Im DFB-Pokal-Finale der Frauen in Köln trifft der VfL Wolfsburg auf den 1. FFC Turbine Potsdam. Die Anhänger der Wolfsburgerinnen sind optimistisch und jubeln bereits vor dem Anpfiff ihrer Elf zu.
Die bilden vor Beginn einen Kreis und stellen sich auf die wichtige Begegnung ein.
Die Mannschaften stellen sich auf, die Nationalhymne erklingt und der DFB-Pokal wird von drei Damen präsentiert. Es ist angerichtet.
Flugs posiert die Startelf noch für die Fotografen. Dann kann es endlich losgehen. Der VfL peilt den zweiten Titel nach der Meisterschaft an.
Auf dem Platz geht es zur Sache: Wolfsburgs Josephine Henning (M.) beim Zweikampf mit Potsdams Genoveva Anonma (2.v.l.).
Nach einem verheißungsvollen Beginn verflacht die Partie zusehends. Spielerische Glanzlichter sind eher Mangelware - stattdessen reiben sich Martina Müller (l.) und Co. in Zweikämpfen auf.
Als sich alles schon auf ein Remis zur Pause einstellt, kommt Müller (Nr. 25) nach einem Hacken-Zuspiel von Conny Pohlers (M.) frei zum Schuss und trifft in der 45. Minute zum 1:0 für Wolfsburg.
Die Freude bei den Grün-Weißen ist groß - die "Wölfinnen" sind auf Kurs.
Die Anfangsphase der zweiten Hälfte verspricht mehr Einsatz und spielerische Leckerbissen. Beide Mannschaften scheinen sich in der Kabine noch einmal neu motiviert zu haben.
Die Niedersachsen erzwingen in der 52. Minute den zweiten Treffer durch Müller (M., hinten), die am langen Pfosten an den Ball kommt und das Spielgerät unter die Latte hämmert.
Der Jubel ist groß, die Stimmung ausgelassen.
Nur drei Minuten später legt Routinier Conny Pohlers nach und erhöht auf 3:0 für den VfL.
Doch wer glaubt, dass sich Turbine nun kampflos ergibt, hat sich geirrt. Die Brandenburgerinnen um Natasa Andonova (r.) legen alles in die Zweikämpfe und kommen tatsächlich zurück ins Spiel.
In der 59. Minute erzielt Potsdam das 1:3, um nur drei Minuten später auf 2:3 zu verkürzen. Turbine-Trainer Bernd Schröder fiebert an der Seitenlinie mit und versucht auf seine Spielerinnen einzuwirken.
Doch es reicht nicht mehr. Wolfsburg gewinnt am Ende 3:2 und VfL-Coach Ralf Kellermann (2.v.l.) jubelt nach dem Schlusspfiff mit seinem Trainerteam.
Bei den Spielerinnen brechen alle Dämme, die Freude ist grenzenlos. Des einen Freud, ...
.. ist des anderen Leid.
Die Niedersächsinnen dürfen nach der Meisterschaft nun auch den Gewinn des DFB-Pokals feiern. Spielführerin Nadine Keßler (M.) bekommt den Pokal von Bundespräsident Joachim Gauck (l.) überreicht ...
... und stemmt im Anschluss die Trophäe in die Höhe. Damit ist das Double perfekt. Der nächste Titel soll in der Champions League folgen.
Während sich Potsdams Tabea Kemme vor Enttäuschung unter ihrem Trikot versteckt, ...
... folgt für die Grün-Weißen das Siegerfoto. Die Party kann beginnen.