Stand: 12.03.2016 17:23 Uhr

Wolfsburg vermasselt Pflichtaufgabe in Hoffenheim

Bundesligist VfL Wolfsburg hat am Sonnabend kläglich die Chance vergeben, sich nachdrücklich ins Rennen um die Europapokalplätze einzuschalten. Beim 0:1 (0:1) bei der TSG Hoffenheim enttäuschte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking auf ganzer Linie. Nur vier Tage nach dem 1:0-Heimsieg in der Champions League über Gent und dem damit verbundenen Einzug ins Viertelfinale vermasselten die Niedersachsen die Pflichtaufgabe beim Tabellenvorletzten. Beim VfL bleibt es dabei: international top, in der Liga nur Mittelmaß, vor allem ohne Julian Draxler, der angeschlagen nicht mitwirken konnte. Auf fremden Plätzen sind die Niedersachsen als Drittletzter der Auswärtstabelle sogar kaum bundesligatauglich. "Wir sind schlecht reingekommen und hatten bis zur 90. Minute keine richtige Torchance", ärgerte sich Wolfsburgs André Schürrle. "So ein Spiel darf uns nicht passieren."

Müde "Wölfe" enttäuschen im Kraichgau

Kramaric schockt "Wölfe" früh

26.Spieltag, 12.03.2016 15:30 Uhr

  • Hoffenheim
  • 1:0


  • VfL Wolfsburg

Tore: 1:0 Kramaric (3.)
Hoffenheim: Baumann - Kaderabek, Bicakcic, Süle, Toljan - Eduardo Vargas (55. Ochs), Schär (67. Canouse), Amiri - Uth, Kramaric (77. Elyounoussi), Volland
VfL Wolfsburg: Casteels - Träsch (71. Bruno Henrique), Knoche, Dante, Ricardo Rodriguez - Guilavogui, Luiz Gustavo, Arnold (75. Schäfer) - Caligiuri, Kruse (60. Vieirinha), Schürrle
Zuschauer: 25231

Weitere Daten zum Spiel

Auf die drei jüngsten Pflichtspiel-Siege der Wolfsburger folgte in Sinsheim schnell der Tiefschlag. Max Kruse verlor den Ball im Vorwärtsgang - und die Hoffenheimer schalteten blitzschnell um. Kevin Volland schickte Andrej Kramaric, der Robin Knoche ganz alt aussehen ließ und den Ball dann zum 1:0 ins Netz schlenzte (3.). Koen Casteels, der ehemalige Hoffenheimer im "Wölfe"-Tor, war ohne Abwehrchance. Seine Vorderleute brauchten einige Minuten, um ihrerseits erstmals gefährlich zu werden. Den wuchtigen Schuss von Josuha Guilavogui hatte TSG-Fänger Oliver Baumann aber im Nachfassen sicher. Und die erste Chance des VfL blieb bis zur Pause auch die beste. Der zuletzt so starke André Schürrle (18.) und Daniel Caligiuri (32.) forderten Baumann nicht ernsthaft. Die Hausherren warteten geduldig auf ihre Möglichkeiten, waren jedoch nicht so zielstrebig wie Kramaric zu Beginn: Eduardo Vargas (20.) und Mark Uth (23.) hätten mehr aus ihren Schuss-Chancen machen müssen. Auf der anderen Seite kam Kruse noch zu einer Kopfball-Möglichkeit, im Duell der ehemaligen Freiburger behielt allerdings Hoffenheims Keeper locker die Oberhand (43.).

Casteels hält selbstverursachten Strafstoß

Nach dem Seitenwechsel war beiden Mannschaften anzumerken, dass sie noch nicht aufs Ganze gehen wollten. Die Gäste bekamen Kramaric allerdings nicht in den Griff - und als der Kroate wieder gefährlich im Sechzehner auftauchte, brachte Casteels die Leihgabe von Leicester City zu Fall. Volland trat zum Elfmeter an, nachdem er dem Gefoulten den Ball aus der Hand genommen hatte - und scheiterte mit seinem zwar hart, aber viel zu unplatziert geschossenen Strafstoß an Casteels (57.).

Baumann bis in die Nachspielzeit hellwach

Doch auch die Parade ihres Keepers ließ die "Wölfe" nicht mehr Mut im Angriff schöpfen. Bis 20 Meter vor dem Tor lief der Ball gut durch die eigenen Reihen - aber auch nur, weil die Hoffenheimer ihre Gäste gewähren ließen. Kein Tempo, kein Zug zum Tor. Obwohl die TSG nach wie vor nur 1:0 führte, kam keine Spannung auf. Baumann blieb in der zweiten Hälfte praktisch beschäftigungslos. Daran änderte die Hereinnahme von Stürmer Bruno Henrique genauso wenig wie Heckings Versuch, mit Vieirinha und Marcel Schäfer das Flügelspiel zu beleben. Und in der Nachspielzeit wäre trotzdem um ein Haar noch der Ausgleich gefallen. Aus dem Gewühl heraus kam Schürrle aus kurzer Distanz zum Schuss, aber erneut war beim Torhüter Endstadion. Schürrle haderte: "Ich treffe den Ball nicht zu 100 Prozent, das war ein dankbarer Ball für den Olli."

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