HSV: Der letzte Bundesliga-Dino
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Jubel beim HSV: Die Fink-Elf gewinnt in Berlin.
Der Hamburger SV hat sich von der 1:5-Demütigung gegen Borussia Dortmund gut erholt und am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga einen verdienten 2:1 (2:0)-Erfolg bei Hertha BSC gefeiert. Marcell Jansen (24.) und Mladen Petric (45.) markierten die Treffer für die Hanseaten. "Ich habe von der Mannschaft eine Reaktion erwartet, und diese kam auch. Wir haben defensiv sehr gut gestanden und zum richtigen Zeitpunkt das 2:0 gemacht", sagte Hamburgs Coach Thorsten Fink, der Routinier David Jarolim und erstmals auch Jacopo Sala in der Startelf aufgeboten hatte. Am Spiel des HSV in der Anfangsviertelstunde hatten jedoch nur Fans des britischen Kick and Rush ihre Freude. Praktisch jeder Ball wurde lang in die Spitze geschlagen, meist aber war ein Hamburger Stürmer nicht einmal in der Nähe der Kugel. Hertha versuchte es mit der etwas feineren Klinge. Gefährlich waren die Angriffsbemühungen der Hauptstädter allerdings auch nicht.
Tore: 0:1 Jansen (24.), 0:2 Petric (45.+1), 1:2 Lasogga (81.)
Zuschauer: 49.168
Hertha BSC: Kraft - Lell, Hubnik, Janker (22. Mijatovic), Kobiashvili - Ottl (76. Ronny), Lustenberger - Torun (46. Niemeyer), Ebert, Ramos - Lasogga
HSV: Drobny - Diekmeier, Bruma, Westermann, Aogo - Rincon, Jarolim - Sala (90.+3 Son), Jansen (90.+1 Rajkovic) - Petric (85. Kacar), Guerrero
Die Hamburger wurden nach dem schwachen Beginn besser und spielten strukturierter. Linksverteidiger Dennis Aogo setzte Mladen Petric in Szene, der Kroate trat in guter Schussposition über den Ball (17.). Dann nutzte Dennis Diekmeier das dilettantische Abwehrverhalten von Levan Kobiashvili zu einem Flankenlauf über die rechte Seite. Jansen verwertete die gute Vorarbeit aus acht Metern zum 1:0 für den HSV (24.). Berlins Verunsicherung wurde von Minute zu Minute größer. So hatte der HSV kaum Mühe, das eigene Tor zu verteidigen und immer wieder Räume zum Kontern zu nutzen. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff gelang Petric die Vorentscheidung. Alle Berliner Verteidiger waren mit den Gedanken schon in der Kabine, Petric traf per Kopf. Wieder war Diekmeier der Vorbereiter.
Hamburg hatte auch in Hälfte zwei die Partie zunächst im Griff. Paolo Guerrero vergab per Distanzschuss (49.) und mit dem Kopf (52.) gute Gelegenheiten. Hertha gab mehr und mehr seine taktische Grundordnung auf und versuchte verzweifelt, zum Anschlusstreffer zu kommen. Durchdacht waren die Aktionen selten, dennoch geriet die HSV-Abwehr unter Druck. Jarolim klärte in höchster Not vor Fabian Lustenberger (58.), Adrian Ramos‘ Linksschuss ging einen knappen halben Meter am Pfosten vorbei (72.). Im Gegenzug hatte wieder Guerrero die Chance zum dritten Treffer, Roman Hubnik blockte den Schuss des Peruaners. Wenig sprach noch für die Gastgeber, spannend wurde es trotzdem noch einmal. Pierre-Michel Lasogga schraubte sich nach einer Kobiashvili-Flanke hoch und wuchtete den Ball mit dem Kopf unter die Latte - 1:2 (81.). Und nur drei Minuten später hatte der U21-Nationalspieler sogar den Ausgleich auf dem Fuß. HSV-Schlussmann Jaroslav Drobny parierte mit dem Fuß. Die Hertha berannte nun das Hamburger Tor. Doch mit Glück überstand der HSV die Schlussoffensive der Berliner und verteidigte seinen Vorsprung erfolgreich.