Stand: 07.02.2016 15:22 Uhr

2:0 in Fürth - Traumstart für die Kiezkicker

von Christian Görtzen, NDR.de

Dem FC St. Pauli ist in der Zweiten Liga der erhoffte Auftakt nach Maß gelungen. Die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen gewann am Sonntag im ersten Pflichtspiel des Jahres bei der SpVgg Greuther Fürth vor 12.055 Zuschauern mit 2:0 (1:0) und bleibt damit im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga. St. Pauli belegt nach 20 Spieltagen mit nunmehr 33 Punkten den vierten Tabellenplatz. Drei Zähler beträgt der Rückstand auf den Dritten 1. FC Nürnberg, nur noch fünf auf den SC Freiburg, der schon am Freitagabend mit 0:2 beim VfL Bochum verloren hatte. Lienen bilanzierte nach dem neunten Saisonsieg einen "perfekten Start" in die Restrunde: "Die ersten zehn Minuten waren etwas hektisch, da hatten wir Probleme. Danach haben wir ordentlich verteidigt. Das 1:0 spielte uns natürlich in die Karten, das 2:0 sorgte für Ruhe." Für die Norddeutschen verliefen die Duelle mit den Fürthern in dieser Spielzeit perfekt: In der Hinrunde hatte es ein 3:2 am Millerntor gegeben.

Kiezkicker kontern "Kleeblätter" aus

Hornschuh drückt zur Führung ein

20.Spieltag, 07.02.2016 13:30 Uhr

  • Greuth. Fürth
  • 0:2


  • FC St. Pauli

Tore: 0:1 Hornschuh (34.) 0:2 Sobota (62.)
Greuth. Fürth: Mielitz - Heidinger, M. Caligiuri, Röcker, Gießelmann - Gjasula, Stiepermann - Tripic (63. Wurtz), Zulj, Freis (78. Vukusic) - Berisha
FC St. Pauli: Himmelmann - Hornschuh, L. Sobiech, Ziereis, Buballa - Rzatkowski, Nehrig - Sobota (86. Eden), Alushi (67. Dudziak), Buchtmann - Thy (73. Verhoek)
Zuschauer: 12055

Weitere Daten zum Spiel

Für die erste Überraschung hatte Lienen bei der Besetzung der Offensive gesorgt. Dort kam der von einem Hexenschuss genesene Enis Alushi neben Lennart Thy zum Einsatz. Es hätte nicht viel gefehlt, und Alushi hätte in der Anfangsphase einen Foulelfmeter verschuldet. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) übersah aber, dass der Hamburger seinen Gegenspieler Niko Gießelmann zu Boden gerissen hatte. Auch in der siebten Minute hatten die Gäste Glück: Der emsige Jürgen Gjasula setzte den Ball per Freistoß aus annähernd 22 Metern knapp neben das Tor. Die Hamburger arbeiteten sich danach in die Partie hinein - und dies wurde in der 34. Minute belohnt. Eine Flanke von Christopher Buchtmann von der rechten Außenbahn köpfte Bernd Nehrig in Richtung des hinteren Pfostens des Fürther Tores. Hornschuh drückte den Ball, der ohnehin den Weg ins Netz gefunden hätte, zum 1:0 über die Linie. Sein Eingreifen war zudem riskant, da er aus abseitsverdächtiger Position gestartet war. Die Hamburger gingen mit einer schmeichelhaften Führung in die Kabine.

Sobota nutzt Konter zum 2:0

Die zweite Halbzeit begann so wie die erste - Fürth drängte aufs Tor der Hansestädter. St. Pauli lauerte auf Kontergelegenheiten. Die erste gute nutzten die Kiezkicker umgehend. Nach Diagonalflanke von Thy nahm Sobota den Ball sehr gut an, er versetzte mit einer Körpertäuschung Gießelmann und strebte allein auf das Kleeblatt-Tor zu. Im Duell mit dem Fürther Schlussmann Sebastian Mielitz behielt der polnische Mittelfeldspieler die Nerven. Er lupfte den Ball über Mielitz' rechte Schulter hinweg zum 2:0 (62.) ein. Es war sein zweiter Saisontreffer. Ernsthaft in Bedrängnis geriet der Erfolg nicht mehr. Die Fürther mühten sich redlich, dem Spiel noch eine Wende zu geben, doch die Gäste standen sehr sicher in der Defensive. Zu einer echten Torchance kamen die Franken nicht mehr. Fast hätte der nach einer guten Stunde eingewechselte Jeremy Dudziak in der 83. Minute noch das 3:0 erzielt, doch er schoss am Tor vorbei. St. Pauli ist gerüstet für das Heimspiel am Freitag gegen Spitzenreiter RB Leipzig (2:0 gegen Eintracht Braunschweig).

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