Vor der letzten Partie der Saison ist Thorsten Fink optimistisch: Mit einem Sieg gegen Bayer Leverkusen und mit der Hilfe der Konkurrenz kann der HSV das europäische Geschäft noch erreichen.
Auch die Fans auf den Rängen wollen ihren Teil zum "Unternehmen Europa" beitragen und sorgen für einen angemessenen Empfang der Akteure.
Die Gastgeber starten engagiert in die Partie und setzen den Tabellendritten unter Druck.
Doch Leverkusen hat mit der Anfangsoffensive der Hanseaten gerechnet und macht die Räume vor dem eigenen Tor dicht.
Die erste Chance zur Führung vergibt Raffael van der Vaart in der 15. Minute, ...
... vier Minuten später setzt Dennis Aogo den Ball per Kopf neben das Tor der Gäste aus dem Rheinland.
Weitere Torchancen ergeben sich nicht für die Hausherren. Bayer entwickelt zunehmend Zug zum Tor...
... und hat seine Möglichkeiten. Stefan Kießling (unten) zwingt René Adler kurz vor der Pause zu einer Glanzparade.
Nach dem Seitenwechsel schnürt Leverkusen den HSV weiter in der eigenen Hälfte ein. Fink versucht, von der Seitenlinie einzugreifen, doch die Akteure auf dem Feld können seine Anweisungen nicht umsetzen.
Stattdessen macht sich auch bei den Spielern Enttäuschung breit. Hier beschwert sich Petr Jiracek bei seinen Mitspielern.
In der Offensive ist Heung Min Son (l.) im zweiten Durchgang häufig auf sich allein gestellt. Den Gastgebern fehlt es an spielerischer Qualität und Durchsetzungsvermögen vor dem gegnerischen Tor.
Zehn Minuten vor dem Abpfiff gehen die Norddeutschen ein höheres Risiko. Lange Bälle werden zum Allheilmittel gegen die kompakte Werkself.
Doch der Führungstreffer fällt auf der anderen Seite. Kießling (r.) trifft in der letzten Minute zum 1:0 für Leverkusen und sichert sich mit seinem 25. Saisontreffer die Torjägerkanone.
Danach geht nichts mehr beim HSV, es bleibt beim 1:0 für die Gäste. Wieder reicht es nicht für die Europa League, wieder scheitert die Mannschaft an den hohen Erwartungen und beendet die Spielzeit 2012/2013 auf dem siebten Tabellenplatz.
Aufgrund der ausbleibenden Gelder aus den internationalen Töpfen ist die Zukunft von Leistungsträgern wie Son ungewiss. Die Sommerpause wird zeigen, ob Trainer Fink Manager Frank Arnesen in der Lage sind, eine schlagkräftige Mannschaft zusammen zu stellen.