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Uwe Seeler nach seinem Abschiedsspiel im Volksparkstadion 1972 © dpa
 

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HSV verliert Spiel und van der Vaart

von Matthias Heidrich, NDR.de

Hamburgs Maximilian Beister ist enttäuscht. © Fishing4 Detailansicht des Bildes Bedient: Der Ex-Düsseldorfer Maximilian Beister. Nach einer äußerst dürftigen Vorstellung hat der Hamburger SV am Freitag nicht nur sein Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf mit 0:2 (0:1) verloren, sondern muss in den kommenden Spielen auch auf Rafael van der Vaart verzichten, der mit Verdacht auf Muskelfaserriss bereits in der ersten Hälfte vom Platz ging. "Es fühlt sich an wie ein Faserriss. Es ist keine Verletzung, mit der man in einer Woche wieder spielen kann", sagte der 29-Jährige. Zudem droht den Hanseaten Ungemach durch den DFB. Denn als es losgehen sollte, ging erstmal gar nichts. Schiedsrichter Peter Gagelmann pfiff nicht an, weil vor dem HSV-Fanblock ein Transparent Feuer gefangen hatte, nachdem Hamburger Anhänger mehrere Bengalos gezündet hatten. Erst als ein Feuerwehrmann die Flammen gelöscht hatte, konnte es mit fünfminütiger Verspätung losgehen. Auf die Hamburger dürfte eine Strafe zukommen.

Van der Vaart: Geschundener und gefallener Engel

Hamburgs Rafael van der Vaart (vorne) bei Zweikampf mit Düsseldorfs Adam Bodzek © dpa - Bildfunk Fotograf: Jonas Güttler Detailansicht des Bildes HSV-Spielgestalter Rafael van der Vaart (vorne) geht verletzt zu Boden. Spielerische Armut - auf beiden Seiten. Das war es, was die Zuschauer in der ersten Hälfte geboten bekamen. Torchancen, die diese Bezeichnung auch verdienten, gab es lange nicht. Einziger Aufreger war eine Aktion des Düsseldorfer Keepers Fabian Giefer (21.), der von van der Vaart in der Luft angegangen wurde und sich am Boden angekommen mit einem Tritt gegen den Oberschenkel des Niederländers revanchierte. Glück für den Fortuna-Schlussmann, dass Schiedsrichter Gagelmann die Szene offenbar nicht gesehen hatte. Bitter für den HSV: Kurze Zeit später griff sich van der Vaart mit schmerzverzerrtem Gesicht eben an jene Stelle, brach seinen gerade angesetzten Sprint ab und musste ausgewechselt werden (32.). Tomas Rincon kam, der Hamburger Spielgestalter ging und ohne ihn sank das Niveau der Begegnung noch tiefer.

Son leitet 0:1 mit "Katastrophen-Rückpass" ein

Wenigstens über eine Standardsituation versprühte der HSV ein wenig Torgefahr: Dennis Aogos Freistoß fand Marcus Berg. Giefer wehrte genau vor die Füße von Michael Mancienne ab, der den Ball über die Torlinie drückte, doch der Hamburger Innenverteidiger stand zuvor im Abseits. Der Ex-Düsseldorfer Maximilian Beister (44.) scheiterte mit einem Versuch aus der Distanz nur knapp und bescherte den Gästen zumindest eine "Mini-Chance". Die Düsseldorfer zeigten sich in der Nachspielzeit dann überraschend abgeklärt. Mit der ersten Möglichkeit traf Robbie Kruse (45.+2) zum 1:0. Heung Min Son hatte zuvor einen "Katastrophen-Rückpass" in die Füße des Gegners gespielt und Mancienne den Schuss des Australiers unhaltbar für René Adler abgefälscht.

Berg verhindert Westermanns Ausgleich - Reisinger düpiert HSV-Abwehr

Düsseldorf - HSV 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Kruse (45.+2), 2:0 Reisinger (64.)
Zuschauer: 54.000 (ausverkauft)
Düsseldorf: Giefer - Levels, Langeneke (41. Balogun), Juanan, van den Bergh - Bodzek, Lambertz - Garbuschewski (58. Reisinger), Bellinghausen - Kruse (85. Ilsö), Rafael
Hamburg: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Aogo - Badelj (74. Rudnevs), Arslan (85. Tesche) - Son, Beister - Berg, van der Vaart (32. Rincon)

Nach dem Seitenwechsel bescherte Tolgay Arslan dem HSV mit einem feinen Anspiel in die Tiefe auf Berg eine gute Tormöglichkeit. Doch der Zehn-Millionen-Mann schlenzte das Leder mit dem rechten Außenrist ans Außennetz, anstatt aus der Drehung mit links voll abzuziehen (50.). Die Hamburger standen sich an diesem Freitag irgendwie selbst im Weg. So auch in der der 55. Minute, als Heiko Westermann per Freistoß traf, Berg zuvor allerdings seinen Gegenspieler weggestoßen hatte und Gagelmann auf Foulspiel entschied und den Treffer nicht anerkannte. Als vorne so etwas wie Hoffnung aufkeimte, leistete sich die HSV-Defensive einen unfassbaren Blackout. Fünf Hamburger hinderten Stefan Reisinger in der 64. Minute nicht an einem sehenswerten Solo. Der Düsseldorfer ließ Westermann und vor allem Mancienne wie Anfänger aussehen und traf zum 2:0 für die Fortuna. Das reichte an diesem Tag für einen Heimsieg gegen einen in seinen Möglichkeiten limitierten HSV. "Wir haben viel zu pomadig gespielt", resümierte Hamburgs Coach Thorsten Fink.

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Die HSV-Profis beim Trainingsauftakt zur Saison 2012/2013 © Witters Fotograf: Witters
 
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