Stand: 12.02.2016 21:04 Uhr

Leipzig spielt, St. Pauli trifft und siegt

von Matthias Heidrich, NDR.de

Der Höhenflug des FC St. Pauli hält an. Nach dem Auftakterfolg in Fürth ließen sich die Kiezkicker am Freitagabend auch nicht vom Zweitliga-Spitzenreiter RB Leipzig stoppen und feierten einen 1:0 (1:0)-Sieg im ausverkauften Millerntor-Stadion. Es war der dritte 1:0-Erfolg der Hamburger gegen die Leipziger in Folge. Der Aufstiegsfavorit bestimmte zwar durchgehend die Partie, scheiterte allerdings mehrmals an dem glänzend aufgelegten St.-Pauli-Torwart Robin Himmelmann oder am eigenen Unvermögen. "Wir hatten großes Glück, haben uns den Sieg aber durch eine kämpferische Leistung verdient", sagte Trainer Ewald Lienen, der am Sonntag zu Gast im Sportclub ist.

Himmelmann stutzt den "Bullen" die Flügel

Rzatkowski trifft früh - Himmelmann hält alles

21.Spieltag, 12.02.2016 18:30 Uhr

  • FC St. Pauli
  • 1:0


  • RB Leipzig

Tore: 1:0 Rzatkowski (8.)
FC St. Pauli: Himmelmann - Hornschuh, L. Sobiech, Ziereis, Buballa - Rzatkowski, Nehrig (90.+2 Eden) - Sobota (84. Picault), Alushi (78. Dudziak), Buchtmann - Thy
RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Orban (81. Quaschner), Compper, A. Jung - Demme (61. M. Bruno), Ilsanker - Do. Kaiser (61. Selke), Sabitzer, Forsberg - Y. Poulsen
Zuschauer: 29546

Weitere Daten zum Spiel

Die Hamburger begannen forsch und erwischten den Tabellenführer eiskalt. Marc Rzatkowski traf mit einem Flachschuss aus halblinker Position bereits in der achten Minuten zum 1:0 für die Gastgeber. Vorausgegangen war perfektes Umschaltspiel der St. Paulianer, die den Ball am eigenen Strafraum erobert hatten. Die Leipziger zeigten sich beeindruckt, allerdings nur kurz. Dann antworteten die "Bullen" mit wütenden Gegenangriffen und verpassten den Ausgleich zweimal nur knapp. Erst klärte Himmelmann gegen Willi Orban in letzter Sekunde mit dem Fuß (20.), dann brachten die Gäste das Leder trotz Doppelchance von Dominik Kaiser und Emil Forsberg (22.) nicht im Tor der Braun-Weißen unter. Die Kiezkicker überließen das Spiel nun fast komplett dem Gegner und durften sich bei Himmelmann bedanken, dass die Führung auch zur Pause bestand hatte. In der 38. Minute parierte St. Paulis Schlussmann erst Yussuf Poulsens Schuss und auch den Kopfball von Marcel Sabitzer. 

Leipzig spielbestimmend

Leipzig war auch nach dem Seitenwechsel die spielbestimmende Mannschaft. Die erste dicke Gelegenheit hatten allerdings die Gastgeber. Einen abgefälschten Kopfball von Bernd Nehrig entschärfte Leipzigs Torwart Peter Gulacsi mit einer sehenswerten Parade (60.). St. Pauli attackierte die Gäste nun wieder früher, Chancen ergaben sich für das Team von Trainer Ralf Rangnick trotzdem. Auf Himmelmann war allerdings verlass. Einen Forsberg-Schuss aus kurzer Distanz hielt St. Paulis Keeper souverän fest (63). Eine Minute später scheiterte der Schwede an sich selbst, als er im Strafraum frei zum Abschluss kam und den Ball weit am Tor der Kiezkicker vorbeisetzte.

Picault muss alles klar machen

Die Hamburger setzten anders als in der ersten Hälfte immer wieder Nadelstiche. In der 77. Minute hätte Nehrig fast für die Vorentscheidung gesorgt. Doch die Volleyabnahme des St. Paulianers klatschte an die Querlatte. Knapp drei Minuten vor dem Ende hätte der eingewechselte Fabrice-Jean Picault alles klar machen müssen, doch der Stürmer traf nachdem er schon an RB-Keeper Gulacsi vorbei war nur den Pfosten. Trotzdem brachten die Gastgeber den Sieg in einer intensiven, phasenweise auch hitzigen Partie über die Zeit. "Ich kann der Mannschaft für ihren leidenschaftlichen Einsatz nur ein Riesenkompliment machen", sagte Lienen.

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