Werder Bremen: Erfolg durch Kontinuität
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Werders Claudio Pizarro (M.) rieb sich in vielen Zweikämpfen auf.
Werder Bremen hat am Sonnabend in der Bundesliga den ersten Heimsieg im Jahr 2012 verpasst. Trotz 1:0-Führung reichte es für die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf am 19. Spieltag im Verfolgerduell gegen Bayer Leverkusen am Ende nur zu einem 1:1-Unentschieden. Die Rückrundenbilanz der Hanseaten ist nach dem 0:0 in Kaiserslautern am vergangenen Wochenende weiterhin mager. "Wir haben gut gekämpft und hatten unsere Chancen. Wir müssen nach vorne blicken. Es war mein erstes Spiel und ich habe mich sehr gefreut", meinte Florian Hartherz dennoch. Werder verpasste die Chance, an die vorderen Tabellenplätze heranzukommen, hielt allerdings dank des Remis' Leverkusen auf Distanz und verteidigte Rang fünf. "Ich bin sehr zufrieden. Das war ein tolles Spiel mit einem unheimlichen Tempo. Es war alles dabei, was den Fußball spannend, interessant und liebenswert macht. Großes Kompliment an meine Mannschaft", sagte Schaaf.
Tore: 1:0 Pizarro (29.), 1:1 Reinartz (57.)
Zuschauer: 40.060
Bremen: Wiese - Fritz, Sokratis, Affolter, Hartherz - Bargfrede - Ignjovski, Trybull (77. Wesley) - Ekici (63. Füllkrug) - Pizarro, Rosenberg
Leverkusen: Leno - Da Costa (46. Derdiyok), Schwaab, M. Friedrich, Kadlec - Reinartz, L. Bender - Castro, Rolfes, Schürrle - Kießling
Noch ohne Neuzugang Zlatko Junuzovic, aber dafür mit den Debütanten Hartherz und Francois Affolter stellte der Coach eine sehr junge Werder-Elf auf - knapp 24 Jahre im Schnitt. Die Hausherren taten sich jedoch zunächst im Spielaufbau schwer, bestimmend waren die Gäste. André Schürrle prüfte Bremen-Torhüter Tim Wiese mit einem Distanzschuss (11.). Die erste große Torchance gab es aber erst in der 20. Minute. Wiese parierte allerdings auch gegen Stefan Reinartz sicher. Praktisch im direkten Gegenzug meldete sich dann Werder erstmals zu Wort. Aleksandar Ignjovski spielte einen langen Flugball auf Claudio Pizarro. Der Top-Stürmer schoss aber knapp vorbei. Neun Minuten später war es dann soweit: Der Ex-Rostocker Tom Trybull flankte butterweich auf Pizarro und diesmal traf der Peruaner zum 1:0 (29.). Sturmpartner Markus Rosenberg hatte sogar noch zweimal das zweite Tor auf dem Fuß, aber erst klärte Michal Kadlec im letzten Moment (38.), dann Daniel Schwaab kurz vor der Torlinie (45.).
Werder-Torhüter Tim Wiese (l.) sah beim 1:1 gar nicht gut aus.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Leverkusen den Druck. Coach Robin Dutt brachte in Eren Derdiyok einen weiteren Stürmer. Doch mehr als ein paar Standardsituationen, die die Gäste nicht nutzten, ließen die Bremer nicht zu. Die Hausherren wussten sich allerdings mehrmals nur mit Fouls zu helfen, so auch als Rosenberg Lars Bender rüde erwischte und Gelb sah (52.). Eine Kadlec-Ecke war es schließlich, die zum Ausgleich führte. Reinartz kam vor dem unmotiviert herausstürmenden Wiese mit dem Kopf an den Ball - und der landete im Netz (57.). Wiese verhinderte danach das 1:2, als er gegen Derdiyok stark hielt (69.)
Das Bremer Offensivspiel war derweil nahezu vollkommen zum Erliegen gekommen. Daran änderte auch die Einwechslung des nächsten Debütanten auf Seiten der Hanseaten nichts. Niclas Füllkrug kam als nominell dritter Stürmer, war engagiert, konnte aber nichts bewegen. Auch der zuletzt ausgebootete Wesley kam noch zum Zug. Chancen hatte aber weiter nur Leverkusen. Nach einer Kadlec-Hereingabe kam am langen Pfosten Derdiyok frei zum Abschluss, der Ball landete im Außennetz (78.). Schürrles Schuss wenig später stellte Wiese vor keine Probleme (81.). Und plötzlich hatte Rosenberg die erneute Führung auf dem Fuß. Nach Hartherz-Pass scheiterte der Schwede am Pfosten (82.). Drei Minuten später zog Hartherz selbst ab, doch Torhüter Bernd Leno klärte zur Ecke. Das war es dann aber. Zu allem Überfluss holte sich Philipp Bargfrede in der Nachspielzeit auch noch seine fünfte Gelbe Karte ab und fehlt in Freiburg gelb-gesperrt.