Stand: 20.09.2017 20:21 Uhr

Meppen siegt im Derby gegen Osnabrück

von Sebastian Ragoß, NDR.de

Der SV Meppen hat das Derby gegen den VfL Osnabrück für sich entschieden. Der Drittliga-Aufsteiger setzte sich am Mittwochabend mit 1:0 (1:0) durch und schob sich in die obere Tabellenhälfte. "Aufgestiegen, Derby gewonnen, auf dem Höhepunkt sollte man aufhören", scherzte Meppens Coach Christian Neidhart nach der Partie. Die Osnabrücker Mannschaft von Trainer Joe Enochs rutschte hingegen nach der zweiten Niederlage in Folge (nach dem 0:1 gegen Erfurt) an den Rand der Abstiegszone: "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in einen Strudel geraten, sonst wird das ungemütlich in der Liga."

Granatowski mit einem sehenswerten Treffer

9.Spieltag, 20.09.2017 18:30 Uhr

  • SV Meppen
  • 1:0


  • VfL Osnabrück

Tore: 1:0 Granatowski (39.)
SV Meppen: Domaschke - Jesgarzewski, Gebers, Posipal, Senninger - Puttkammer, Leugers - Kleinsorge (75. Kremer), Wagner (75. Hyseni), Granatowski (80. Ballmert) - Girth
VfL Osnabrück: Gersbeck - Falkenberg, Appiah, Susac, Wachs - Heider (62. Danneberg), Arslan (62. S. Tigges), Groß, Iyoha - Alvarez, Savran (77. Kristo)
Zuschauer: 13286

Weitere Daten zum Spiel

Die Stimmung war prächtig beim ersten Ligaduell der beiden Konkurrenten seit mehr als 17 Jahren, das spielerische Niveau auf dem Rasen hingegen eher überschaubar. Trotzdem war die Partie nie langweilig, weil beide Mannschaften ein hohes Tempo gingen und die Zweikämpfe mit viel Leidenschaft bestritten. Spektakuläre Torszenen gab es allerdings lange Zeit nicht. Ein Abseitstor von Meppen-Stürmer Benjamin Girth (25.) und ein geblockter Schuss von Halil Savran (21.) sorgten zumindest ein wenig für Aufregung. Dann die 39. Minute: VfL-Schlussmann Marius Gersbeck faustete den Ball direkt auf Nico Granatowski, der ihn aus 25 Metern zum 1:0 unter die Latte drosch. Savran bekam noch vor dem Seitenwechsel die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an SVM-Keeper Eric Domaschke (43.).

Iyoha mit mehreren Chancen zum Ausgleich

Die Führung beflügelte die Emsländer, die in der Anfangsphase der zweiten Hälfte spielerisch zulegten und weiterhin mit hoher Laufbereitschaft das Offensivspiel des VfL weitgehend unterbanden. Doch nach gut 65 Minuten schwanden bei den Hausherren die Kräfte, Osnabrück drängte auf den Ausgleich. Emmanuel Iyoha hatte Pech, dass sein Volleyschuss um Zentimeter das Ziel verfehlte (68.). Fünf Minuten später zog der Stürmer erneut direkt ab, dieses Mal war Domaschke zur Stelle. Die ohnehin umkämpfte Begegnung wurde noch hitziger. Und weiter ging’s im Privatduell Iyoha vs. Domaschke: Zweimal (78./81.) entschärfte der Meppener Schlussmann einen Distanzschuss des VfL-Angreifers, der dann den Pfosten traf (82.). Die letzte Chance hatte der mitaufgerückte Gersbeck per Kopf in der Nachspielzeit. Doch es sollte einfach nicht sein für die Gäste an diesem Abend.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 20.09.2017 | 19:00 Uhr

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