Benefizspiel für einen ehemaligen 96er: Der Fußballprofi Hakan Bicici hat seinen schweren Autounfall im vergangenen November zwar überlebt, seit dem Unglück in der Türkei liegt der 42-Jährige allerdings im Wachkoma. Am Freitagabend hat das Traditionsteam von 96 gegen ein prominent besetztes "Team Bicici" gespielt - und mit 3:5 verloren.
Doch das Ergebnis war nur Nebensache. Schließlich ging es darum, Hakan Bicici und seine Familie zu unterstützen. Und so kamen viele Zuschauer zur Sportanlage des OSV Hannover, um die Spieler der beiden Teams anzufeuern. So wie Tennisspieler Nicolas Kiefer - er kickt des Öfteren in der Traditionsmannschaft der Roten mit.
Otto Rehhagel (links) hatte den Trainerposten für die Hannover-96-Traditionsmannschaft übernommen. Sein Co-Trainer: Dieter Schatzschneider.
Der Initiator des Spiels, Frank Obermeyer, hatte alles zusammengetrommelt, was Rang und Namen hat, neben Rehhagel auch 96-Präsident Martin Kind (vorne rechts).
Etwa 1.500 Zuschauer wollten das Benefizspiel für Hakan Bicici sehen, die Haupttribüne des OSV-Stadions war gut besetzt. "Eine tolle Stimmung", schwärmte Frank Obermeyer.
Die "10" war immer Hakan Bicicis Lieblingsnummer. Zu seinen Ehren liefen alle Spieler vom "Team Bicici" mit der Zahl des Mittelfeldregisseurs auf.
Die 96-Hymne "Alte Liebe" durfte auch bei diesem Spiel nicht fehlen. Stadion-Barde Dete Kuhlmann gab kurz vor dem Anpfiff alles.
Eigentlich sollte er nur Trainer für das Bicici-Team sein. Doch für die letzten 20 Minuten der Partie zog es Gerald Asamoah auf den Rasen. Das Stadion tobte.
Der Erfinder der Bananenflanke, Manfred Kaltz, macht auch mit 60 Jahren noch eine gute Figur im Fußballtrikot. Er führte das "Team Bicici" als Kapitän aufs Feld.
Tennisspieler und Ex-Fußballprofi in einem Team: Nicolas Kiefer (links), dem schon nach wenigen Minuten das 1:0 für sein Team gelang, beim Aufwärmen im Plausch mit Bastian Reinhardt.
96-Fan-Liebling Altin Lala (blaue Jacke) hatte keine Fußballschuhe angezogen, er guckte sich das Spiel lieber ganz entspannt von der Trainerbank aus an.
Richtig heftig zur Sache ging's zwar nicht in diesem Benefizkick, aber in einigen Aktionen blitzte der Ehrgeiz der Altstars dann doch durch.
Aus diesem Schuss wurde kein Tor - aber die Leute auf der Tribüne bekamen viele sehenswerte Aktionen geboten.
Otto Addo auf dem Weg Richtung Tor. Der aktuelle U19-Jugendtrainer beim Hamburger SV war einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz.
Für zehn Euro gab's einen Stehplatz - angesichts einer vollen Tribüne zeigte sich Organisator Frank Obermeyer nach dem Spiel zufrieden mit den Einnahmen. "Es kam gutes Geld für die Familie Bicici zusammen", sagte Obermeyer NDR.de.