Stand: 30.01.2016 04:37 Uhr

Werder holt Yatabaré

Mittelfeld-Neuzugang Sambou Yatabaré soll gegen Hertha BSC noch nicht zum Einsatz kommen.

Eigentlich wollte sich Thomas Eichin ja in Zurückhaltung üben. Er sei kein Freund von Wintertransfers, hatte der Manager von Fußball-Bundesligist Werder Bremen Anfang des Jahres betont - und von Schnellschüssen halte er schon mal gar nichts. Doch der 49-Jährige hat unlängst Handlungsbedarf erkannt und ist in Windeseile auf dem Transfermarkt aktiv geworden: Am Donnerstag machte Eichin erst den Transfer von Torwart-Routinier Gerhard Tremmel perfekt und verpflichtete wenige Stunden später auch noch Sambou Yatabaré. Der Nationalspieler Malis erhält bei den Hanseaten einen Vertrag bis 2019 - und ist bereits der vierte Neue in diesem Winter. Zuvor hatten sich auch schon Innenverteidiger Papy Djilobodji und Mittelfeldmann Laszlo Kleinheisler den Grün-Weißen angeschlossen.

Saison-Aus für Bargfrede

Eine schlechte Nachricht gab es für Trainer Viktor Skripnik: Philipp Bargfrede fällt bis zum Saisonende aus. Die Meniskusverletzung, die sich der anfällige Defensivspieler in Gelsenkirchen zugezogen hatte, ist schlimmer als erwartet. "Nach den Erkenntnissen der Operation wird er in der Rückrunde nicht mehr zum Einsatz kommen", sagte Thomas Eichin am Donnerstag. Deshalb wurde der Transfer von Yatabaré nötig. "Mit Sambou haben wir unseren absoluten Wunschspieler verpflichtet. Wir freuen uns, dass wir ihn von Werder überzeugen konnten. Er gibt uns weitere Optionen im Mittelfeld und erhöht die Qualität in unserem Kader", freute sich Eichin. Der 26-Jährige, der übereinstimmenden Medienberichten zufolge rund 2,5 Millionen Euro kostet, war zuletzt von Olympiakos Piräus an Standard Lüttich ausgeliehen und hat bereits 18 Spiele für Mali absolviert. Sportdirektor Rouven Schröder stellte fest: "Sambou verfügt bereits über eine gewisse Erfahrung, ist aber noch in einem entwicklungsfähigen Alter. Er kann defensiv und offensiv spielen."

Kroos verliehen - Fröde bleibt

Das alles galt eigentlich auch für Felix Kroos. Der gebürtige Greifswalder, seit 2010 bei Werder unter Vertrag, ist unter Skripnik allerdings nicht gefragt. Der 24-Jährige ließ sich deshalb nun in die Zweite Liga ausleihen: Bis zum Sommer trägt der Bruder von Weltmeister Toni Kroos das Trikot von Union Berlin. Derweil bleibt Lukas Fröde nun doch an der Weser. Das Werder-Talent sollte eigentlich an Zweitligist St. Pauli ausgeliehen werden, doch das Thema ist vorerst vom Tisch.

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