Stand: 30.09.2017 17:24 Uhr

VfL enttäuscht - nur ein Punkt gegen Mainz

von Thomas Luerweg, NDR.de
Gegen seinen alten Verein Mainz 05 reichte es für VfL-Trainer Martin Schmidt nicht zu drei Punkten.

Der VfL Wolfsburg tritt in der Fußball-Bundesliga weiter auf der Stelle: Das Team von Trainer Martin Schmidt kam am Sonnabend gegen Mainz 05 nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und steckt weiter im Tabellenmittelfeld fest. Vor allem im ersten Abschnitt waren die Gäste aus Rheinhessen das bessere Team und nahmen nicht unverdient einen Punkt vom Mittelland-Kanal mit. Der VfL enttäuschte bis auf eine Viertelstunde direkt nach dem Wechsel zum Leidwesen seiner Fans, die nach dem 2:2 in München auf einen Heimsieg gehofft hatten. Die Niedersachsen sind damit seit fünf Spielen ohne Sieg. Der Mittelfeldmann des VfL und frühere Mainzer Yunus Malli sagte bei NDR 2, die Leistung fühle sich wie ein "bisschen zu wenig an".

Gäste machen Druck, VfL mit Problemen

Schmidt stellte in der Partie gegen seinen alten Verein die Startelf auf zwei Positionen um: Für den mit Magen-Darm-Problemen fehlenden Maximilian Arnold kam im linken Mittelfeld Daniel Didavi. Rechts lief anstelle von William Jakub "Kuba" Blaszczykowski auf. Die Hausherren taten sich zunächst schwer, ins Spiel zu finden: Die aggressiven Mainzer liefen sie sehr früh an und bereiteten so dem VfL immer wieder Probleme beim Aufbau. Wenig überraschend spielten sich die 05er die erste zwingende Chance heraus: Nach einer Klassekombination knallte Danny Latza den Ball unbedrängt aus 17 Metern über den Kasten von Koen Casteels (15.). Die Mainzer übernahmen mehr und mehr das Kommando und waren näher an der Führung als die Niedersachsen: 05-Stürmer Yoshinori Muto lief VfL-Verteidiger Felix Uduokhai davon, scheiterte aber im Eins gegen Eins an Casteels (25.). Auf der anderen Seite schlug Josuha Guilavogui eine Flanke scharf in den Fünfmeterraum, doch der Mainzer Keeper René Adler rettete souverän (30.).

Guilavogui trifft zur Führung

Die einzigen beiden echten Chancen der "Wölfe" vor der Pause, die zeitweise Pfiffe der eigenen Fans über sich ergehen lassen mussten, hatte Yunus Malli. Erst setzte er nach einer "Kuba"-Ablage einen Dropkick aus 16 Metern über den Kasten (39.) und wenig später scheiterte er aus zehn Metern an Adler (42). Nach dem Wechsel agierten die Wolfsburger mit mehr Biss: Der Belgier Divock Origi setzte sich robust gegen 05-Verteidiger Stefan Bell durch, drosch den Ball aber über das linke Toreck (52.). Drei Minuten später lag der VfL dennoch vorn: Nach einer Didavi-Ecke setzte Guilavogui einen Kopfball unerreichbar für Adler ins linke untere Eck - 1:0!

Muto per Kopf - 1:1

7.Spieltag, 30.09.2017 15:30 Uhr

  • VfL Wolfsburg
  • 1:1


  • FSV Mainz 05

Tore: 1:0 Guilavogui (55.) 1:1 Muto (74.)
VfL Wolfsburg: Casteels - Verhaegh, Tisserand, Uduokhai, Itter - Camacho, Guilavogui (80. Bazoer) - Malli, Didavi (79. Ntep), Blaszczykowski - Origi (84. Osimhen)
FSV Mainz 05: Adler - Brosinski, Diallo, Bell, Donati - Gbamin - Latza, Frei (59. Maxim) - Öztunali (84. Onisiwo), Muto, de Blasis (68. V. Fischer)
Zuschauer: 24352

Weitere Daten zum Spiel

Die Fans glaubten nach einem weiteren gefährlichen Malli-Kopfball (57.) an eine Wende zum Besseren, doch die Gäste reagierten und wechselten Mittelfeldmotor Alexandru Maxim ein. Dadurch entwickelten die Rheinland-Pfälzer deutlich mehr Offensivkraft. Einen Schuss von Giulio Donati ins rechte untere Eck parierte Casteels (69.). Fünf Minuten später war er allerdings machtlos: Levin Öztunali flankte an den Fünfmeterraum, wo Muto mit einem Klassekopfball den VfL-Keeper überwand - der Ausgleich.

Beide Teams konnten sich in der Folge nicht mehr entscheidend in Szene setzen - bis zur 89. Minute: Der eingewechselte Paul-Georges Ntep brachte Karim Onisiwo an der Strafraumgrenze zu Fall. Schiedsrichter Robert Hartmann zeigte zunächst auf den Elfmeterpunkt, korrigierte sich aber nach einem Videobeweis. "Es soll doch gerechter für alle Mannschaften zugehen, deshalb ist mit dieser Entscheidung alles in Ordnung", sagte Daniel Brosinski, obwohl sich der Mainzer Defensivspieler den Ball schon auf dem Elfmeterpunkt zurecht gelegt hatte. So blieb es beim leistungsgerechten Unentschieden, das den VfL aber nicht weiterbringt. "Jetzt muss unser Killerinstinkt kommen, das ist der nächste wichtige Schritt", meinte Schmidt. Zu allem Überfluß sah Ntep in der Nachspielzeit noch Gelb-Rot und musste das Spielfeld nach insgesamt 13 Minuten Spielzeit wieder verlassen. Er fehlt beim Auswärtsspiel in Leverkusen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 30.09.2017 | 15:00 Uhr

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