Stand: 15.07.2014 13:51 Uhr

HSV-Neuaufbau mit Peters, aber ohne Kreuzer

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Vor der WM 2006 wäre Bernhard Peters beinahe DFB-Sportdirektor geworden.

Die Umbauarbeiten beim Hamburger SV haben begonnen. Mit Bernhard Peters hat Dietmar Beiersdorfer, der Vorstandsvorsitzende der HSV Fußball AG, am Dienstag seinen ersten "Neuzugang" präsentiert. Als "Direktor Sport" soll der 54-Jährige beim Fußball-Bundesligisten "ein umfassendes Förderkonzept von der Jugend bis zur Profiebene inhaltlich entwickeln und strategisch umsetzen". Peters arbeitete zuletzt in ähnlicher Position bei der TSG 1899 Hoffenheim. In seiner Amtszeit gewannen die B-Junioren (2008) und aktuell die A-Junioren die deutsche Meisterschaft. Schon der damalige Nationaltrainer Jürgen Klinsmann wollte Peters' Fachwissen im Vorfeld der WM 2006 nutzen und ihn zum Sportchef machen. Der Plan scheiterte am Widerstand innerhalb des DFB. Nun soll Peters den HSV umkrempeln. Anders als Oliver Kreuzer: Den Sportdirektor hat Beiersdorfer beurlaubt.

"Ein wesentlicher Teil der sportlichen Neuausrichtung"

Peters tritt seinen neuen Job am 1. August an. "Die Verpflichtung von Bernhard Peters stellt einen wesentlichen Teil der sportlichen Neuausrichtung dar", unterstrich Beiersdorfer die Bedeutung der Personalie. "Wir sind sehr glücklich, dass es uns gelungen ist, mit Bernhard Peters einen der national und international anerkanntesten Experten in den Themen Fußballstruktur, -konzept und Nachwuchsentwicklung für den HSV zu gewinnen." Peters selbst zeigte sich auch hocherfreut. "Jetzt ist es mein Ziel, gemeinsam mit Dietmar Beiersdorfer und unseren Mitarbeitern, dem HSV eine eigene fußballerische Identität zu geben: eine Philosophie, aus der heraus vom Kinder- über den Jugend- bis hin zum Profibereich eine unverwechselbare Handschrift entwickelt wird", meinte der 54-Jährige, der als kreativer und innovativer Kopf gilt und in Hoffenheim die Verzahnung zwischen Profis und Nachwuchsbereich vorantrieb.

Kommt Knäbel als Ersatz für Kreuzer?

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Nur gut ein Jahr im Amt: Oliver Kreuzer.

Während im ehemaligen Hockey-Nationaltrainer ein Mann für den Hintergrund gefunden wurde, muss Beiersdorfer nun noch einen für das Tagesgeschäft finden. "Zur Neubesetzung der Position 'Direktor Profifußball' befinden wir uns derzeit in Gesprächen", betonte der Vorstand, der tags zuvor Manager Oliver Kreuzer den Laufpass gegeben hatte. Kreuzer war erst vor gut einem Jahr aus seinem Vertrag beim Karlsruher SC herausgekauft worden. Sein Kontrakt beim HSV lief eigentlich noch bis 2016 - nun wird wieder einmal eine hohe Abfindung fällig. Beiersdorfer sagte am Montag: "Wir haben gewisse Vorstellungen einer Neuausrichtung des sportlichen Bereiches. Diese Entscheidung ist ein Teil davon. Ich habe Oliver Kreuzer heute in einem persönlichen Gespräch davon unterrichtet." Als Nachfolger wird seit Wochen der ehemalige St.-Pauli-Profi Peter Knäbel gehandelt. Er ist derzeit Technischer Direktor beim Schweizer Fußball-Verband. Zu Namen äußerte sich Beiersdorfer allerdings nicht.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 15.07.2014 | 15:25 Uhr

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