Werder Bremen: Erfolg durch Kontinuität
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Zeigte eine ganz starke Leistung: Bremens Abwehrchef Nadlo (l.).
Vor der Partie gegen den VfB Stuttgart am Sonntag gab es beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen nur ein Thema: Claudio Pizarro. Um die Knieverletzung des Torjägers und Ausnahmekönners hatte es einige Wirrungen gegeben. Der Peruaner sprach vom Vorrundenende, Trainer Thomas Schaaf hatte bis zum Wochenende noch auf einen Einsatz gehofft. Dank Aaron Hunt und Naldo, der einen Freistoß mit Urgewalt versenkte, feierte Werder einen ungefährdeten 2:0 (0:0)-Sieg. Pizarro, der die Treffer im schicken Rentier-Pullover auf der Tribüne bejubelte, war danach nur noch eine Randnotiz. Die Hanseaten verbesserten sich durch den achten Saisonsieg auf den vierten Tabellenplatz. "Wir standen sehr sicher, haben nichts zugelassen", meinte Schaaf. "Für Naldo hat es mich gefreut." Der Abwehr-Chef hatte unter der Woche mit einer Bronchitis flachgelegen.
Tore: 1:0 Hunt (57.), 2:0 Naldo (67.)
Zuschauer: 40.000
Werder Bremen: Wiese - Ignjovski, Wolf, Naldo, Schmitz - Bargfrede - Fritz, Hunt - Marin (79. Ekici) - Arnautovic (88. Trinks), Rosenberg (75. Wagner)
VfB Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz, Tasci, Maza, Molinaro - Kvist, Kuzmanovic (46. Gentner) - Harnik, Hajnal, Okazaki (61. Gebhart) - Pogrebnyak (61. Cacau)
Schaaf hatte sein Team im Vergleich zur 0:5-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach kräftig durcheinander gewirbelt. Naldo, Lukas Schmitz, Marko Marin und Markus Rosenberg kamen für den gesperrten Sokratis sowie Sebastian Prödl, Mehmet Ekici und Pizarro. Zunächst tat sich auf dem Platz allerdings wenig. Beide Teams waren vor allem um Ballkontrolle bemüht, was dem Spielfluss nicht guttat. Wie aus dem Nichts wären die Bremer dann um ein Haar in Führung gegangen. Marko Arnautovic ließ einen Pass von Innenverteidiger Andreas Wolf gekonnt durch die Beine laufen und sein Sturmpartner Rosenberg war frei durch. Der Schwede scheiterte aber an VfB-Keeper Sven Ulreich (15.). Sieben Minuten später lief Arnautovic selbst allein aufs Tor zu, doch auch er fand seinen Meister in Ulreich. Genauso nach einem starken Dribbling (26.).
Vom VfB kam hingegen erstaunlich wenig. Seine Ballkontakte in der ersten halben Stunde konnte VfB-Stürmer Pavel Pogrebnyak an einer Hand abzählen. Werders Torhüter Tim Wiese musste in der 40. Minute erstmals eingreifen. Der Schuss von Tamas Hajnal ging aber genau auf Mann. Strecken musste sich der Nationalkeeper aber bei einem Kopfball von Serdar Tasci nach einer Ecke - Wiese parierte stark (41.).
Werder-Kapitän Clemens Fritz (oben) macht Bekanntschaft mit Khalid Boulahrouz.
Die Stuttgarter begannen nach der Pause druckvoll. Der Ex-Bremer Martin Harnik verpasste eine Flanke von Cristian Molinaro denkbar knapp, Shinji Okazaki war zu überrascht, um das Tor von Wiese in Gefahr zu bringen (53.). Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Kapitän Clemens Fritz setzte Hunt ein. Der ehemalige Nationalspieler setzte sich mit Glück gegen VfB-Verteidiger Khalid Boulahrouz durch und schob zum 1:0 ein (57.). VfB-Trainer Bruno Labbadia reagierte und wechselte unter anderem Cacau ein. Doch erneut schlug der Ball hinter Ulreich ein: Von der Strafraumgrenze jagte Naldo einen Freistoß zum 2:0 unter die Latte (67.). Stuttgarts Antwort war ebenso kläglich wie die 70 Minuten zuvor: Der Kopfball von Joker Timo Gebhart war nicht mehr als eine Rückgabe (73.). In der Folge wurde der VfB zumindest nach Standards gefährlich: Boulahrouz (76.) und Christian Gentner (82.) köpften aber vorbei. Auch Werders Sandro Wagner traf das Tor nicht - obwohl er einen Meter davor stand (81.). Den Sieg hielt schließlich Wiese in der Schlussminute fest, mit einer guten Parade beim Gentner-Schuss.