Stand: 07.02.2016 08:28 Uhr

Arnold: Kumbela macht Braunschweig stärker

Auf Rückkehrer Domi Kumbela (l.) ruhen die Hoffnungen der Eintracht und von Manager Marc Arnold.

Die Zweite Liga hat zwei Wochen länger Winterpause gemacht als die Bundesliga. Für Eintracht Braunschweig steht das erste Spiel der Restrunde an - ausgerechnet bei Spitzenreiter RB Leipzig. Manager Marc Arnold ist vor dem Auswärtsspiel aber nicht bange: "Wir sind mittlerweile selbst ein sehr guter Zweitligist und wollen versuchen, auch in Leipzig zu gewinnen." Doch wie gut sind die "Löwen"? In Mads Hvilsom und Emil Berggreen, der nach NDR Informationen für über zwei Millionen Euro nach Mainz gewechselt ist, sind zwei Stürmer weg. Dem steht nur ein Neuzugang gegenüber. "Wir haben uns verstärkt", ist Arnold dennoch überzeugt. Im Interview mit NDR.de erklärt der 45-Jährige, warum er so zurückhaltend auf dem Transfermarkt agiert hat, gibt das Ziel für die Restrunde aus und spricht über Rückkehrer Domi Kumbela.

Herr Arnold, wie ist das Halbjahreszeugnis Ihrer Spieler ausgefallen? Im Sommer haben Sie als Ziel "besser als Vorjahresplatz sechs" ausgegeben - das Team hat als Fünfter überwintert.

Arnold: Die Entwicklung unserer jungen Mannschaft ist sehr positiv. Uns haben im Sommer viele Führungsspieler verlassen. Wir mussten also eine ganz neue Struktur und Hierarchie aufbauen. Das hat gut geklappt. Und wenn wir die Tabelle als nacktes Faktum nehmen: Mit Platz fünf bin ich natürlich zufrieden.

Konnten Sie sich deshalb guten Gewissens auf dem Transfermarkt zurückhalten?

Arnold: Wir haben im letzten Winter zwei neue Spieler geholt, in diesem Jahr war es einer. Wir hatten noch ein, zwei andere Ideen, perspektivisch was zu machen. Aber die ließen sich nicht verwirklichen. Im Winter muss da ja auch immer noch ein abgebender Verein mitspielen.

Marc Arnold: Auf leisen Sohlen zum Erfolg

Der Rückstand auf Relegationsrang drei, den gerade Nürnberg innehat, beträgt nur vier Punkte. Machen Sie sich Hoffnungen auf den Aufstieg?

Arnold: Ich gehe davon aus, dass es einen harten Kampf um den dritten Platz geben wird. Dabei wollen wir möglichst lange ein Wörtchen mitreden. Der Rückstand auf Leipzig und Freiburg ist mit zwölf und neun Punkten schon eine sehr große Hausnummer. Zumal nicht damit zu rechnen ist, dass die beiden Teams einbrechen.

Und wenn es nicht klappt, gibt es dann zur neuen Saison den großen Angriff?

Arnold: Von solchen Begriffen halte ich nichts. Wir fahren seit Jahren gut damit, unsere Ziele realistisch zu formulieren. Aber die meisten unserer Spieler sind über den Sommer hinaus an uns gebunden. Das heißt, dass wir auf jeden Fall mit einer eingespielten Mannschaft an den Start gehen werden. Und wir werden die Restrunde sicher dazu nutzen, den einen oder anderen Transfer vorzubereiten, der uns dann weiterbringt.

Mit 15 Gegentoren stellt der BTSV die beste Abwehr der Liga. Auch 27 Treffer sind nicht schlecht, allerdings wurden 11 davon in den Spielen gegen Karlsruhe (6:0) und in Duisburg (5:0) erzielt. Bleiben in den übrigen 17 Spielen 16 Tore - zu oft drückte vorne der Schuh.

Arnold: Das würde ich so nicht sagen. Manche wären froh, wenn sie mal fünf oder sechs Tore in einem Spiel machen würden. Wenn wir mehr Tore geschossen hätten, wäre natürlich auch die Chance auf mehr Punkte gestiegen. Aber unser Ansatz war im Sommer, die Defensive zu stabilisieren. Und das ist uns gut gelungen. Wir wollen natürlich auch mehr aus unseren Chancen vorn machen. Aber das Ziel haben ja alle.