sonnabend durch "Losfee" Nia Künzer.
Kurz nach der Ziehung brach die Homepage des BSV SW Rehden, der ebenso wie Wilhelmshaven in der Regionalliga Nord spielt, zusammen. Rehdens Trainer erfuhr von dem Traumlos im Kroatien-Urlaub: "Alle wollten Bayern haben, und jetzt haben wir sie bekommen. Das wird ein Riesending", freute sich Predrag Uzela, "wir werden sehen, wie hoch wir das Spiel gewinnen." Für das lukrative Duell erwägt der BSV nach Osnabrück auszuweichen. Euphorie herrschte auch beim SV Wilhelmshaven: "Das ist für uns das absolute Hammer-Los und für Wilhelmshaven ein Großereignis", erklärte der Vereinsvorsitzende Hans Herrnberger.
Die Spieler der TSG Neustrelitz mit dem Landespokal.
Auch Regionalligist TSG Neustrelitz, der im Landespokalfinale von Mecklenburg-Vorpommern Hansa Rostock ausgeschaltet hatte, misst sich mit einem Bundesligisten: Europapokalteilnehmer SC Freiburg kommt zu den Norddeutschen."Das ist ein Super-Los. Wir hatten uns einen Bundesligisten gewünscht und nun haben wir einen", sagte Mittelfeldspieler Tony Fuchs. Ebenfalls einen Erstligisten hat der SV Aumund-Vegesack aus der Bremen-Liga zu Gast: Der Fünftligist spielt gegen die TSG Hoffenheim. Hamburgs Pokalsieger SC Victoria muss gegen Hannover 96 ran. 96-Coach Mirko Slomka erklärte: "Zunächst einmal freut es mich für unsere Fans, die uns ohne großen Reiseaufwand nach Hamburg begleiten können. Wir müssen und werden die Aufgabe lösen und weiterkommen." Regionalligist VfR Neumünster spielt gegen Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC. Die Berliner scheiterten vor einem Jahr in Worms ebenfalls bei einem Regionalligisten: "Nach unserer Blamage im vergangenen Jahr haben wir diesmal im Pokal ja was gutzumachen. Neumünster müssen wir schlagen und dann sehen wir weiter", sagte Hertha-Kapitän Peter Niemeyer.
Ein schweres Los erwischte Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig. Das Team von Trainer Torsten Lieberknecht muss beim Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld antreten. Auch Zweitligist FC St. Pauli steht im Auswärtsspiel bei Preußen Münster ebensowenig vor einer leichten Aufgabe wie Ex-Meister VfL Wolfsburg, der beim Karlsruher SC antreten muss. Der Zweitliga-Aufsteiger hatte in der vergangenen Saison den Hamburger SV ausgeschaltet. Diesmal reisen die Hanseaten nach Thüringen zum SV Schott Jena aus der Fünften Liga, Werder Bremen ist zu Gast beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken. "Dort wird das Stadion richtig voll sein. Das wird nicht einfach", erklärte Werder-Coach Robin Dutt. Der VfL Osnabrück muss sich noch gedulden, ehe sein Gegner feststeht. Die Niedersachsen spielen entweder gegen den MSV Duisburg oder Erzgebirge Aue. Die Entscheidung ist wegen der ungeklärten Lizenzfrage für den MSV noch offen. Steigen die Westdeutschen wegen der Verweigerung der Lizenz aus der Zweiten Liga ab, spielt Osnabrück im Pokal gegen Aue.