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Gibt bei der Eintracht seit fünf Jahren als Manager den Ton an: Marc Arnold.
Für nahezu alle Beteiligten ist der Aufstieg von Eintracht Braunschweig in die Bundesliga der größte Erfolg ihrer Sport-Karriere. Marc Arnold kann das nur schwerlich behaupten, der Manager ist nämlich nicht nur deutscher Meister (1995 mit Borussia Dortmund), sondern kennt das Gefühl bereits, ins Oberhaus aufzusteigen. 1997 gelang dem gebürtigen Johannesburger das Kunststück mit Hertha BSC. Den aktuellen Erfolg mit den "Löwen" will er jedoch nicht schmälern. "Das ist natürlich der größte Erfolg meiner zweiten Karriere", sagt der 42-Jährige NDR.de. "Aber die Erfolge als Manager sind mit denen in kurzen Hosen einfach nicht vergleichbar." Heute vor genau fünf Jahren nahm er seine Aufgabe bei der Eintracht in Angriff.
Seine ersten Schritte im Profi-Fußball machte Arnold Anfang der 1990er-Jahre bei den Stuttgarter Kickers. Über den Freiburger FC und den SSV Ulm wechselte der mittlerweile 23-Jährige zur Saison 1994/1995 nach Dortmund. Beim BVB kam der Mittelfeld-Dribbler insgesamt neunmal zum Einsatz - und hatte so Anteil am ersten von zwei Meisterschaften des Clubs unter Ottmar Hitzfeld hintereinander. Dennoch war nach dem einen Jahr schon wieder Schluss in Westfalen, Arnold wechselte in die Hauptstadt und war in seinen drei Jahren dort deutlich gefragter als zuvor. Auch nach dem Aufstieg gehörte er zu den Stammspielern und absolvierte die restlichen 26 seiner insgesamt 35 Bundesliga-Einsätze (zwei Tore). Dass es dabei blieb, liegt daran, dass sowohl mit dem Karlsruher SC (Januar 1999-Juni 2000) als auch mit LR Ahlen (2000-2003) die Aufstiegsambitionen nicht in die Tat umgesetzt wurden.
Dabei ist Arnold sozusagen Mr. Aufstieg. Mit dem jüngsten Erfolg der "Löwen" hat er insgesamt vier Aufstiege in seiner Vita stehen. "Aber unser Aufstieg jetzt ist ein besonderer, weil er nicht abzusehen war", meint Arnold, der als Spieler zum Ende seiner aktiven Karriere mit Hessen Kassel den Sprung in die Regionalliga feierte. Zuvor stand der Offensivspieler von 2003 bis 2005 in Braunschweig unter Vertrag und hatte seinen späteren Arbeitsplatz aus anderer Perspektive kennengelernt. Seine Karriere beendete er schließlich 2007 bei den hessischen "Löwen" und arbeitete dort zunächst auch als Manager.
Starkes Eintracht-Team: Manager Marc Arnold (l.) und Trainer Torsten Lieberknecht.
Seit Arnold im Sommer 2008 als Sportdirektor bei der Eintracht anheuerte, ging es kontinuierlich bergauf - und das, obwohl die Niedersachsen auch finanziell am Boden waren. "Die Rahmenbedingungen waren vorher mit Präsident Sebastian Ebel genau besprochen und er sagte mir, dass der Kurs alternativlos sei", erklärt Arnold. "Es war klar, in welche Richtung es geht und ich stand zu 100 Prozent dahinter. Wir haben den Kurs beharrlich verfolgt." Entscheidend mit zum Erfolg beigetragen haben die Personalentscheidungen, die nicht zuletzt Arnold zu verantworten hatte. Rekordtransfer in den fünf Amtsjahren mit zwei Aufstiegen auf dem Weg in die Bundesliga ist Ermin Bicakcic vom VfB Stuttgart II, den sich die Eintracht 100.000 Euro kosten ließ. Mit feinem Gespür und guter Zusammenarbeit mit Trainer Torsten Lieberknecht sowie der Scouting-Abteilung entwickelte Arnold den Kader stetig weiter. Und nebenbei baute der Club seine Altlasten ab, sodass nun "ein gesunder Club aufsteigt", wie der Manager betont.