Stand: 24.09.2017 21:39 Uhr

HSV verliert zum vierten Mal in Serie torlos

von Florian Neuhauss, NDR.de

Der starke Start des Hamburger SV in die neue Bundesliga-Saison ist endgültig verpufft. Die Hanseaten verloren am Sonntag bei Bayer Leverkusen mit 0:3 (0:2) - und damit bereits zum vierten Mal in Folge ohne ein eigenes Tor. Der ersatzgeschwächte HSV konnte die Partie vor 27.601 Zuschauern nach sehr schwacher erster Hälfte zwar ausgeglichen gestalten, insgesamt fehlte aber einmal mehr der Zug zum Tor. "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir aus dieser Negativsituation rauskommen", sagte Manager Jens Todt. "Wir haben schon wesentlich Schlimmeres überstanden als so eine Negativserie zu Beginn einer Saison." Mit seinen sechs Punkten ist der Bundesliga-Dino auf Rang 15 abgerutscht und hat nur noch zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, den aktuell der SC Freiburg innehat.

HSV ohne Punkte in Leverkusen

Leverkusen zieht groß auf - HSV schaut zu

6.Spieltag, 24.09.2017 18:00 Uhr

  • B. Leverkusen
  • 3:0


  • Hamburger SV

Tore: 1:0 K. Volland (20.) 2:0 Alario (23.) 3:0 K. Volland (83.)
B. Leverkusen: Leno - Henrichs, Tah, S. Bender, Wendell - Ch. Aranguiz (84. Kohr), Baumgartlinger - Mehmedi (69. Brandt), Bailey - K. Volland, Alario (86. Pohjanpalo)
Hamburger SV: Mathenia - Diekmeier, K. Papadopoulos, Mavraj, Sakai - Walace (46. L. Waldschmidt), G. Jung, Salihovic (46. Jatta) - Hahn (82. Tat. Ito), Wood, L. Holtby
Zuschauer: 27601

Weitere Daten zum Spiel

Die Hamburger begannen konzentriert und machten die Räume eng. Dementsprechend schwer taten sich die Hausherren zunächst. Die erste gefährliche Situation hatte der HSV, als Sejad Salihovic Torhüter Bernd Leno zu einer Flugeinlage zwang (15.).

Doch die Leverkusener, die schon zu Wochenfrist gegen Freiburg (4:0) mit einer guten Chancenverwertung geglänzt hatten, brauchten nicht lange, um Fahrt aufzunehmen. Die Gäste klärten einen Angriff nicht richtig, Benjamin Henrichs flankte ins Zentrum, Leon Bailey legte unbedrängt per Kopf ab und der ebenso freie Kevin Volland schob zum 1:0 ein (20.). Die Unordnung in der HSV-Abwehr nutzte Leverkusen prompt noch zum 2:0. Diesmal flankte Bailey scharf von der linken Seite und in der Mitte drückte der vollkommen freie Bundesliga-Debütant Lucas Alario den Ball im Sprung über die Linie (23.).

Nachdem André Hahn einen Kopfball am Tor vorbeigesetzt hatte (31.), fiel um ein Haar das 3:0. Wieder konnten die Hamburger Bailey nicht stoppen. Der Jamaikaner dribbelte in den Sechzehner und legte mit Übersicht zurück zu Julian Baumgartlinger. Der Österreicher leitete mit einem Hacken-Kabinettstückchen weiter - aber Admir Mehmedi jagte den Ball aus kurzer Distanz über den Querbalken (36.).

Hahn vergibt beste Chance der Gäste

Gisdol reagierte zur Pause und brachte mit Bakery Jatta und Luca Waldschmidt zwei neue Offensivkräfte. Nach vorne ging bei den Hamburgern zunächst trotzdem nichts mehr. Die Hanseaten hatten zwar mehr Ballbesitz, Torchancen ergaben sich daraus allerdings nicht. Leverkusen lauerte auf Konter und war dem dritten Treffer so näher als der HSV dem Anschluss. Lediglich bei einem Distanzschuss von Lewis Holtby musste Bernd Leno wirklich eingreifen (59.). Gefährlicher wurde es auf der anderen Seite: Volland setzte Charles Aranguiz ein, Mergim Mavraj störte den Chilenen aber im letzten Moment und Christian Mathenia packte im Tor sicher zu (63.).

Bei lediglich zwei Treffern Rückstand blieb es jedoch spannend, zumal der HSV sich nicht hängen ließ. In der 70. Minute kam André Hahn frei aus spitzem Winkel zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz.

3:0 - Volland setzt den Schlusspunkt

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Starkes Leverkusener Duo: Kevin Volland (l.) und Lucas Alario.

Dann wurde es kurios: Gotoku Sakai spielte zu Mathenia zurück. Der Befreiungsschlag des Torhüters misslang völlig, sodass Mathenia noch einmal mit den Händen klären musste - und den Ball fing. Wegen des vorangegangenen Rückpasses gab es allerdings indirekten Freistoß für die Gastgeber. Die breite HSV-Mauer blockte jedoch den Schuss von Bailey genauso wie den Nachschuss von Aranguiz (73.). Die Entscheidung wurde so aber lediglich um zehn Minuten vertagt: Dann setzte Joker Julian Brandt zum Solo an und spielte den "tödlichen Pass" auf Alario. Der Argentinier passte vor dem Tor quer zu Volland, der nur noch einzuschieben brauchte.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 24.09.2017 | 22:35 Uhr

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