Der 96-Kader für die Saison 2012/2013
Das aktuelle Aufgebot von Hannover 96 in Bildern.
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Kein Bild mit Seltenheitswert: 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler holt einen Ball aus den Maschen.
Bundesligist Hannover 96 ist am Sonnabend bei Liga-Primus Bayern München mit 0:5 (0:3) böse unter die Räder gekommen. In einer einseitigen Partie ließ der deutsche Rekordmeister den schwachen Niedersachsen nicht den Hauch einer Chance. Javi Martinez (3.) und Toni Kroos (24.) mit artistischen Treffern und Franck Ribéry (37.) brachten die Bayern schon früh auf die Siegerstraße. Dante (63.) und Mario Gomez (67.) setzten die Bayern-Gala nach der Pause fort. Dass das bis dato letzte Pflichtspiel der "Roten" (0:0 in der Europa League gegen Enschede) keine 48 Stunden zurücklag, dürfte 96-Coach Mirko Slomka seinen Spielern nicht als Begründung für die sechste Saisonniederlage durchgehen lassen - zu mutlos und passiv war der Auftritt der Norddeutschen. "Heute war es phasenweise ein Klassenunterschied. Die Bayern haben uns ziemlich auseinandergenommen. Man kann ganz viel besser machen, das ist das Positive aus unserer Sicht", sagte Slomka.
Tore: 1:0 Martínez (3.), 2:0 Toni Kroos (24.), 3:0 Ribery (37.), 4:0 Dante (63.), 5:0 Gomez (67.)
Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)
München: Neuer - Lahm, Dante, Badstuber, Alaba - Martínez, Schweinsteiger (70. Timoschtschuk) - Thomas Müller (75. Shaqiri), Toni Kroos, Ribery - Mandzukic (66. Gomez)
Hannover: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Haggui, Rausch - Schmiedebach (41. Christian Schulz), da Silva Pinto - Stindl, Huszti - Sobiech (46. Abdellaoue), Diouf (79. Nikci)
Im Vergleich zur Partie gegen Enschede veränderte Slomka seine Startelf gleich auf vier Positionen: Konstantin Rausch und Manuel Schmiedebach ersetzten Christian Pander und Christian Schulz im Defensivverbund, Lars Stindl rückte für Jan Schlaudraff in die Mannschaft und im Angriff bot Slomka Mame Diouf an der Seite von Artur Sobiech auf. Trotz der Blutauffrischung sahen sich die Hannoveraner von Beginn an in die Defensive gedrängt - und den Gegner meist von hinten. Bereits nach drei Minuten war der spanische 40-Millionen-Euro-Neuzugang Martinez mit einem Fallrückzieher erfolgreich - es war sein erster Pflichtspieltreffer für seinen neuen Club. Der Rekordmeister ließ den Gästen kaum Zeit zu verschnaufen. Angriff um Angriff rollte auf das Tor von Ron-Robert Zieler zu. Erst nach rund 15 Minuten verschaffte sich das Slomka-Team etwas Luft. Stindl nötigte Bayern-Keeper Manuel Neuer mit einem Fernschuss gar eine Parade ab. Doch danach übernahmen die Bayern wieder das Kommando. Kroos mit einem Seitfallzieher von der Strafraumgrenze (24.) und Ribéry nach einem Ballverlust von Schmiedebach (37.) sorgten nicht nur für die Vorentscheidung zugunsten der Hausherren, sondern auch für die vorzeitige Auswechslung Schmiedebachs (41.) (Slomka: "Irgendwann reicht es dann leider auch mal").
Hängende Köpfe: Mit 0:5 gerieten die 96er in München unter die Räder.
Nach dem Wechsel brachte Slomka Mohammed Abdellaoue für Sobiech. Doch auch der Norweger blieb weitgehend wirkungslos, was insbesondere daran lag, dass die Niedersachsen kaum einmal in Strafraumnähe gelangten - sowohl technisch als auch läuferisch war das Münchner Mittelfeld dem der Gäste klar überlegen und schnürte 96 mit vorbildlichem Pressing und spielerischer Brillanz phasenweise ein. Mario Mandzukic (50.), Ribéry (52.) und Kroos (56.) scheiterten knapp. In der 63. Minute war es dann allerdings wieder soweit: Dante wuchtete einen Kopfball aus fünf Metern in die Maschen: 4:0. Für das 5:0 sorgte der eingewechselte Gomez gleich mit seiner ersten Aktion, als er mit einem Schlenzer Zieler überwand (67.). Der 96-Schlussmann verhinderte in der Folgezeit mit starken Paraden weitere Gegentreffer. An der erschreckenden Deutlichkeit der Tor-Bilanz der Niedersachsen aus den vergangenen sechs Auswärtsspielen in der Münchner Arena von 2:25 änderte das indes wenig.