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Mehr als der Treffer von Bas Dost (M.) wollte den "Wölfen" gegen Bremen nicht gelingen.
Am vergangenen Wochenende hatte sich der neue Wolfsburg-Manager Klaus Allofs noch über ein 3:1 des VfL in Hoffenheim und einen 2:1-Erfolg seines ehemaligen Clubs Bremen gegen Fortuna Düsseldorf gefreut. Am Sonnabend aber, beim direkten Aufeinandertreffen von Wolfsburg und Werder, fiel die Freude deutlich verhaltener aus: Der VfL und Bremen trennten sich 1:1 (0:1). Marko Arnautovic hatte die Gäste in der 35. Minute in Führung gebracht, Bas Dost sorgte nach der Pause für den Ausgleich (64.). Die Bremer haderten nach dem Schlusspfiff mit dem Platzverweis für Lukas Schmitz in der 62. Minute. "Er spielt doch den Ball. Das ist unfassbar. Ich habe da kein Verständnis für", echauffierte sich Werder-Coach Thomas Schaaf.
Tore: 0:1 Arnautovic (35.), 1:1 Dost (64.)
Gelb-Rote Karte: Schmitz (62.)
Zuschauer: 29.723
Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Naldo, Kjaer, Marcel Schäfer - Josue, Polak - Hasebe (59. Vieirinha), Diego, Olic - Dost
Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis, Schmitz - Junuzovic - De Bruyne, Hunt - Arnautovic (83. Fritz), Elia (64. Ignjovski) - Petersen (90. Akpala)
Wolfsburg sah sich nach dem Anpfiff zunächst offensiv ausgerichteten Bremern gegenüber. Im Vierer-Mittelfeld der Gäste machten vor allem Arnautovic und Eljero Elia über die Flügel viel Druck. Die erste Chance hatte in der siebten Minute Nils Petersen. Die Bayern-Leihgabe setzte sich im VfL-Strafraum gegen Simon Kjaer durch, scheiterte mit seinem Schuss aus acht Metern aber am gut reagierenden Schlussmann Diego Benaglio. Es dauerte danach in einer zerfahrenen und tempoarmen Partie bis zu 31. Minute, ehe erneut Torgefahr aufkam - dieses Mal allerdings am anderen Ende des Spielfelds: Bremens Sokratis hatte Glück, dass er nach einer Rechtsflanke von Makoto Hasebe den Ball beim Klärungsversuch nur an den eigenen rechten Pfosten lenkte.
Den Bremer Führungstreffer erzielte Marko Arnautovic (r.) nach Vorarbeit von Eljero Elia.
Kurze Zeit später überschlugen sich die Ereignisse: Zunächst köpfte Dost die Kugel aus zehn Metern erneut ans Aluminium des Werder-Tores - dieses Mal rettete der linke Pfosten -, im Gegenzug ging Bremen in Führung. Elia setzte sich auf der linken Seite technisch stark gegen Fagner durch, drang in den Strafraum ein und bewies mit dem flachen Zuspiel in den Rückraum Übersicht. Arnautovic, den Kjaer aus den Augen verloren hatte, musste den Ball dann aus sieben Metern nur noch ins leere Tor schieben. Nach dem Rückstand bemühte sich der VfL zwar um eine Reaktion, kam aber bis zur Pause gegen clever verteidigende Bremer zu keiner nennenswerten Chance mehr.
Vor allem in der zweiten Halbzeit beharkten sich beide Mannschaften intensiv - hier kämpfen Werders Kevin de Bruyne (l.) und Wolfsburgs Fagner um den Ball.
Nach dem Seitenwechsel agierten die Niedersachsen - personell unverändert aus der Kabine gekommen - aufgrund des Rückstands zwangsläufig offensiver, Chancen erspielten sie sich allerdings zunächst nicht. So hatten die Gäste die Partie bis zur 62. Minute im Griff, auch wenn sie die sich bietenden Konterchancen nicht konsequent zu Ende spielten. Dann aber sah der bereits verwarnte Außenverteidiger Schmitz nach vermeintlichem Foulspiel am eingewechselten Vieirinha von Schiedsrichter Markus Schmidt die Gelb-Rote Karte - und das Spiel kippte zugunsten des VfL.
Wolfsburg nutzte die eigene Überzahl und die Unordnung in Werders Abwehr umgehend: Diegos öffnenden Pass in die Tiefe spielte Vieirinha im Strafraum direkt quer weiter zu Dost, der aus neun Metern den Ausgleich erzielte (64.). Nur eine Minute danach fiel um ein Haar das 2:1, doch der auf der Linie stehende Sokratis schlug den Ball nach einem Diego-Schuss aus der Gefahrenzone. Ivica Olic, Diego und Vieirinha initiierten nun reihenweise Angriffe, bei denen Werder-Schlussmann Sebastian Mielitz in den Mittelpunkt rückte: Zweimal parierte der Torhüter stark bei Schüssen von Dost (73.) und Olic (76.). Aaron Hunt traf bei einem Freistoß noch den Pfosten des VfL-Tores - dann war Schluss. "Ich habe Thomas Schaaf zum Spiel gratuliert, weil die Mannschaft heute gut aufgetreten ist", zollte der neue VfL-Manager Allofs den Bremern nach dem Schlusspfiff Respekt für deren Leistung.