HSV - Werder: Die Statistik der Nord-Gipfel
In der Bundesliga haben der Hamburger SV und Werder bereits 98 Mal gegeneinander gespielt. mehr
Heung Min Son traf nach einer schönen Einzelaktion zum 1:1 für den HSV.
Mit viel Engagement, einem Schlitzohr Dennis Aogo und schlecht aufgelegten Schiedsrichtern hat der Hamburger SV das 98. Nordderby für sich entschieden. Im eigenen Stadion bezwang der HSV Werder Bremen mit 3:2 (1:1). Bitter für die Bremer: Das Referee-Gespann um Thorsten Kinhöfer gab zwei irreguläre Tore für die Gastgeber. Besorgniserregend für die Bremer: Defensiv waren nach dem 0:5-Debakel gegen Dortmund kaum Fortschritte zu erkennen. "Die Mannschaft hat sich gut ins Spiel reingekämpft", lobte HSV-Trainer Thorsten Fink seine Elf. "Das war ein echtes Derby. Da haben zwei Mannschaften gespielt, die sich beweisen wollten. Wir sind nicht gut aus der Halbzeit gekommen, haben uns jedoch wieder gefangen, aber unsere Möglichkeiten nicht nutzen können", sagte Bremens Coach Thomas Schaaf.
Tore: 0:1 Lukimya (9.), 1:1 Son (23.), 2:1 Aogo (46.), 3:1 Rudnevs (52.), 3:2 Sokratis (54.)
Zuschauer: 54.758
HSV: Adler - Diekmeier, Bruma, Westermann, Jansen - Badelj - Skelbred (62. Arslan), Aogo - van der Vaart (83. Rincón) - Rudnevs, Son (90. Rajkovic)
Werder: Mielitz - Gebre Selassie (56. Arnautovic), Lukimya, Sokratis, Schmitz - Fritz, Junuzovic - Ekici (89. Prödl) - de Bruyne, Ignjovski - Petersen
Einem durchaus munteren Beginn ließ Assani Lukimya in der neunten Minute eine Provokation folgen. Der Werder-Innenverteidiger, für den zuletzt schwachen Sebastian Prödl im Team, bugsierte den Ball nach einer Flanke von Aleksandar Ignjovski in "Uwe-Seeler-Manier" mit dem Hinterkopf unhaltbar für René Adler ins lange Eck zum 1:0 für die Gäste. Heiko Westermann hatte sich unverständlicherweise vom Torschützen wegbewegt. Die Antwort von Heung Ming Son in der 23 Minute war allerdings auch nicht von schlechten Eltern. Aus spitzem Winkel jagte der Südkoreaner den Ball zum 1:1 in den Winkel. Allerdings sah Werder-Keeper Sebastian Mielitz dabei nicht gerade glücklich aus, ebenso wie Bremens Außenverteidiger Theodor Gebre Selassie, der sich zuvor von Son hatte düpieren lassen. In einem von beiden Seiten intensiv, aber wenig strukturiert geführten Spiel hatte der HSV mehr Ballbesitz, konnte aber wenig Kapital daraus schlagen. Auch, weil Rafael van der Vaart, gut bewacht von Werder-Kapitän Clemens Fritz, kaum im Spiel war.
HSV-Stürmer Artjoms Rudnevs (M.) stand vor seinem Tor zum 3:1 knapp im Abseits.
Mit dem ersten Angriff nach Wiederanpfiff ging der HSV mit 2:1 in Führung - irregulärer Weise. Denn bevor Dennis Aogo den Ball nach 25 Sekunden aus kurzer Distanz ins Netz drosch, hatte sich der Hamburger die Spielkugel mit dem rechten Arm vorgelegt. Schiedsrichter Kinhöfer hatte es nicht gesehen. Glück für den HSV. Das darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bremer einmal mehr defensiv neben sich standen. Eine schöne Vorarbeit von Aogo nutzte Artjoms Rudnevs (52.) kurze Zeit später zum 3:1, allerdings stand der Lette ganz knapp im Abseits. Die Vorentscheidung? Mitnichten. Sokratis markierte nur zwei Minute später den Anschlusstreffer für Werder, unter freundlicher Mithilfe von HSV-Keeper René Adler, der den haltbaren Ball unter seinem Körper durchrutschen ließ. Nun boten sich beiden Teams Chancen im Minutentakt. Kevin de Bruyne vergab in der 61. Minute die größte zum möglichen 3:3. Eine starke Hereingabe von Marko Arnautovic setzte der Belgier per Flugkopfball übers Hamburger Tor. Der Bremer Schlussoffensive wurde durch die Gelb-Roten Karten von Fritz (81.) und Arnautovic (90.+1) ein wenig der Schwung genommen. Die Hamburger retteten den ersten Derbysieg nach zuvor fünf Niederlagen in Folge über die Zeit.
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Noch nie habe ich öffentlich ein Statement abgegeben. Aber da spielen zwei Mannschaften im hochbezahlten Fußball gegeneinander und ein nicht BL-tauliches SchiRi-Gespann vernichtet eine Mannschaft mit... [mehr]
Werder wurde übel mitgespielt
Die Bremer haben allen Grund, zwei irreguläre Tore anzuprangern, die Platzverweise waren aber richtig. Ein Schiedsrichter sollte kein Spiel entscheiden, sit aber leider auch nur ein Mensch -... [mehr]