Stand: 19.06.2015 11:17 Uhr

Leverkusen legt HSV Angebot für Tah vor

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Will offenbar nach Leverkusen: HSV-Abwehr-Talent Jonathan Tah.

Wenn Leverkusen ruft, sind die HSV-Talente auf dem Sprung: Dieses Eindrucks kann sich der Beobachter mit Blick auf die jüngeren Transferperioden nicht erwehren. Das war 2013 bei Heung Min Son so und auch im vergangenen Frühjahr bei Hakan Calhanoglu. In diesem Sommer wird in der Abwanderungs-Geschichte des Bundesliga-Dino-Tafelsilbers gen rheinländischen Werksclub wohl ein weiteres Kapitel geschrieben. Der Champions-League-Qualifikant soll nach übereinstimmenden Medienberichten ein offizielles Angebot beim HSV vorgelegt haben. Tah hat sich nach "kicker"-Informationen bereits entschieden - für Leverkusen.

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Knapp zehn Millionen für die "Kader-Kasse"?

Ein Abgang Tahs wäre für die Hamburger Segen und Fluch zugleich: Auf der einen Seite kann der finanziell klamme Nordclub für das noch bis 2018 gebundene Talent, das zuletzt an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen war, mit einer ordentlichen Ablösesumme rechnen. Die soll für das Eigengewächs auf 15 Millionen festgeschrieben sein. Ob der HSV diese Summe wirklich bekommt, ist jedoch fraglich. Das von Leverkusen vorgelegte Angebot soll lediglich zwischen drei und fünf Millionen Euro liegen. Auf der anderen Seite sollte Tah eines der Gesichter des abermaligen HSV-Neuanfangs sein. Dass in diesem Fall Geld den Hoffnungsträger-Status schlägt, dürfte wahrscheinlich sein.

Knäbel: Erst Spieler abgeben, dann Verträge verlängern

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An dem Tah-Deal und möglichen weiteren angestrebten Verkäufen wie zum Beispiel die von Abwehrmann Lasse Sobiech oder Angreifer Artjoms Rudnevs hängt nämlich die komplette Kaderplanung bei den Hanseaten. "Wir müssen erst Spieler abgeben, ehe wir Verträge verlängern können", unterstrich Sportdirektor Peter Knäbel noch einmal gegenüber dem "Hamburger Abendblatt". Dabei geht es vornehmlich um Heiko Westermann, Slobodan Rajkovic, Ivo Ilicevic und Gojko Kacar. Bei dem Quartett, dass in der Endphase der Saison viel dazu beigetragen hat, dass der HSV noch in Liga eins spielen darf, ist nur klar, das alles unklar ist. Laut "kicker" haben Kacar und Ilicevic ein Angebot erhalten, ihre auslaufenden Verträge extrem leistungsbezogen um ein Jahr zu verlängern. Westermann und Rajkovic hätten eine solche Offerte nicht, schreibt das Magazin. Und was sagt Knäbel? "Noch gibt es keine Entscheidungen, aber Tendenzen können sich minütlich ändern."

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