Stand: 22.04.2017 14:57 Uhr

Hannover kassiert Last-Minute-Ausgleich in Aue

von Thomas Luerweg, NDR.de

Hannover 96 hat im Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga einen Last-Minute-Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Coach André Breitenreiter kam am Sonnabend bei Kellerkind Erzgebirge Aue nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Nach einer deutlichen Steigerung im der zweiten Halbzeit hätten die "Roten" eigentlich als Sieger vom Platz gehen müssen. Aber trotz zweimaligen Rückstands stemmten sich die abstiegsbedrohten Hausherren mit Herz, aber auch spielerischer Klasse gegen die Niederlage. Dimitrij Nazarov traf in der Nachspielzeit für die Sachsen zum Ausgleich, als kaum jemand im Stadion noch mit einem Punktgewinn für Aue rechnete. 96 versäumte es somit, zumindest vorläufig die Tabellenführung zu übernehmen. Breitenreiter sagte im Interview mit NDR 2, er mache niemandem in seiner Mannschaft einen Vorwurf.

96-Coach Andre Breitenreiter im Sportclub

Breitenreiter geht von direktem Aufstieg aus

Sportclub -

Andre Breitenreiter ist seit einem Monat Trainer bei Hannover 96. Der Coach im Sportclub über den möglichen Aufstieg in die Erste Liga und seinen Führungsstil.

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Anton trifft zu Führung - Köpke zum Ausgleich

30.Spieltag, 22.04.2017 13:00 Uhr

  • Erzgeb. Aue
  • 2:2


  • Hannover 96

Tore: 0:1 Anton (3.) 1:1 Köpke (35.) 1:2 Harnik (59.) 2:2 Nazarov (90.+4)
Erzgeb. Aue: Männel - Kalig, Riese, S. Breitkreuz - Rizzuto, Tiffert, Fandrich, Hertner - Kvesic (86. S. Bertram), Köpke (70. Soukou), Nazarov
Hannover 96: Tschauner - Sorg, Salif Sané, F. Hübner, Albornoz - Schmiedebach, Anton - Harnik, S. Maier (46. Fossum), Prib (65. Klaus) - Füllkrug (80. A. Sobiech)
Zuschauer: 9700

Weitere Daten zum Spiel

Breitenreiter bot in seiner Startelf zehn Derbysieger der Vorwoche gegen Braunschweig auf. Lediglich Marvin Bakalorz musste mit Adduktorenproblemen passen, für ihn kam Sebastian Maier im Mittelfeld zum Einsatz. 96 nahm gleich das Heft in die Hand und demonstrierte einmal mehr seine hohe Qualität bei Standards: Edgar Prib trat von der rechten Seite einen Freistoß scharf vor das Auer Tor, am langen Pfosten stieg Waldemar Anton hoch und köpfte zur Führung ein - 1:0 (3.). Die Hausherren zeigten sich aber keineswegs geschockt und scheiterten fast im Gegenzug mit einem Kopfball von Clemens Fandrich am gut reagierenden 96-Keeper Philipp Tschauner (5.). Eine große Ausgleichschance bot sich den Sachsen sechs Minuten später als Tschauner einen Schuss von Mario Kvesic nach vorn abprallen ließ. Pascal Köpke konnte den Ball aber nicht im Tor unterbringen, weil der Schlussmann per Fußabwehr zu Stelle war (11.).

Als Hannover danach die Partie immer besser in den Griff bekam, schlug Aues Toptorjäger doch noch zu: Nach einem steilen Fandrich-Pass ließ Köpke den herauseilenden Tschauner aussteigen und schob zum Ausgleich ein (35.) - sein neunter Saisontreffer. Bei der Aktion sah der Torhüter der Niedersachsen nicht gut aus. In der Nachspielzeit setzte Köpke aus fünf Metern einen Kopfball unbedrängt neben den Pfosten, die "Roten" hätten sich über einen Rückstand zur Pause nicht beschweren dürfen.

Harnik zum 2:1 - Nazarov erlöst Aue

Zur zweiten Hälfte brachte Breitenreiter den Norweger Iver Fossum für Maier in die Partie und ließ Prib zentraler agieren. Zwei Maßnahmen, die sich auswirken sollten. Die "Roten" legten jetzt deutlich mehr Biss an den Tag. Nach einem Freistoß von Manuel Schmiedebach scheiterte Niclas Füllkrug per Kopf (52.). Ein wunderbarer Angriff der Niedersachsen brachte dann die erneute Führung: Fossum spielte einen langen Pass auf Füllkrug links im Strafraum. Der legte quer und Martin Harnik traf per Direktabnahme zum 2:1 (59.), bereits Saisontor Nummer 15! Danach übernahmen die Gäste wieder das Kommando, Aue war sichtlich beeindruckt durch den erneuten Rückstand. Hannover lauerte auf das 3:1 und kam durch Harnik (72.) und Hereingaben von Miiko Albornoz (75.) und Felix Klaus (80.) zu guten Chancen. Auf der Gegenseite vergab Kvesic per Kopf (79.). 96 hätte nach der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit eigentlich gewinnen müssen. Doch dann nahm sich Nazarov aus 20 Metern auf halbrechter Position ein Herz und traf am überraschten Tschauner vorbei, der sich vergeblich streckte, ins linke Eck (90+4.).

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