Stand: 06.11.2015 22:20 Uhr

Rückschlag für Hannover: 1:3 gegen Hertha BSC

von Sebastian Ragoß, NDR.de

Hannover 96 und Heimspiele: Das passt in dieser Saison einfach nicht zusammen. Die Niedersachsen verloren am Freitagabend zum Auftakt des zwölften Spieltags in der Fußball-Bundesliga ihre Partie gegen Hertha BSC verdient mit 1:3 (0:1). Mann des Tages war Berlins Angreifer Salomon Kalou, der alle drei Treffer für sein Team markierte. Für die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck war es bereits die fünfte Pleite auf eigenem Platz. Damit verpasste es 96 auch, sich weiter Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

Hannover 96 kassiert bittere Heimniederlage

Nur ein 96-Torschuss vor der Pause

Im ersten Durchgang präsentierte sich Hannover in ähnlicher Verfassung wie in den ersten 45 Minuten beim 2:1-Sieg in Hamburg: harmlos, ohne Kreativität und ohne Tempo. Selbst großzügige Statistiker hatten bis kurz vor dem Seitenwechsel in der Kategorie "Torschüsse" noch immer eine Null stehen. Hiroshi Kiyotake war nach einer Trainingspause in den vergangenen Tagen zwar dabei, aber nicht wirklich fit. Impulse konnte er dem 96-Spiel jedenfalls kaum geben. Auch die Hoffnung, Felix Klaus könnte den jungen Berliner Startelf-Debütanten Yanni Regäsel in Schwierigkeiten bringen, erfüllte sich nicht. Der Neuzugang wurde in der Pause ausgewechselt. Erst in der 44. Minute flog ein Ball tatsächlich in Richtung Hertha-Tor. Kiyotakes Versuch verfehlte das Ziel aber um wenige Zentimeter.

Salou behält gegen Zieler die Nerven

12.Spieltag, 06.11.2015 20:30 Uhr

  • Hannover 96
  • 1:3


  • Hertha BSC

Tore: 0:1 Kalou (33.) 0:2 Kalou (60.) 1:2 Kiyotake (70., Foulelfmeter) 1:3 Kalou (87., Foulelfmeter)
Hannover 96: Zieler - Sakai, Marcelo, C. Schulz, Albornoz - Sané, Andreasen (71. Erdinc) - Bech, Kiyotake, Klaus (46. Saint-Maximin) - Sobiech
Hertha BSC: Jarstein - Regäsel, Langkamp, Brooks, Plattenhardt - Lustenberger (76. Hegeler), Skjelbred - Weiser (90.+1 Stocker), Darida, Haraguchi - Kalou (90. Baumjohann)
Zuschauer: 40200

Weitere Daten zum Spiel

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste bereits in Führung - verdientermaßen. Als große Fußball-Künstler werden die Hertha-Profis in dieser Saison nicht in die Geschichte eingehen. Allerdings ist das Team gut organisiert und hat im Gegensatz zu 96 Stürmer in seinen Reihen, die regelmäßig treffen. Kalou wurde nach schöner Vorarbeit von Genki Haraguchi von Hannovers Defensive nicht gestört: Der Ivorer zog ab und überwand Ron-Robert Zieler mit seinem Flachschuss (33.). Haraguchi hätte zuvor bereits zweimal die Führung markieren können (10./20.). Ernüchterung machte sich auf Seiten der Niedersachsen trotz der schwachen Leistung noch nicht breit. Schließlich hatte die 96-Elf in Hamburg bewiesen, dass sie sich steigern und ein Spiel noch drehen kann. Klappt aber nicht immer. Die Hertha stand souverän in der Defensive und setzte nach einer Stunde den vorentscheidenden Konter. Vladimir Darida schickte Kalou, der aus der eigenen Hälfte startete und Zieler zum zweiten Mal mit einem überlegten Abschluss überwand.

Kiyotakes trifft erneut per Elfmeter

Es sah gar nicht gut aus für die Hausherren, die aber noch einmal herankamen. Nach einem Gerangel zwischen Marvin Plattenhardt und Uffe Bech entschied Schiedsrichter Christian Dingert auf Elfmeter. Kiyotake schnappte sich den Ball und versenkte ihn sicher (70.). Ein Hoffnungsschimmer für Frontzecks Profis, die ein wenig besser und druckvoller agierten - ein wenig. Die abgeklärten Berliner kamen jedenfalls nicht mehr ernsthaft in Gefahr und bekamen ebenfalls noch einen Strafstoß zugesprochen: Marcelo foulte Mitchell Weiser, Kalou nutzte die Gelegenheit und erzielte seinen dritten Treffer des Abends (87.).

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