Stand: 01.02.2016 18:25 Uhr

Hansa verurteilt Fan-Aktion mit Gummi-Puppe

Fußball-Drittligist Hansa Rostock hat eine Aktion seiner Fans am Wochenende im Drittliga-Spiel gegen den VfL Osnabrück (0:0) verurteilt. Anhänger des Vereins hatten auf der Südtribüne eine als Polizist gekleidete Gummipuppe mit einem Strick um den Hals aufgehängt. "Mit solchen Aktionen werden klar Grenzen überschritten", sagte Hansas Vorstandsvorsitzender Markus Kompp.

Vorstandsboss Kompp: Schaden für den Verein

"Der FC Hansa Rostock möchte sich bei allen entschuldigen, die sich durch diese geschmacklose Aktion verletzt fühlen und beleidigt wurden", so Kompp weiter. Auch wenn es die Tat einzelner gewesen sei, tue dies dem Ansehen des Gesamtvereins nicht gut, hieß es in einer Pressemitteilung des Vereins. Sicherheitsbeauftragte des Clubs hatten umgehend dafür gesorgt, dass die Puppe durch die Fans im Block entfernt wurde.

Innenminister empört über "weichgespülte Pressemitteilung"

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) zeigte sich über die Aktion und die Reaktion der Clubführung empört. Die Pressemitteilung des FC Hansa sei "weichgespült und mehrfach durch die Waschmaschine geschoben". Der DFB werde sicherlich reagieren, so Caffier. Die Täter hätten mit dieser Aktion einen Flurschaden angerichtet - für die Polizisten und für den Verein.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 01.02.2016 | 18:30 Uhr

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