Als knallharten Abwehrspieler haben viele Fans Holger Stanislawski in Erinnerung. Die Bilanz: 80 Bundesligaeinsätze.
Holger Stanislawski kommt im Jahr 1993 von Concordia Hamburg zum FC St. Pauli. Für den Kiezclub läuft er in diversen Ligen 260 Mal auf und erzielt dabei 18 Tore.
Noch mit vollerem Haupthaar und Ohrring: Holger Stanislawski im Jahr 1994.
Mit dem FC St. Pauli steigt der Abwehrrecke 1995 in die Bundesliga auf, was er mit Bernd Hollerbach, Leonardo Manzi und Andreas Mayer (v.l.) angemessen feiert.
Als kompromissloser Verteidiger gefürchtet: Holger Stanislawski (hinten) im Zweikampf mit Karl-Heinz Riedle.
Mit seinem Abwehrkollegen und späteren Co-Trainer Andre Trulsen (r.) lernt Stanislawski die Vorzüge des Strandfußballs kennen.
Größte sportliche Überraschung als Spieler: Holger Stanislawski steigt 2001 mit dem FC St. Pauli in die Bundesliga auf. Das wird nach dem 2:1 in Nürnberg mit Trainer Dietmar Demuth (M.) und Mitspieler Nico Patschinski (l.) gebührend gefeiert.
Hamburger Derbys in der Bundesliga gehören zu den Höhepunkten von Stanislawskis Karriere. Hier lässt er sich vom HSV-Spieler Roy Präger wieder aufhelfen.
Holger Stanislawski ist kein Kind von Traurigkeit und hat einen hohen Gerechtigkeitssinn. Das lässt er während des Spiels auch gerne mal Gegenspieler spüren.
Verletzungsbedingt beendet Stanislawski 2004 seine Karriere. Der gelernte Masseur schult um zum Sportmanager und macht einen Abschluss als Sportfachwirt. Er wird Sportlicher Leiter beim FC St. Pauli und ab 20. November 2006 auch Trainer.
Beim Abschiedsspiel für die beiden Vereinslegenden 2005 feiern St.-Pauli-Fans Holger Stanislawski und André Trulsen.
Als Cheftrainer gelingt ihm der Aufstieg in die Zweite Liga. Er besitzt jedoch keine Trainerlizenz. Co-Trainer Andre Trulsen wird Chef, Stanislawski belegt während der Saison die nötigen Kurse beim DFB. Den Trainerlehrgang schließt er als Jahrgangsbester ab.
Leben mit den Fans: Holger Stanislawski mit der St.-Pauli-Mannschaft vor der Fan-Kneipe Jolly Roger.
Seit 1994 verheiratet: Holger Stanislawski mit seiner Frau Michelle.
Die Erfolgsstory geht weiter: Mit Trainer Holger Stanislawski steigt der FC St. Pauli 2010 pünktlich zum 100. Vereinsjubiläum in die Bundesliga auf.
Die Väter des Erfolges: Die braun-weißen Urgesteine und Holger Stanislawski und Andre Trulsen (r.) lassen ihrer Freude freien Lauf.
Zur Feier des Tages bekommt Holger Stanislawski eine Bierdusche,....
...ein feuchtes Vergnügen.
Eine Aufstiegs-Zigarre muss sein,...
...oder auch zwei.
Anerkennung von höchster Stelle: Hamburgs damaliger Erster Bürgermeister Ole von Beust, Holger Stanislawski und Sportchef Helmut Schulte (v.l.) beim Aufstiegsempfang im Rathaus.
Die Bundesliga-Saison 2010/2011 beginnt positiv. Holger Stanislawskis Team gewinnt zum Auftakt in Freiburg.
Der erste Heimsieg wird gegen den 1. FC Nürnberg gefeiert. Trainer Stanislawski freut sich mit dem Torschützen Marius Ebbers.
Der für die Fans wichtigste Sieg unter Trainer Stanislawski: Dank eines Treffers von Gerald Asamoah wird der Stadtrivale Hamburger SV mit 1:0 geschlagen.
Der Kult um den Trainer kennt keine Grenzen mehr. Eine "Stani-Partei" hätte bei den Bürgerschaftswahlen große Chancen gehabt.
Doch nach dem Derbysieg hagelt es Niederlagen für den Aufsteiger. Dazu eine dramatische Verletztenmisere, die nahezu die komplette Abwehr dezimiert - der Abstieg des FC St. Pauli ist nicht zu verhindern.
Tränenreicher Abgang nach 18 Jahren FC St. Pauli: Am 13. April 2011 erklärt Holger Stanislawski bei einer emotionalen Pressekonferenz,...
...dass seine Zeit beim Kiezclub endet. "Ich verliere ein Stück Familie", sagt Stanislawski sichtlich gerührt. Der Verein schenkt ihm zum Abschied eine Lebensdauerkarte und will seine frühere Rückennummer 21 nie wieder vergeben.
Vor dem letzten Heimspiel der Saison gegen Bayern München wird Stanislawski, der zum Bundesligisten 1899 Hoffenheim wechselt, von Verein und Fans verabschiedet. Als überflüssiges "Geschenk" setzt es dann ein 1:8-Debakel gegen den Rekordmeister. So hatte sich "Stani" den Abschied aus Hamburg sicher nicht vorgestellt.