Werder Bremen: Erfolg durch Kontinuität
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Rolle rückwärts: Naldo will nun doch in Bremen bleiben.
Werder Bremens Naldo hat der Historie der Wechsel-Theater im Profifußball ein weiteres winterliches Kapitel hinzugefügt. Am vergangenen Mittwoch hatte der Verteidiger des Fußball-Bundesligisten erklärt, die Hanseaten sofort verlassen zu wollen. Dem 29-Jährigen lag eine Offerte aus seiner Heimat von Internacional Porto Alegre vor. Vier Tage später vollzog Naldo eine beeindruckende 180-Grad-Drehung. "Ich bleibe bei Werder. Ich bin voll konzentriert und will mit Werder die Champions League erreichen", sagte der Innenverteidiger am Sonntag im Trainingslager der Bremer im türkischen Belek. Und als ob nichts gewesen wäre, kann sich der Brasilianer nun sogar eine vorzeitige Verlängerung seines bis 2013 laufenden Vertrages vorstellen. "Mein Berater kommt nächsten Monat nach Bremen", kündigte er an. "Ich bin hier sehr zufrieden, der Club ist zufrieden und meine Familie fühlt sich auch wohl."
Clubchef Klaus Allofs dürfte dafür momentan wohl kein offenes Ohr haben. Die Posse um Naldo hat ihn verärgert. Der brasilianische Club hatte Allofs durch einen Agenten ein nicht ernstzunehmendes Angebot unterbreitet, das im Bereich einer Millionen Euro lag. "Nur weil ich ein höflicher Mensch bin, habe ich ihn nicht aus dem Zimmer geschmissen", erklärte Allofs. Bereits am Sonnabend hatte Werders Manager ein Machtwort gesprochen: "Wir sind nicht in der Situation, dass wir Naldo abgeben wollen oder müssen. Selbst wenn sich ein Angebot in Dimensionen bewegt, die für uns interessant sind, heißt das nicht, dass wir ihn auch abgeben."
Naldo verlässt verletzt den Trainingsplatz in Belek.
Naldo hatte sich mit einem Wechsel in die Heimat angeblich bessere Chancen für eine Berücksichtigung im Kader der Selecao für die WM 2014 in Brasilien ausgerechnet. "Brasilien ist mein Land", hatte Naldo gesagt: "Man kann dort so viel Geld verdienen wie in Europa." Jetzt ist das Thema erledigt und fällt unter die Rubrik "Viel Lärm um nichts". Neben dem Wechsel-Theater gab es in Bezug auf Naldo aber auch gute Nachrichten für Werder. Die Außenbandreizung im linken Knie, die er sich gleich in der ersten Übungseinheit in Belek zugezogen hatte, entpuppte sich als nicht so schwerwiegend. "Da muss ich vorsichtig sein, es ist aber nichts Schlimmes", erklärte der Brasilianer, der im August nach 15-monatiger Pause ein Comeback gegeben hatte. Damals hatte ihn eine Verletzung am rechten Knie außer Gefecht gesetzt. "Ich habe daraus gelernt", versicherte Naldo, der noch in Belek wieder ins Mannschaftstraining einsteigen will.