Stand: 19.09.2015 17:45 Uhr

Hamburger SV mit Nullnummer gegen Frankfurt

von Sebastian Ragoß, NDR.de

Der Hamburger SV hat sich am Sonnabend mit einem torlosen Remis gegen Eintracht Frankfurt begnügen müssen und den zweiten Heimsieg in dieser Bundesliga-Saison verpasst. Nach einer ordentlichen ersten Hälfte hatten es die Norddeutschen im zweiten Durchgang Keeper Jaroslav Drobny zu verdanken, dass sie nicht als Verlierer vom Platz gingen. Das Spiel der Hamburger hatte zunächst Struktur und auch mehr Tempo als in den ersten Partien der Saison, auch dank der guten Ideen von Neuzugang Aaron Hunt im Mittelfeldzentrum. Die erste Gelegenheit hatten allerdings die Gäste. Einen Kopfball von Marco Russ klärte Nicolai Müller auf der Torlinie (5.).

HSV verpasst dritten Saisonsieg

Djourou trifft aus fünf Metern nur die Latte

5.Spieltag, 19.09.2015 15:30 Uhr

  • Hamburger SV
  • 0:0


  • E. Frankfurt

Tore: -:-
Hamburger SV: J. Drobny - Diekmeier, Djourou, Spahic, Ostrzolek - Holtby, Kacar - N. Müller (68. Gregoritsch), Hunt, Ilicevic (76. Olic) - Lasogga (88. Schipplock)
E. Frankfurt: Hradecky - Ignjovski, M. Russ, D. Abraham, Oczipka - Hasebe (90.+2 Medojevic), Reinartz, Stendera (89. Flum) - A. Meier - Castaignos (84. Aigner), Seferovic
Zuschauer: 55322

Weitere Daten zum Spiel

Noch besser war jedoch die Chance für Hamburgs Kapitän Johan Djourou. Nach einem verunglückten Hunt-Schuss kam der Schweizer aus fünf Metern ungestört zum Abschluss und donnerte den Ball an die Latte (10.). Hunt hätte sein Volkspark-Debüt im HSV-Trikot wenig später fast mit einem Tor gekrönt. Seinen gefährlichen Flachschuss aus 25 Metern lenkte der sehr starke Eintracht-Keeper Lukas Hradecky mit den Fingerspitzen um den Pfosten (22.). Während der Frankfurter Schlussmann anschließend in weiteren Szenen bewies, dass er ein würdiger Nachfolger für Kevin Trapp ist, blieb die vor einer Woche beim 6:2 gegen Köln so beeindruckend starke Offensive der Hessen bis zur Pause ohne nennenswerte Aktion. Die Stürmer Haris Seferovic und Luc Castaignos hatten keine Bindung zum Spiel. Auch von Alexander Meier war nur wenig zu sehen.

Drobny pariert zweimal in höchster Not

Drobny im Hamburger Tor war bis zur 50. Minute zumeist nur Zuschauer, dann musste er sich aber ordentlich strecken, um einen Schuss von Stefan Reinartz zu parieren. Kurz zuvor hatte der HSV die Möglichkeit zur Führung vergeben. Ivo Ilicevic schloss jedoch viel zu hektisch ab und jagte den Ball in die eigene Fankurve. Dennoch: Die Hessen waren nun das aktivere Team und hätten fast die Führung erzielt. Meier schlich sich in Position und hätte Drobny beinahe auf dem falschen Fuß erwischt. Der Tscheche verhinderte mit einer tollen Reaktion den Gegentreffer (62.).

Kaum Chancen in der Schlussphase

Der HSV verlor seine spielerische Linie und rannte sich zu oft in der robusten Frankfurter Defensive fest. Pierre-Michel Lasogga hatte bei einem missglückten Freistoß seine beste Szene (68.), ansonsten rieb sich der Stürmer in vielen Zweikämpfen auf. Auch Hunt tauchte zunehmend in den Weiten des Mittelfelds ab. Einen Distanzschuss von Michael Gregoritsch in der 84. Minute - mehr gab es von den Gastgebern in der Schlussphase offensiv nicht zu sehen. Die Eintracht hatte noch eine Kopfball-Gelegenheit von Russ (86.), blieb aber wie der HSV ohne Treffer. "Es war mehr drin. Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, da haben wir Ball und Gegner gut laufen lassen. Es hat nur das Tor gefehlt. Wir sind sehr diszipliniert und mit viel Spielfreude aufgetreten", bilanzierte HSV-Coach Bruno Labbadia bei NDR 2.

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