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Hamburger SV erkämpft Punkt gegen die Bayern

von Bernd Schlüter, NDR.de

Hamburgs Jacopo Sala (M.) bejubelt einen Treffer gegen München. © dpa - Bildfunk Fotograf: Marcus Brandt Detailansicht des Bildes Hamburgs Jacopo Sala (M.) bejubelt seinen Treffer gegen München. Zum ersten Mal in der Saison 2011/12 hat der Hamburger SV gegen ein Spitzenteam der Fußball-Bundesliga gepunktet. Am Samstagabend erkämpften die Hanseaten zu Hause ein 1:1 (1:0) gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München. In einer abwechslungsreichen und dramatischen Partie waren die Gastgeber durch Jacopo Sala mit 1:0 in Führung gegangen (23.). Der Ex-Hamburger Ivica Olic sorgte schließlich für den verdienten Ausgleich (71.). Für Hamburg bedeutete der Punktgewinn einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die Bayern mussten hingegen die Tabellenführung an Borussia Dortmund abtreten. "Wir können zufrieden sein mit unserer Leistung, es war ein sehr hoher Laufaufwand für uns heute. Schade nur, dass wir das 1:0 nicht verteidigen konnten", sagte HSV-Routinier David Jarolim im Anschluss.

HSV zu Beginn das aktivere Team

Hamburg - FC Bayern 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Sala (23.), 1:1 Olic (71.)
Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)
Hamburg: Drobny - Diekmeier, Westermann, Rajkovic, Aogo - Rincón, Jarolim (90.+2 Tesche) - Sala (75. Ilicevic), Jansen - Guerrero, Petric (71. Son)
FC Bayern: Neuer - Timoschtschuk (61. Alaba), Boateng, Badstuber, Lahm - Schweinsteiger, Toni Kroos (64. Olic) - Robben, Thomas Müller, Ribéry - Gomez

Überraschender Weise igelten sich die Hamburger nach den Erfahrungen des 1:5 gegen Dortmund vor zwei Wochen nicht hinten ein. Stattdessen übernahmen sie zu Beginn der Partie die Initiative und setzten die Bayern gewaltig unter Druck, wenngleich Mladen Petric (4.) und Heiko Westermann (6.) gute Torchancen vergaben. Der Tabellenführer fand erst nach und nach in die Begegnung, dann aber sehr gefährlich: Mit einer Glanztat verhinderte HSV-Keeper Jaroslav Drobny bei Franck Riberys Schuss das 0:1 (14.). Nach der anschließenden Ecke war der Ball zwar im Netz, aber die Hamburger hatten Glück, dass Schiedsrichter Knut Kircher auf Foul von Mario Gomez gegen den Eigentorschützen Heiko Westermann entschied. Dennoch hatten die Bayern nun das Geschehen in die Hamburger Hälfte verlagert, aber auch Gomez brachte den Ball nicht im Kasten unter (20.).

Jacopo Sala trifft per Volleyschuss zur Führung

Hamburgs Paolo Guerrero (l.) im Kopfballduell mit Münchens Anatoli Timoschtschuk © dpa - Bildfunk Fotograf: Marcus Brandt Detailansicht des Bildes Hamburgs Paolo Guerrero (l.) im Kopfballduell mit Münchens Anatoli Timoschtschuk. Das rächte sich in der 23. Minute: Hamburgs Paolo Guerrero setzte Sala gekonnt in Szene und der 20 Jahre alte Italiener nutzte diese Gelegenheit per herrlichem Volleyschuss ins lange Eck - das 1:0 für den Außenseiter von der Elbe. Danach machten die Gastgeber noch weniger für die Offensive und überließen den Münchnern das Mittelfeld. Das aber konnte der Favorit kaum in Chancen ummünzen: Mehr als zwei Fernschüsse von Arjen Robben (30., 43.) erarbeiteten sie sich bis zur Pause nicht. Und auch nach Wiederanpfiff änderte sich zunächst nicht viel. Die Bayern machten das Spiel, Hamburg lauerte auf Konter. Tormöglichkeiten aber blieben bis zur 64. Minute aus, ehe HSV-Profi Marcell Jansen mit einem Linksschuss die spannende Schlussphase einläutete.

Hamburgs Keeper Drobny hält viel, aber nicht alles

Kurz darauf zog Ribery ab, Drobny hielt (66.). Dann parierte der Hamburger Schlussmann ganz stark gegen Thomas Müller (70.). Der dritte Versuch aber brachte schließlich den Ausgleich: Nach einer Ecke kullerte der Ball durch den Hamburger Fünfmeterraum, Ivica Olic stand am langen Pfosten und staubte zum 1:1 ab (71.). Und auch nach diesem Treffer ging es munter weiter: Robben schoss vorbei (72.), ehe der eingewechselte Heung Min Son auf der anderen Seite zwar Bayern-Keeper Manuel Neuer umkurvte, dann im Fallen aber nur das Außennetz traf (76.). Beide Teams wollten nun den Sieg, lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, der aber letztlich ohne einen weiteren Treffer blieb. HSV-Coach Thorsten Fink lobte seine Spieler für den engagierten Auftritt: "Wir haben das getan, was wir wollten: defensiv gut gestanden und nach vorne Akzente gesetzt. Natürlich hatte Bayern nach dem 1:0 mehr Spielanteile, aber wir hatten auch da noch die besseren Torchancen. Was mir sehr gefallen hat, war, dass die Mannschaft nach dem 1:1 wieder nach vorne gespielt hat und unbedingt gewinnen wollte."

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Die Hamburger Spieler feier mit Maskottchen Hermann. © dapd Fotograf: Axel Heimken
 
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Von Torwart Jaroslav Drobny über die fünf Chelsea-Neuzugänge bis hin zu Stürmer Mladen Petric: Das Aufgebot des Bundesligisten Hamburger SV in Bildern.

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