Stand: 19.02.2016 20:54 Uhr

Holstein Kiel lässt in Stuttgart zwei Punkte liegen

Kapitän Rafael Czichos (r.) konnte die Kieler bei den Stuttgarter Kickers nicht zum Sieg führen.

Holstein Kiel kann in der Dritten Liga gegen die Stuttgarter Kickers einfach nicht gewinnen. Das torlose Remis am Freitagabend im Stadion Degerloch war bereits das vierte Unentschieden im sechsten Kräftemessen mit den Schwaben - ein Sieg gelang noch nie. In einer ganz starken ersten Hälfte verpasste es die Mannschaft von Trainer Karsten Neitzel, ihre drückende Überlegenheit gegen den Vorletzten in Tore umzumünzen. In der Tabelle treten die "Störche" damit weiter auf der Stelle. "Stuttgart hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn wir hier 5:1 oder 6:1 gewonnen hätten", sagte Torjäger Steven Lewerenz, der diesmal wie alle anderen leer ausging. "Sie können sich bei ihrem Torwart bedanken, dass er so stark gehalten hat."

Kiel nutzt Kickers-Chaos nicht

26.Spieltag, 19.02.2016 19:00 Uhr

  • St. Kickers
  • 0:0


  • Holstein Kiel

Tore: -:-
St. Kickers: Sattelmaier - Leutenecker, Starostzik, Stein, Baumgärtel - Braun, Gjasula - B.B. Bahn (30. Abruscia), Nebihi (86. Bihr), Mvibudulu - Sliskovic (46. Mendler)
Holstein Kiel: Zentner - P. Herrmann, Sigurbjörnsson, Czichos, Kohlmann - Evseev (90. Schmidt), Lewerenz, Wirlmann, Schnellhardt - Fetsch (77. Schäffler), Heider (71. Saliou Sané) -
Zuschauer: 3450

Weitere Daten zum Spiel

Mit Wut im Bauch nach der unglücklichen Last-Minute-Niederlage gegen Osnabrück waren die Kieler nach Stuttgart gereist. In den ersten 30 Minuten waren sie drückend überlegen und erspielten sich trotz des tiefen Bodens mit ansehnlichen Kombinationen eine Vielzahl glasklarer Chancen. Lewerenz prüfte zunächst mit einem Freistoß aus 18 Metern den Kopfschutz des zurückgeeilten Klaus Gjasula, der vor der Linie klärte (7.). Rouven Sattelmaier wäre da wohl nicht mehr herangekommen, dafür bewahrte der Kickers-Torhüter sein Team in der Folge mehrfach vor einem frühen Rückstand. Er kaufte Marc Heider (15.) und zweimal Mathias Fetsch (16., 27.) aus Nahdistanz den Schneid ab. Fetsch, im Winter von Spitzenreiter Dynamo Dresden an die Förde gewechselt, hatte zuvor schon freistehend aus acht Metern vorbeigeköpft (14.). Und auch Heider ließ eine weitere hochkarätige Möglichkeit ungenutzt: Nach einem Fehlpass der Stuttgarter am Mittelkreis lief er frei auf Sattelmaier zu, legte sich den Ball aber zu weit vor und stocherte ihn im Fallen links am Tor vorbei (28.). Damit war die Anfangsoffensive verpufft, zumal Kickers-Trainer Tomislav Stipic nach einer halben Stunde den Ex-St.-Paulianer Bentley Baxter Bahn "opferte" und für ihn in Alessandro Abruscia einen weiteren Abwehrspieler brachte.

Nichts geht mehr nach Wiederanpfiff

Natürlich rächte sich der Chancen-Wucher, den die Kieler in der ersten Hälfte betrieben hatten, denn solche Gelegenheiten kamen nicht wieder. Die Stuttgarter hatten sich nach Wiederanpfiff besser auf das Spiel der "Störche" eingestellt und kamen nun ihrerseits zu guten Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Als der eingewechselte Markus Mendler einen Pass von Sandrino Braun aus zwölf Metern direkt aufs Tor schoss, bekam Patrick Herrmann gerade noch das Schienbein dazwischen (56.). In der Schlussphase versuchte Neitzel, seine sanft entschlafene Offensive noch mit Saliou Sané und Manuel Schäffler aufzuwecken - aber zu spät. Am Ende musste die KSV sich noch bei Schiedsrichter Lasse Koslowski bedanken, dass dieser das harte Einsteigen von Willi Evseev im eigenen Strafraum gegen Bajram Nebihi nicht mit einem Elfmeterpfiff bestrafte (83.).

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