Stand: 27.07.2015 17:13 Uhr

Kevin De Bruyne ist der Fußballer des Jahres

Kevin De Bruyne ist erstmals zum Fußballer des Jahres in Deutschland gewählt worden. Der Belgier vom Bundesligisten VfL Wolfsburg setzte sich in der Journalisten-Wahl des Fachblattes "kicker" durch und folgte damit auf Nationaltorhüter Manuel Neuer, der vor einem Jahr gewonnen hatte. Der 24-Jährige erhielt 367 von 815 Stimmen. "In einem anderen Land zum besten Spieler gewählt zu werden, das heißt was. Das ist eine Anerkennung für meine Saison", freute sich der Spielmacher der "Wölfe". Arjen Robben (94) und Neuer (67/beide FC Bayern) landeten auf den Plätzen. De Bruyne hatte mit 16 Toren und 29 Vorlagen in 51 Pflichtspielen großen Anteil am guten Abschneiden der Niedersachsen: Bundesliga-Vizemeister, Viertelfinal-Teilnehmer in der Europa League und DFB-Pokalsieger.

De Bruyne weiß nicht, wo er spielen wird

Besonders als Vorbereiter glänzte De Bruyne, der erst als fünfter Ausländer der Geschichte diese Auszeichnung erhält, in der vergangenen Saison: Seine 21 Assists bedeuten Bundesliga-Rekord. Nicht von ungefähr sind Europas Topclubs auf ihn aufmerksam geworden. Der VfL schiebt einem Transfer zwar einen Riegel vor. Allerdings gibt es immer wieder Spekulationen über "unmoralische" Angebote für den Mittelfeldmann - wie zuletzt von Manchester City. De Bruyne selbst heizte in einem "kicker"-Interview am Montag die Gerüchte an. Natürlich denke er nach, wenn große Clubs Interesse signalisierten. Er sei sich auch noch nicht sicher, wo er in der kommenden Saison spiele. "Nein, das weiß ich nicht. Ich muss gut trainieren, alles dafür tun, dass ich fit bin. Dann sehen wir weiter", sagte er. Es stimme jedoch nicht, dass er Klaus Allofs bereits um eine Freigabe aus seinem bis 2019 datierten Vertrag beim VfL gebeten habe. Der VfL-Manager verwies erneut auf den laufenden Kontrakt De Bruynes und erklärte, dass Wolfsburg sich seriös mit einem Angebot auseinandersetzen würde, aber "es gibt keines".

Hecking ist Trainer des Jahres

Mit der Auszeichnung De Bruynes ist es beim VfL aber noch nicht genug. Bei der Wahl zum Trainer des Jahres siegte in Dieter Hecking ebenfalls ein Wolfsburger. Der 50-Jährige setzte sich mit 203 Stimmen knapp vor Markus Weinzierl (191/FC Augsburg) und Lucien Favre (168/Borussia Mönchengladbach) durch. Hecking gab die Auszeichnung gleich weiter: "Das ist eine Anerkennung der Arbeit des gesamten Trainerstabes und damit auch meiner Arbeit." Zur Fußballerin des Jahres wurde die Frankfurterin Celia Sasic gewählt. Die Torschützenkönigin der WM in Kanada hat gerade mit 27 Jahren ihre Karriere beendet.

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