Stand: 07.09.2015 12:59 Uhr

Pizarro: "Werder-Fans lassen mein Herz zittern"

Die Rückkehr von Claudio Pizarro zu Werder Bremen ist perfekt. Der Peruaner landete am Sonntagabend gegen 23 Uhr am Bremer Flughafen und wurde dort von mehreren Hundert Fans begeistert empfangen. Am Montagvormittag gab der Fußball-Bundesligist die Verpflichtung des Stürmers offiziell bekannt. Der 36 Jahre alte Pizarro hat in Bremen einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben. "Ich freue mich, wieder hier zu sein. Die Werder-Fans lassen mein Herz zittern", sagte Pizarro, der zuletzt vereinslos war und deshalb auch nach Ende der Transferperiode verpflichtet werden durfte: "Wir haben ein junges Team, aber wir können etwas erreichen. Ich hoffe, dass ich meine Erfahrung bestmöglich einsetzen kann."

Claudio Pizarros Karriere in Bildern

176 Treffer in der Bundesliga

Der Angreifer ist beim Fußball-Bundesligisten von der Weser nicht irgendein ehemaliger Profi. Er war während seiner beiden bisherigen Engagements (1999 bis 2001 und 2008 bis 2012) Publikumsliebling, daran änderten auch die jeweiligen Wechsel zum Erzrivalen FC Bayern nichts. "Es hat uns sehr gefreut, dass Claudio bereit ist, auch unseren neuen Weg mitzugehen und einen Beitrag zu leisten. Er kennt unsere Philosophie mit vielen jungen Spielern und will auf seine Art mithelfen, die Mannschaft weiterzuentwickeln", sagte Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin über den torgefährlichsten Ausländer der Bundesliga-Geschichte (176 Treffer in 383 Partien). Pizarro wird in Bremen auf eigenen Wunsch die Rückennummer 14 erhalten. Offen ist, ob er bereits am Sonntag im Gastspiel bei 1899 Hoffenheim im Kader der Norddeutschen stehen wird. "Natürlich hoffe ich, mehr zu spielen als vergangene Saison beim FC Bayern, aber das entscheidet der Trainer", erklärte der 36-Jährige, der am Dienstag ins Mannschaftstraining einsteigen wird: "Ich fühle mich sehr gut. Ich werde in den nächsten Tagen sehen, wie mein Körper reagiert, habe zuletzt nur individuell trainiert."

Eichin: Im Angriff nun "top aufgestellt"

Die Hanseaten waren nach den Abgängen von Franco Di Santo (Schalke 04) und Davie Selke (RB Leipzig) im Sturm relativ dünn aufgestellt. Einzig Anthony Ujah hat bereits nachhaltig seine Bundesliga-Tauglichkeit bewiesen. Bei Neuzugang Aron Jóhannsson muss die Entwicklung noch abgewartet werden, Nachwuchsangreifer Melvyn Lorenzen ist sehr verletzungsanfällig. Mit Pizarro ist nun eine hochkarätige Alternative an Bord: Manager Eichin sieht Werder in der Offensive nun "top aufgestellt".

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