Stand: 14.12.2015 22:05 Uhr

St. Pauli mit Nullnummer in Bielefeld

von Johannes Freytag, NDR.de
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St. Paulis Enis Alushi (r.) kämpft gegen Bielefelds Brian Behrendt (l.) und Christoph Hemlein um den Ball.

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat nach dem 2:1-Sieg auf dem Betzenberg den zweiten Gipfelsturm in Folge verpasst. Auf der Bielefelder Alm kamen die Kiezkicker am Montagabend nicht über ein 0:0 hinaus. Mit dem gleichen Ergebnis hatten sich beide Teams bereits zum Saisonauftakt am Hamburger Millerntor getrennt. Durch das Remis mussten die Braun-Weißen in der Tabelle den 1. FC Nürnberg vorbeiziehen lassen. St. Pauli ist jetzt Vierter - punktgleich mit den Franken, die aber die um fünf Treffer bessere Tordifferenz aufweisen. Sportchef Thomas Meggle zeigte sich bei "sky" dennoch zufrieden: "Viel Krampf, viel Kampf, viel Leidenschaft. Ich denke, dass beide mit dem 0:0 heute leben können. Bei uns ging heute nicht viel nach vorne."

Kiezkicker bringen Punkt von der Alm mit

Himmelmann verhindert mit Großtat das 0:1

18.Spieltag, 14.12.2015 20:15 Uhr

  • A. Bielefeld
  • 0:0


  • FC St. Pauli

Tore: -:-
A. Bielefeld: Hesl - Dick, Hornig (87. Schuppan), Börner, Salger - Nöthe, Junglas, Behrendt, Hemlein - Klos (82. van der Biezen), C. Müller -
FC St. Pauli: Himmelmann - Kalla (88. Hornschuh), L. Sobiech, Ziereis, Buballa - Alushi, Nehrig - Sobota (68. Picault), Buchtmann, Maier (90.+3 Gonther) - Thy
Zuschauer: 19012

Weitere Daten zum Spiel

St. Paulis Trainer Ewald Lienen musste verletzungsbedingt seine bewährte Defensive umbauen. Marc Hornschuh saß wegen muskulärer Probleme zunächst nur auf der Bank, für ihn verteidigte Bernd Nehrig auf der rechten Abwehrseite. Auf der Sechser-Position, die Nehrig beim 2:1-Sieg in Kaiserslautern bekleidet hatte, lief Enis Alushi auf. Die Spielanlage der Kiezkicker entsprach aber dem Auftritt vor einer Woche in der Pfalz: Die Hamburger warteten ab und setzten auf Konter. Sehr zielstrebig agierten sie dabei nicht, zwei harmlose Schüsse von Waldemar Sobota (7.) und Sebastian Maier (8.) und ein verunglückter Rückpass des Bielefelders Stephan Salger, den Sobota nicht nutzen konnte (19.) blieben die einzige Ausbeute. Die genauso harmlosen Bielefelder hatten aus dem Nichts die Riesenchance zum Führungstor: Erst wehrte St. Paulis Keeper Robin Himmelmann eine verdeckte Direktabnahme des früheren Kiezkickers Christopher Nöthe mit dem Fuß ab und brachte dann mit einem bärenstarken Reflex auch beim Nachschuss von Christoph Hemlein die Fäuste dazwischen (26.). Kurz vor der Pause wurde es noch einmal gefährlich vor dem Hamburger Tor, aber Kalla hinderte Hemlein im letzten Moment am Torabschluss (43.).

Viele Zweikämpfe, wenig Torraumszenen

Bielefeld kam etwas schwungvoller aus der Halbzeitpause, St. Pauli reagierte mit Zweikampfhärte. Philipp Ziereis kassierte für einen üblen Tritt gegen Christian Müller seine fünfte Gelbe Karte (51.) und fehlt daher am Freitagabend im Heimspiel gegen den Karlsruher SC. Torchancen blieben jedoch Mangelware, auf beiden Seiten wurden die Angriffsbemühungen schnell erstickt. Zündende Ideen im Strafraum? Fehlanzeige. Gefährliche Ecken oder Freistöße? Gab es nicht. Auch die Hereinnahme von Fabrice-Jean Picault (68.) belebte das Hamburger Offensivspiel nicht. Maier versuchte es noch einmal aus der Distanz (90.) - das wars. Weil den Bielefeldern ebensowenig gelang, blieb es letztlich beim leistungsgerechten torlosen Remis.

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