Stand: 14.01.2016 11:44 Uhr

Medien: Wolfsburg will Ex-96-Star Diouf

Am Mittwochabend war Mame Diouf wieder einmal zum Warten verurteilt. Wie bereits so oft in dieser Saison der englischen Fußball-Premier-League saß der frühere Angreifer von Hannover 96 im Duell seines Clubs Stoke City mit Norwich City (3:1) nur auf der Bank. Der 28-Jährige wartete vergeblich auf seine Einwechslung. Bei seinem Trainer Mark Hughes stehen derzeit andere Offensivkräfte wie der ehemalige Bremer Marko Arnautovic, Ex-96-Torjäger Joselu oder das einstige Barcelona-Wunderkind Bojan Krkic höher im Kurs. Gerade einmal auf sechs Startelf-Einsätze bringt es der Senegalese in der aktuellen Serie bei den "Potters". Möglicherweise wird keine Spielminute mehr dazukommen. Denn nach übereinstimmenden Medienberichten hat der VfL Wolfsburg seine Fühler nach Diouf ausgestreckt.

Allofs will "verstärkt Ausschau halten"

"Wölfe"-Manager Klaus Allofs wollte das Interesse an dem Ex-Bundesliga-Profi zwar nicht direkt bestätigen. Der 59-Jährige erklärte aber, dass er nach der Verletzung von Bas Dost (Mittelfußbruch) auf Stürmersuche gehen werde: "Da, wo zwei waren, ist jetzt nur noch einer. Wir werden jetzt das machen, was wir eigentlich nicht vorhatten. Wir werden verstärkt Ausschau halten, welche Möglichkeiten es gibt." Bereits vor eineinhalb Jahren war Diouf beim DFB-Pokalsieger ein Thema. Dem Fachblatt "kicker" zufolge ist der 28-Jährige dem VfL auch vor Kurzem erst wieder angeboten worden. Allofs habe eine Verpflichtung mit dem Verweis auf die vorhandenen Stürmer Dost und Nicklas Bendtner abgelehnt. Jetzt aber fällt der Niederländer lange aus. Und im Falle von Bendtner wachsen die Zweifel der Wolfsburger Verantwortlichen, dass der am Mittellandkanal bis dato glücklose Däne in der Autostadt noch aufblühen wird.

Diouf-Berater bestätigt Interessenten

Dioufs Kontrakt bei Stoke City ist zwar noch bis 2018 datiert. Der Senegalese wäre aber wohl weitaus kostengünstiger zu bekommen als beispielsweise der seit geraumer Zeit beim VfL gehandelte Breel Embolo vom FC Basel. Der 18 Jahre alte Schweizer Jung-Nationalspieler soll zudem von etlichen europäischen Topclubs umworben sein. Für Diouf spricht zudem, dass er die Bundesliga aus seiner Zeit bei 96 (2012 bis 2014) kennt und für die Champions League spielberechtigt wäre. Der Berater des Senegalesen, Jim Solbakken, erklärte dem "kicker", dass es mehrere Interessenten für seinen Klienten gäbe. Auf Nachfrage, ob der VfL dazu gehöre, antwortete Solbakken: "Kein Kommentar."

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