Stand: 22.08.2015 09:45 Uhr

Osnabrücker Feuerzeugwerfer von Polizei gefunden

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Schiedrichter Petersen (r.) im Osnabrücker Stadion von einem Feuerzeug am Kopf getroffen.

Elf Tage nach dem das DFB-Pokalspiel zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig wegen eines Feuerzeugwurfs aus dem Osnabrücker Fanblock abgebrochen wurde, ist der Werfer von der Polizei ermittelt worden. Der Mann sei zwischen 18 und 21 Jahre alt und komme aus dem Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen, sagte am Freitag ein Sprecher der Osnabrücker Polizei NDR.de. Der Mann habe die Tat gegenüber der Staatsanwaltschaft bereits eingeräumt. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Unter Umständen könnten auf den jungen Mann auch Forderungen von Vereinsseite zukommen. Dem VfL entgehen durch das Ausscheiden Prämien und Gelder, die der Verein bei einem möglichen Zweitrundenspiel hätte einnehmen können.

Niederlage am grünen Tisch

Der VfL, der zum Zeitpunkt 1:0 gegen die Leipziger Elf führte, wurde anschließend am grünen Tisch aus dem Vereinspokal ausgeschlossen. Der DFB wertete das Spiel später als 2:0 für RB Leipzig. Der jetzt ermittelte mutmaßliche Täter hatte mit dem Feuerzeug Schiedsrichter Martin Petersen am Kopf getroffen.

Weitere Konsequenzen für Verein weiter offen

Offen ist noch, ob der Feuerzeugwurf weitere Konsequenzen für den Drittligisten hat. Möglich sind weiterhin Geldstrafen oder Zuschauer-Teilausschluss. Der VfL will sich morgen im ersten Heimspiel seit dem Pokal-Aus mit einer T-Shirt-Aktion gegen Gewalt und Diskriminierung positionieren. Auch der Fanclub-Dachverband distanzierte sich am Freitag in einem offenen Brief von "Vorkommnissen, die zum Spielabbruch geführt haben". Das Beweisstück, ein kleines, rotes Feuerzeug, war bereits direkt nach dem Spielabbruch sichergestellt worden.

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Mit einem T-Shirt will der VfL Osnabrück ein Zeichen gegen Gewalt und Diskriminierung setzen.
Aktion gegen Gewalt und Diskriminierung

Das Spiel gegen Hansa Rostock am Sonnabend begleitet der VfL Osnabrück mit einer T-Shirt-Aktion: Der Verein hat das T-Shirt als Zeichen gegen jegliche Form von Gewalt und Diskriminierung entworfen. Die Fans können es für knapp 9 Euro vor dem Spiel kaufen - im Fanshop am Stadion oder im Fanmobil vor der Ostkurve. Jeder Käufer zeige Haltung, so ein Vereinssprecher. Mit dem Erlös aus der Aktion sollen bei dem abgebrochene Pokalspiel entstandene Schäden am Stadion gedeckt werden.

Abbruch statt Triumph: Osnabrücks bitterer Abend

Dieses Thema im Programm:

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