Stand: 02.07.2015 12:22 Uhr

HSV-Auftakt mit Talenten, aber Sakai im Anflug

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Vom VfB Stuttgart wird Gotoku Sakai zum HSV wechseln. Nur der Medizincheck steht noch aus.

Der Hamburger SV kann nach mehreren Wochen der Marktsondierung die erste Verpflichtung für die neue Saison vermelden. Gotoku Sakai wird vom VfB Stuttgart zu den Hansestädtern wechseln, sofern auf der Zielgeraden des Transferprozesses nichts Unvorhergesehenes mehr passiert. Eine kleine Hürde gibt es noch: Der Medizincheck steht noch aus. Den soll der Japaner am Wochenende im ersten Trainingslager in der Schweiz absolvieren. HSV-Trainer Bruno Labbadia zeigte sich guter Dinge, dass alles zum erhofften Ende kommen wird. "Er ist technisch und beidfüßig sehr stark. Wir freuen uns, dass er zugesagt hat", sagte Labbadia am Mittwoch im Anschluss an das Auftakttraining, an dem 18 Spieler teilnahmen, darunter fünf Talente aus den eigenen Reihen. Der 24 Jahre alte Außenverteidiger Sakai befindet sich derzeit im Japan-Urlaub.

Sakai soll ins Trainingslager reisen

"Wir sind uns mit dem Spieler und dem VfB einig. Sakai wird einen Dreijahresvertrag bekommen. Unser Wunsch ist, dass er im Trainingslager dazu stößt", sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer. Von Sonnabend an bis zum 10. Juli gastierten die Hamburger in der Region Flims/Laax/Falera im Schweizer Kanton Graubünden. Am 14. August startet das Labbadia-Team mit einem Gastspiel beim Meister FC Bayern München in die neue Bundesliga-Serie. Beim Trainingsauftakt, unmittelbar neben der in Volksparkstadion umbenannte Arena, war auch Mittelfeldspieler Ivo Ilicevic mit dabei. Lange Zeit hatte der 28 Jahre alte Kroate als Streichkandidat gegolten, am Dienstagabend verlängerte der HSV aber den Vertrag mit ihm. Gute bis sehr gute Leistungen in der Schlussphase der vergangenen Saison hatten die Hamburger zu einem Umdenken bewogen. "Ich spüre, dass hier etwas passiert. Wir werden nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Wir brauchen gar nicht so viel zu investieren - die Qualität ist da", sagte Ilicevic.

Beiersdorfer versprüht viel Optimismus

Ähnlich zuversichtlich zeigte sich Beiersdorfer: "Ich bin hundertprozentig sicher, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft zum Start haben werden." Ob dieser Mannschaft dann auch der von Bayer Leverkusen umworbene Innenverteidiger Jonathan Tah angehören wird, darauf wollte sich der 51-Jährige dann aber nicht festlegen. "Er hat heute mittrainiert und reist morgen zur U19-EM. Wir haben Angebote, aber nichts Konkretes zum Ziehenlassen."

Der HSV hat aus den Erlebnissen der vergangenen Saison, in der nur mit Müh und Not und viel Glück in den Relegationsspielen gegen den Karlsruher SC der Klassenerhalt gelungen war, die Konsequenzen gezogen. Es wurde ein Umbruch im Team vollzogen. Gleich sieben Altgediente mussten den Verein verlassen. Bei Rafael van der Vaart (Betis Sevilla), Heiko Westermann und Marcell Jansen (beide Ziel unbekannt) wurden die Verträge nicht verlängert. Den Profis Maximilian Beister und Lasse Sobiech wurden sogar jeweils eine Abfindung gezahlt, damit sie in Zukunft nicht mehr den Gehälter-Etat belasten. Derweil stellte HSV-Mäzen Klaus-Michael Kühne dem Club neue Millionen für Transfers in Aussicht. "Grundsätzlich bin ich nicht abgeneigt, ich möchte den HSV weiter unterstützen", sagte der Unternehmer. Es müsse aber "ein klares Konzept da sein, deswegen kann man da kurzfristig nicht mit etwas rechnen".

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