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Otto Rehhagel, Uwe Seeler und Paul Breitner (Montage) © imago Fotograf: Baumann , Sven Simon, Werek
 

50 Jahre Bundesliga im Norden

Die Ereignisse in 50 Jahren Bundesliga im Norden - hier bei NDR.de. mehr

Alles zum Hamburger SV
Uwe Seeler nach seinem Abschiedsspiel im Volksparkstadion 1972 © dpa
 

HSV: Der letzte Bundesliga-Dino

Meldungen und Hintergründe zum HSV. mehr

Fussball-Tippspiel
Fussball im Tornetz mit Mauspfeil (Montage) © fotolia.com Fotograf: creativedoxfoto
 

NDR Tippspiel

Der NDR hat auch in der Saison 2012/13 wieder den Fußball-Experten im Norden gesucht. mehr

 

HSV: Kulturrevolution mit Happel

Ernst Happel © Witters Detailansicht des Bildes Unter seiner Ägide erlebte der Hamburger SV seine erfolgreichste Bundesligazeit: Trainer Ernst Happel. Nach einer frustrierenden Saison 1979/1980, in der die Meisterschaft am vorletzten Spieltag aus der Hand gegeben wird, sowie der alkoholbedingten Trennung von Branco Zebec in der folgenden Spielzeit (wieder nur Vizemeister) verzichtet HSV-Manager Günter Netzer auf neue Spieler. Er investiert 1981 in Ernst Happel, einen kettenrauchenden österreichischen Fußball-Weltenbummler. Die Verpflichtung leitet die erfolgreichsten Jahre des norddeutschen Bundesliga-"Dinos" ein.

1982: Der irre Sieg des HSV in München

Sportclub - 28.04.2013 22:45 Uhr

Im entscheidenden Spiel um die Meisterschaft liegt der Hamburger SV am 24. April 1982 mit 1:3 bei Bayern München zurück. Doch Horst Hrubesch köpft den HSV noch zum Sieg - und zum Titel.

Auf Anhieb Meister mit dem HSV

Der Wiener krempelt das vorhandene Team taktisch komplett um. Nie ist in der Bundesliga die fußballerische Handschrift eines Trainers offensichtlicher gewesen. Das HSV-Personal hetzt den Gegner bei dessen Ballbesitz über den gesamten Platz - immer auf Balleroberung bedacht. Um sich konditionell nicht zu überfordern, macht die Mannschaft das Spielfeld eng ("Pressing"), rückt weit auf und praktiziert eine akribisch einstudierte Abseitsfalle. Aus Ersatz-Außenstürmer Bernd Wehmeyer zimmert sich Happel den pfeilschnellen Verteidiger, den er braucht.

Happel hält sogar Beckenbauer bei Laune

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Als der "Kaiser" zum HSV kam

04.11.2012 | 22:45 Uhr
NDR Fernsehen: Sportclub

Am 31. Oktober 1980 landet Franz Beckenbauer in Hamburg. Nach dreieinhalb Jahren in New York will es der "Kaiser" beim HSV noch einmal wissen. Doch 18 Jahre Profi-Fußball haben Spuren hinterlassen.

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"Für diese Taktizi braucht's a Kondizi" - die jahrzehntelange Europatournee hat auch in Happels Sprache Spuren hinterlassen. Mit der Nobody-Truppe von Feyenoord Rotterdam gewann er den Europapokal der Landesmeister 1970 und den Weltpokal, mit Hollands Nationalmannschaft wurde er Vizeweltmeister. Der Respekt vor dem meist undeutlich vor sich hingrantelnden Coach wächst stündlich. In Fan-Kreisen kursiert hartnäckig eine Anekdote: Happel in Holland bei einem neuen Club, erstes Training. Happel stellt eine Bierdose auf eine Torlatte, schnappt sich einen Ball, schießt sie runter. "Nachmachen." Wer trifft, darf duschen gehen. Die Spieler kicken und verzweifeln. Es wird dunkel. Happel nimmt sich den Ball erneut, trifft wieder. Stimmt das? Happel grinst nur, knurrt etwas, das sich nach "Na, so ungefähr" anhört.

