Stand: 26.01.2016 14:57 Uhr

FC St. Pauli: Ein Held und ein paar Härtefälle

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St. Paulis Teamarzt Dr. Hauke Mommsen (l.) im Einsatz.

Das Trainingslager des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli hat einen Helden zu Tage gefördert, den so wohl keiner auf dem Zettel hatte - Teamarzt Hauke Mommsen. Auf dem Rückflug aus dem türkischen Belek erlitt eine Frau einen Kreislaufzusammenbruch. Die 60-Jährige war kurzzeitig bewusstlos und nicht ansprechbar. Mommsen, Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie, stabilisierte die Passagierin und erntete den Applaus der Mitreisenden. "Es ist wichtig, dass man in solchen Situationen die Ruhe bewahrt. Es ist einfach schön, wenn man helfen kann", sagte Mommsen der "Hamburger Morgenpost". Ein kleiner Aufreger mit Happy End für den St.-Pauli-Tross nach zehn Tagen in der Türkei, die ansonsten sorgenfrei und vielversprechend verliefen.

Generalprobe am Sonnabend zu Hause gegen Aalborg

Kaum Verletzungssorgen gaben Trainer Ewald Lienen die Chance, intensiv mit der Mannschaft zu arbeiten, die als Tabellenvierter in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen liegt. "Wir haben damit angefangen, taktische Varianten einzustudieren. Wir haben uns mit offensivem Flügelspiel und verschiedenen Angriffsvarianten beschäftigt", verriet der Coach, der sich auch mit der Testspielausbeute zufrieden zeigte. In Belek hatten die Kiezkicker gegen Lechia Danzig (1:0) und den FC Vaduz (5:0) gewonnen, Rapid Wien ein 1:1 abgetrotzt. Ernst wird es für die Hamburger am 7. Februar auswärts bei Greuther Fürth wieder. Am kommenden Sonnabend steht noch die Generalprobe im eigenen Millerntor-Stadion gegen den dänischen Erstligisten Aalborg BK an.

Lienen steht vor unangenehmen Entscheidungen

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Dann wird sich Lienen bei der Besetzung der Innenverteidigung und des defensiven Mittelfeldes ein wenig aus der Deckung wagen müssen. Hier wird es Härtefälle geben. Für Kapitän Sören Gonther dürfte es jedenfalls schwer werden, Lasse Sobiech oder Philipp Ziereis in der Abwehrzentrale zu verdrängen. Auf der "Sechs" drängt der in den bisherigen Testspielen überzeugende Marc Rzatkowski zurück ins Team. "Es ist nicht leicht für mich, hier die Entscheidungen zu treffen, da wir auf beiden Positionen extrem gut aufgestellt sind. Ich freue mich aber, dass wir diese Alternativen haben", gab sich Lienen noch salomonisch.

Offensiv könnte der Coach in Leroy Mickels bald eine weitere Option haben. Der 20-Jährige, der bei Borussia Mönchengladbach ausgebildet wurde, dort aber im Sommer keinen neuen Vertrag erhielt, war als Testspieler in Belek dabei und hinterließ einen guten Eindruck. "Er ist ein talentierter Junge und ich werde mit Thomas Meggle besprechen, was wir machen", sagte Lienen.

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