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Mame Biram Diouf musste zunächst wieder zurück nach England.
Stürmer Mame Biram Diouf hat am Mittwochmorgen endlich am Training von Bundesligist Hannover 96 teilgenommen. Der erst vor wenigen Tagen für rund 1,8 Millionen Euro von Manchester United verpflichtete Angreifer hat die notwendigen Dokumente beisammen, damit er seine Bundesligakarriere starten kann. Diouf musste dafür noch einmal nach London fliegen, um in der Botschaft des Senegals die Arbeitserlaubnis für Deutschland zu erhalten. "Wir hätten das gerne besser hingekriegt. Aber wegen des Transfers am Wochenende war das nicht so einfach. Wir hatten gehofft, dass er da nicht persönlich hin muss, aber das hat nicht geklappt", erklärte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke. Die Trainingsteilnahme ohne Arbeitserlaubnis war bei 96 kein Thema. Ob Diouf nun am kommenden Sonnabend (15.30 Uhr) beim Auswärtsspiel in Berlin im Kader steht, hängt jetzt von den gezeigten Trainingsleistungen ab.
Diouf, der am vergangenen Freitagabend den ersten Bundesligasieg (1:0 gegen Nürnberg) der Mannschaft von Trainer Mirko Slomka nach 96 Tagen im Stadion verfolgt hatte, hat für zweieinhalb Jahre bei den "Roten" unterschrieben. "Ich bin froh, dass wir mit Mame Diouf eine zusätzliche Alternative für den Angriff haben. Für uns wird es nun darum gehen, ihn schnell zu integrieren, damit er uns bei den bevorstehenden Aufgaben in der Bundesliga und in der Europa League helfen kann", sagte Slomka. Der 24 Jahre alte Diouf ist der Wunschstürmer von 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke. Aber auch seine neuen Teamkollegen wusste der Senegalese direkt zu überzeugen: "Es ist sofort zu sehen, dass er seine Qualitäten hat", freute sich Keeper Ron-Robert Zieler über die Verstärkung.
In diesem Duell war noch alles sauber: Emanuel Pogatetz (l.) blockt Nürnbergs Christian Eigler (M.).
Offensiv hat Hannover also wieder eine Alternative mehr, in der Defensive hingegen droht ein Engpass: Der Bundesligist muss drei Spiele auf Emanuel Pogatetz verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sperrte am Mittwoch den österreichischen Abwehrspieler, weil er im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Freitag seinem Gegenspieler Philipp Wollscheid mit der linken Faust in den Nacken geschlagen hatte. Da wird sich Trainer Slomka freuen, dass Christian Schulz drei Wochen nach seinem Muskelfaserriss wieder ins Training eingestiegen ist. Ein Startelf-Einsatz in Berlin käme aber wohl zu früh.