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Szabolcs Huszti (3.v.l) bejubelt seinen Treffer Lars Stindl (l.), Leon Andreasen und Konstantin Rausch (r). © dpa-bildfunk Fotograf: Peter Steffen
 

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1:2 - Freiburgs Offensivwirbel überfordert 96

von Matthias Heidrich, NDR.de

Hannovers Mame Diouf ist enttäuscht. © dapd Fotograf: Joerg Sarbach Detailansicht des Bildes Nicht so durchsetzungsstark wie gewohnt: 96-Angreifer Mame Diouf. Nach einer defensiv erschreckend schwachen Leistung hat Hannover 96 zu Hause gegen den SC Freiburg mit 1:2 (1:1) verloren. Die Niedersachsen konnten dem Offensivwirbel der Breisgauer wenig entgegensetzen. Durch die verdiente Heimniederlage verpasste das Team von Mirko Slomka, der vor der Partie ein Bekenntnis zu seinem Arbeitgeber abgeben hatte, die Möglichkeit, zu den Champions-League-Plätzen aufzuschließen. "Das war eine ganz schwache Partie von uns. Die Freiburger haben das sehr geschickt gemacht. Ein absolut verdienter Sieg für die Freiburger", gab Slomka unumwunden zu.

Freiburg offensiv stark, Hannover defensiv schwach

Hannover - Freiburg 1:2 (1:1)

Tore: 0:1 Schmid (12.), 1:1 Abdellaoue (33., Handelfmeter), 1:2 Rosenthal (55.)
Zuschauer: 43.800
Hannover 96: Zieler - Sakai (62. Ya Konan), Haggui, Eggimann, Rausch - Schulz (46. da Silva Pinto) - Stindl, Huszti - Schlaudraff - Diouf, Abdellaoue (60. Sobiech)
SC Freiburg: Baumann - Mujdza (86. Hedenstad), Krmas, Diagne, Sorg - Makiadi (76. Guédé), Schuster - Schmid, Caligiuri - Rosenthal (84. Dembélé), Kruse

Freiburg übernahm von Beginn an das Kommando in der Hannoveraner Arena. Die Gastgeber standen vor allem in der Defensive schlecht. Nach elf Minuten wurden die Gäste belohnt. Daniel Caligiuri spielte Lars Stindl auf links schwindelig, legte zurück und fand letztlich Jonathan Schmid, der zum 1:0 für Freiburg einschob. Es lief nicht viel zusammen bei den Hannoveranern. Trotzdem schafften die Niedersachsen den Ausgleich - durch einen Elfmeter. Lars Stindl kam zog aus halblinker Position ab, Daniel Caligiuri sprang in den Schuss, blockte den Ball aber mit der Hand. Schiedsrichter Deniz Aytekin zögerte kurz, zeigte dann aber doch auf den Punkt. Mohammed Abdellaoue (33.) verwandelte zum 1:1. Sicherheit bekamen die Gastgeber trotzdem nicht in ihr Spiel. Hinten rechts, wo Hiroki Sakai ran durfte, brannte es immer wieder lichterloh. Auch in der 39. Minute, als sich Caligiuri durchsetzte, aber an Ron-Robert Zieler scheiterte. Der Ball sprang Julian Schuster vor die Füße, doch der SC-Kapitän verzog zentral vor dem 96-Tor.

Ex-Hannoveraner Rosenthal schießt Freiburg zum Sieg

Hannovers Szabolcs Huszti (r.) wird von Freiburgs Julian Schuster am Kopf getroffen. © dapd Fotograf: Joerg Sarbach Detailansicht des Bildes Hannover bot defensiv eine schwache Vorstellung. 96-Trainer Mirko Slomka verortete das Defensivproblem seiner Elf offenbar im zentralen defensiven Mittelfeld und nahm einen Wechsel vor. Christian Schulz musste in der Kabine bleiben, für ihn kam Sergio da Silva Pinto. Die Löcher blieben allerdings. So wie in der 49. Minute, als Caligiuri nach einer Flanke von rechts am zweiten Pfosten vollkommen frei zum Abschluss kam. Die Direktabnahme des besten Freiburgers traf Zieler am Bein. Der Ball prallte wieder zu Caligiuri und von dort zurück aufs 96-Tor. Doch Zieler parierte im Rückwärtsfallen mit einer Hand. Die Breisgauer ließen nicht locker. Der ehemalige Hannoveraner Jan Rosenthal luchste dem indisponierten Karim Haggui den Ball ab, lief durch und wurde von Max Kruse bedient - 2:1 für die Gäste, und zwar vollkommen verdient (55.). Das Abwehrverhalten der Niedersachsen spottete an diesem Sonnabend jeder Beschreibung. Selbst im eigenen Strafraum hielten die 96-Akteure respektvollen Abstand zu ihren Gegenspielern. Den einzigen Vorwurf, dem man den Breisgauern machen konnte, war ihre mangelnde Chancenauswertung.

Ya Konan sorgt für Bewegung im 96-Angriff

Auch wenn es spielerisch nicht gut lief, stemmten sich die Hannoveraner gegen die drohende Niederlage. Der eingewechselte Didier Ya Konan brachte viel Leben in den 96-Angriff, scheiterte mit einem Kopfball an dem guten SC-Keeper Oliver Baumann (76.) und setzte Szabolcs Huszti wunderbar in Szene, doch der 96-Spielmacher ging nicht richtig zum Kopfball (79.). In der Schlusssekunde verpasste Mame Diouf per Kopf den Ausgleich nach einer Ecke. Der wäre allerdings auch äußerst schmeichelhaft gewesen.

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Mirko Slomka (2. v. l.), Trainer von Hannover 96, steht zwischen seinen Spielern. © dapd Fotograf: Focke Strangmann
 
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