Stand: 05.03.2016 17:22 Uhr

Wolfsburg hält Gladbach in Schach

von Johannes Freytag, NDR.de

Der VfL Wolfsburg hat seine Aufholjagd in Richtung erneute Champions-League-Qualifikation fortgesetzt. Mit dem 2:1 (2:1) am Sonnabend im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach besiegten die Niedersachsen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Königsklasse. In einer vor allem in der ersten Hälfte sehr ansehnlichen Partie trafen Julian Draxler und Max Kruse für die "Wölfe", Raffael schaffte für die Gäste den Anschluss. Dank des Ausrutschers von Bayer Leverkusen (3:3 in Augsburg) kletterte Wolfsburg um einen Rang auf Platz sieben der Tabelle. "das war ein hartes Stück Arbeit, das war sehr anstrengend heute", sagte Draxler nach der Partie bei NDR 2: "Wir haben noch eine Menge Punkte gutzumachen."

Bissige "Wölfe" besiegen die "Fohlen"

Drei Tore innerhalb von acht Minuten

25.Spieltag, 05.03.2016 15:30 Uhr

  • VfL Wolfsburg
  • 2:1


  • B. M'gladbach

Tore: 1:0 Draxler (15.) 2:0 Kruse (17.) 2:1 Raffael (23.)
VfL Wolfsburg: Casteels - Vieirinha (46. Träsch), Knoche, Dante, Ricardo Rodriguez - Guilavogui, Luiz Gustavo, Arnold - Schürrle (83. Schäfer), Draxler (74. Caligiuri), Kruse
B. M'gladbach: Sommer - Elvedi, Christensen, Nordtveit - Johnson (80. Hofmann), Dahoud (68. P. Herrmann), Xhaka, Hinteregger - Hazard (76. Hrgota), Stindl, Raffael
Zuschauer: 29224

Weitere Daten zum Spiel

Hecking änderte seine Startelf gegenüber dem 4:0 in Hannover nur auf einer Position: Vieirinha lief auf der rechten Abwehrseite auf, Christian Träsch saß zunächst auf der Bank. "Ich erwarte zwei Mannschaften, die aufeinander losgehen werden. Da wird es kein großes Abwarten geben. Das wird ein Spiel, das hoffentlich anschaubar ist", hatte der VfL-Trainer vor der Partie bei NDR Info gesagt - und er behielt Recht. Zunächst tat sich der VfL noch schwer mit dem aggressiven Pressing der Gladbacher, doch dann schlug die grün-weiße Offensiv-Maschinerie zu: Maximilian Arnold erwischte eine Hereingabe von André Schürrle nicht richtig, Draxler war zur Stelle und traf aus elf Metern zur 1:0-Führung (15.). Zwei Minuten später umdribbelte Kruse nach einen Bilderbuchkonter den Gladbacher Nico Elvedi und vollendete zum 2:0 (17.). Die Gäste wirkten aber keinesfalls geschockt. Fabian Johnson bediente Raffael und der Brasilianer drosch den Ball aus spitzem Winkel zum Anschlusstor ins Netz (23.). Vier Minuten später hätte Johnson selbst treffen können, doch VfL-Keeper Koen Casteels parierte stark mit dem Fuß (27.). Kurz vor der Pause nahm Raffael noch einmal Maß, sein Schuss flog allerdings knapp am Tor vorbei (45.).

Gladbach drückt, VfL-Bollwerk hält

Gladbach, das sich schon gegen Ende der ersten Hälfte spielbestimmender zeigte, hatte auch nach dem Seitenwechsel die erste Torchance: Lars Stindls sehenswerten Schuss wehrte Casteels ebenso sehenswert ab (49.). Auch gegen Raffael war der Belgier zur Stelle (53.). Wolfsburg versuchte es im eigenen Stadion mit Konterfußball, doch die Abwehr der Gäste stand sicher und hielt den VfL vom Strafraum fern. Erst nach einer Stunde Spielzeit gab es mal wieder einen Wolfsburger Torschuss, Schürrle zog aus 25 Metern ab, verfehlte aber das Gehäuse von Gladbachs Keeper Yann Sommer (60.). Der VfL spielte nun die Gladbacher mürbe. Geduldig schoben die "Wölfe" den Ball hin und her, warteten auf die entscheidende Lücke - und die fand sich immer häufiger: Kruse verpasste eine Draxler-Hereingabe (67.), Ricardo Rodriguez' strammer Weitschuss verfehlte das Tor nur knapp (68.). Auf der Gegenseite hatte Raffael den Ausgleich auf dem Fuß, schoss allerdings nur seinen am Boden liegenden Teamkollegen Patrick Hermann an (71.). In der Schlussphase stärkte Hecking die Defensive, wechselte VfL-Rekordspieler Marcel Schäfer für Schürrle ein. Das Abwehr-Bollwerk hielt, Wolfsburg brachte das 2:1 über die Zeit.

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