Neues Traumpaar Kaltz/Hrubesch

Horst Hrubesch (l.) und Manfred Kaltz mit der Meisterschale © picture-alliance / Sven Simon Detailansicht des Bildes Horst Hrubesch (l.) und Manfred Kaltz bildeten beim HSV ein kongeniales Erfolgsduo. Dem Trainer gelingt selbst das Kunststück, den im Vorjahr aus den USA verflichteten und oft verletzten Ex-Superstar Franz Beckenbauer bei Laune zu halten, ohne ihn regelmäßig einzusetzen. Ohnehin hat die Mannschaft den Österreicher schnell ins Herz geschlossen, weil sein Training vorwiegend mit Ball stattfindet und weit weniger hart ist als das von "Schleifer" Zebec. Mittelstürmer Horst Hrubesch lobt: "Bei ihm stimmt das Verhältnis Arbeit - Schnaps." Der inspirierende Happel formt auch noch ein neues Traumpaar. Nationalverteidiger Manfred Kaltz, der unter Happel langsam zum offensiven Mittelfeldspieler wird, schlägt seine Bananenflanken immer zielgenauer auf Hrubeschs Schädel. Wie rund die Hälfte seiner 27 Saisontreffer, die ihn zum Torschützenkönig der Liga machen, zustandekam, beschreibt der Westfale so: "Manni Flanke, ich Kopf, Tor".

Das beste HSV-Bundesligaspiel

Sein Meisterstück liefert der Happel-HSV ausgerechnet beim Verfolger Bayern München ab. 1:3 liegt Hamburg am 24. April 1982 rund 20 Minuten vor Schluss zurück, unter anderem nach einem katastrophalen Fehlgriff von Torwart Uli Stein. Von Heesen und Hrubesch sorgen für den Ausgleich, und in der Nachspielzeit nickt der Mittelstürmer einen Magath-Freistoß ins Bayern-Tor. Das 4:3 ist bei HSV-Fans bis heute Kult - das beste Bundesligaspiel ihres Vereins. 24 Jahre lässt der nächste Sieg bei den Bayern auf sich warten. Die Meisterschaft ist entschieden, die letzten Wochen werden getrübt vom UEFA-Cup-Finaldebakel gegen Göteborg (0:1, 0:3). Den durch die erste Happel-Spielzeit geschlauchten Hanseaten geht die Puste aus. Am letzten Spieltag kommt der Meister gegen Karlsruhe nicht über ein 3:3 hinaus.

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Die HSV-Fans jubeln. © dpa
 
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Abgestiegen ist der Hamburger SV in seiner Geschichte noch nie. An Turbulenzen mangelte es dem Bundesligisten jedoch ebenso wenig wie an großen Persönlichkeiten. Die Historie in Bildern.

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Die Spieler von Feyenoord Rotterdam feiern ihren Trainer Ernst Happel nach dem Europacup-Erfolg 1970 © imago sportfotodienst
 
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Happel: Visionär, Grantler, Erfolgscoach

Der Trainer gewann Titel um Titel, unter anderem den Europacup mit dem HSV. mehr


Netzer: "Ein menschlicher Schleifer"

NDR Fernsehen: Sportclub

Günter Netzer über Ernst Happel, den einstigen Erfolgstrainer des Hamburger SV.

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Legenden
Horst Hrubesch feiert 1983 die deutsche Meisterschaft. © imago Fotograf: Sven Simon
 

Horst Hrubesch - "Manni Flanke, ich Kopf, Tor!"

Vom "Kopfball-Ungeheuer" zum DFB-Trainer - HSV-Legende Horst Hrubesch im Porträt. mehr


Manfred Kaltz: Der stille Rekordmann

Manfred Kaltz prägte den HSV wie kaum ein anderer. mehr


Weitere Informationen
Günter Netzer unterschreibt 1978 einen Vertrag als Manager beim Hamburger SV. Links im Bild: Präsident Paul Bethien.
 

Plötzlich Manager: Netzers Zeit beim HSV

1978 wird Günter Netzer Manager beim HSV. Dabei wollte er eigentlich nur die Stadionzeitung verlegen. mehr


Netzer: "Einer Meisterschaft gleichzusetzen"

NDR Fernsehen: Sportclub

Zwischen dem 16. Januar 1982 und dem 29. Januar 1983 blieb der HSV 36 Spiele in Folge ungeschlagen.

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