Stand: 05.08.2015 12:48 Uhr

Rudnevs bleibt! Wechsel nach Saloniki vom Tisch

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Bleibt in Hamburg, dürfte aber kaum Chancen haben zu spielen: Artjoms Rudnevs.

Das hatten sich die Verantwortlichen beim HSV ganz anders vorgestellt: Mit dem Streichen von Jacques Zoua, Mohamed Gouaida und Artjoms Rudnevs von der Gehaltsliste sollte das Großreinemachen im Kader des Hamburger Bundesligisten abgeschlossen werden. Doch während der Vertrag von Zoua noch heute aufgelöst werden soll, der Kameruner wechselt wohl zum französischen Erstliga-Aufsteiger Ajaccio, sind die beiden anderen Transfers vom Tisch. Der HSV teilte zunächst mit, dass "sich ein Wechsel von Mo Gouaida auf Leihbasis zu 1860 München zerschlagen hat". Und am Mittwoch sorgte dann Rudnevs für eine faustdicke Überraschung: "Ich werde nicht gehen, sondern meine Chance beim HSV suchen", erklärte der Lette nach der Rückkehr aus Thessaloniki. "Es wird schwer, aber ich werde um meinen Platz kämpfen."

Weitere Gespräche sollten folgen...

Anders als der freigestellte Zoua hatte Rudnevs zuvor zum ersten Mal wieder mit der Mannschaft trainiert. Absprachegemäß. "Artjoms Rudnevs trainiert nach seiner Rückkehr aus Griechenland. Weitere Gespräche über einen Wechsel zu PAOK Saloniki stehen aus", twitterten die Hamburger am Morgen, nur um rund zweieinhalb Stunden später nachschieben zu müssen: "Artjoms Rudnevs hat sich nach dem Training dahingehend geäußert, dass ein Wechsel zu PAOK Saloniki für ihn aktuell nicht infrage kommt."

Arnesen lockte den Stürmer nach Griechenland

Bei den Griechen ist ein alter Bekannter für die Zusammenstellung der Mannschaft verantwortlich: Frank Arnesen. Der ehemalige HSV-Manager hatte Rudnevs vor drei Jahren aus Posen an die Elbe geholt und zuletzt via "Hamburger Morgenpost" noch einmal in den höchsten Tönen von dem Angreifer geschwärmt: "Rudnevs sollte den HSV verlassen, das wäre das Beste für ihn. 'Rudi' ist 27 Jahre alt, im besten Alter und noch für viele Tore gut."

2014/2015 nur ein Bundesliga-Tor

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Artjoms Rudnevs (M.) schoss den HSV im November zum Derbysieg gegen Bremen.

Doch der Lockruf verhallte. Trotz der jüngsten Zugänge von Sven Schipplock und Michael Gregoritsch, die die Offensive um Ivica Olic, Nicolai Müller und Pierre-Michel Lasogga verstärkt haben. In seinen 79 Bundesliga-Spielen hat Rudnevs zwar 17 Tore erzielt, allein zwölf davon aber bereits in seiner Debütsaison 2012/2013. In der vergangenen Spielzeit war es nur noch ein Treffer. Retter-Trainer Bruno Labbadia baute nur noch als Joker auf den Letten. Die neuen Offensivkräfte sind eine Warnung, dass es um seine Einsatzzeiten künftig noch schlechter als zuletzt bestellt sein dürfte. Aber diese Warnung verhallte genauso wie Lockrufe von Arnesen. Gleichzeitig ist es natürlich Rudnevs' gutes Recht, auf die Erfüllung seines noch bis 2016 laufenden Vertrages zu pochen.

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